Seite - 268 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
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Schrattenbach 268 Schrattcnbach
Elisabeth spornen Sauer ron Kosiah,
deren Mutter Elisabeth eine .nvorne van
der Dörr war, vermalt— dasOber'G
uorsch » e > oeran> t de« Hrrzogthums Steier»
matt, zugleich ,»it der Gestaltung, daö Nap.
pen oenr vaü drr Dörr den, ihrig'N ein»
verleiben zu dürfen. Die Fü r sten würde,
welche ein S ch ra tte n ba ch, ,mimlich der
berühmte Laoanlci, nachmals Bmnmr Bi<
schof Vinren« Joseph vo>, 2ch, fühllr,
war nur ein<> ge,st!iche, er erhielt sie, a>6 rr
im Ic,hr? 17?? zum Fürstbischof von Laoant
ernannt ,r>urde. AI« er dann splllei t7UU nuf
das Aislhum resignirte unv Dompropst von
Salzburg wuide, erkaufte er oai Recht des
Hütstentitel« — da« aber ein rein Perlon»
liches war und blieb und nie auf die Familir
überging -— um eine lüähige Summe, —
Dil Schrattenbach waren eine zu ihrer
Zeit berühmte Familie, aul welcher einige
berühmte Kirchen fürsten herooraen.inac,,
sind, wie z, Ä. «Ligismund Christoph,
Fülst<lzbisch°f u°n Salzburg. Vincenz Jo-
seph, Fürstbijchuf »un Lavant, spater von
Vlünn, Nolfgang Hannibal, Cardinal»
Eizbischüf uon Qlmilh, Ernst, Nilchof von
Laibach, die vielen Salzdurner Prälaten,
Pröpste und Aebte anderer Stifte lind Klöster
ungerechnet. Auf dem Parket uüb i,n Rathe
2e« Fürsiln, wie auch aus dem Felde der
Ehre degc>inen wir seltener den Sprohe» die»
se« edlen Hauses, Ein M a x van Sch. war
mark, legte aber bereits <2U4 diese 2trlle
nilder. Iohan» Nalthasar ocrsal) über ein
Vierteljahibunom die Oberlihofmeisterstelle
d«i Etzherzugs, nachmaligen Kaiser« Ferdi»
nand I I . ; ein Iä rg und ein Fe l i i von
Sch., Letzterer eben derselbe, der, der Erste,
deu Fcciherrntitel annat>m, dieuten im taiser»
lichen Heere, und zwar Ersterer im Jahre
l3«? als Rittmeister im Cillier Viertel, wo
er gegen die aufständischen Bauern kämpft«;
der LejMe ab« t!>at wichtig« Kriegsdunstt
gegen die Türken, In Wissenschaft und Kunst
Ii«aen keine hervorragenden Leistungen ron
Mitglied«« diesem Familie vor, — In >l>r«n
Hl i l l l then wählten sie die Frauen au« den
ersten Familien des Kaisersiaaiee. und wir
begegnen in der Stammtafel den Namen der
Narno von Wuienstein, Col loiedo,
Dietrich stein. Egg, H c r bet stc, n ,
Katzianer, Khenenhüller, Koloiorat,
Liechtenstein, Snu inu , S ia rh rm.
berz, Thun, Nrbna u. A. — Da« Vc» sitzlhum dcö Hauses war ei» anschnlichei.
In Steiermark besaß e« die Herrschaften Heg.
nenbera. Ostelw>!z, Lemderg, Salloch, Lechen,
Anderburn, Praewald, Hocheneck Eidiewald
und Vuraethal, Der letzte weibliche, noch
lebende Sproß de« Hause«, Isabel la H«n.
rietle Gräfin S ä, ra t ten bach , vermalte
Graf Kalnoty , deren Eltern aber nirgends
angegeben erscheinen, die jeduch als der mäh,
rischen" Linie «ngehünn bezeichnet wird, ist
Vcsihn'in der Herrschaft Prödlih mit dem
Gute Oltaslowicz in Mäore» und der Güter
Vussa und Ezabatka ,n Unyarn, während ihr
Gemal Gusla>> Graf AMok» Vesiher der
Fioeicummißherrschaft Lettowil; i» Mahnn ist.
^G oth ai fchcö g cnealogischeö Taschen»
buch °n nvnslichen Häuser »Ootha, Just,
Pertheö, «'t«,^ 4::. Iahr^. (l«?0), S. «43 «. f.
— Grohcö uollstäudigeü «suaenanntcs
Zedlc c'sthec) Uniuevsnl > Lezikou (Hnlle
i,»d Leipzig, I , H.Zcdler, kl, Fol,) Pd, XXXV,
Sp, <274 u. f, — Schmutz (Karl), Histo.
nsch'topographischek Lüiilon u»n Steyermarl
(Gray <«22, Anoi. Kienreich, 8>».) Pd, I I I ,
S. »23. — Kneschke (Ernst Heinr, Prof,
Nr.), Nrueö allgenieineö deutsche« Ädell'Lm»
kon ,Leipzin, Frirdr, Voi»,t, gi. ^,) Bd, Vi l l ,
S, 3!!ü (mit rinrr anöführlichen Literatur). —
Nodopi! (Leopold), Dcutjche Ä
aus dcm deutsche»
(Wie» l^N«, Vraumüllrr, «r, !<»,) S. 32»,
l«l>!>, <««u, 2^:l,>, 2437, «2l!l>, :t»AU, «33,
47?«», As»i>8, «»«U, 5«!!»—!>ü!»2 , »«!!«, S8W,
29U», 5UUl—3!»>^, <>«!>'.», ?^L'.>, 7!>37, 7L72,
78i7, ?«2<1, ?.V!l, 7«!>2, 7»U«.j
II. Eiüigc liesuarrngelide Zpigsitn l,5 Vraftii»
hauscz Schrnttenbach, l. (3rnst Graf von
Sch. (geb. u,ü lN«! , «rst,», ist e,»> Sohn
Johann Äalthasa r'ü ans dcsscn Ohe mit
Anna El isabeth <HMn Wageneberg
und cin Bruder deß kardinale und Olmüher
Crzbischufs Wol fanü« Hannidal , Lc
widmete sich dem geistlichen Stande, soll Abt
zu St. Pnul in Kcnnthen geworden sein,
doch führt ihn Trudpert Neu gart in seiner
I^kVllnUnk«" in der Neihe der Acbte nicht
auf, daher diese seine Würde sehr zweifelhaft
erscheint; wurde Abt zu "Dombll in Ungar«,
ging im Jahre Nil) mit der röm. kaiserlichen
Großbotschast nach Constantinopel, wo er in
Befreiung uan (lhristeN'Sclauen eine sehr «er»
dienstliche Thüliziln: enisaltrte und in Wm>
diguna desselben bei seiner Rückkehr Abt zu
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon