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Schrattenbach 272 Schraub
Rudolph Joseph Grafen Thun, und
Nachfolger. Franz Anton Adolph Graf
Wagensperg. ungeachtet die Zahlen
39 und 40 ununterbrochen fortlaufen,
unausgefüllt), ist wohl nur ein — frei-
lich starkes — Versehen. Da den Fürst-
bischöfen und Trzbischöfen von Olmütz
bereits seit dem 12. Jahrhunderte,
und zwar seit der Errichtung des Bis-
thums. das Münzregal zustand, welches
sie auch bis in die zweite Hälfte des
18. Jahrhunderts ausübten, so machte
auch Cardinal Schrattenbllch davon,
und zwar einen sehr ausgedehnten Ge»
brauch, indem er während der Jahre
1711—1738 außer wenigen Medaillen
sonst fast alle Münzsorten in Gold. Sil-
ber und unedlem Metalle, als Ducaten,
Viertelducaten, Doppelthaler, Thaler,
Gulden, halbe Thaler, Fünfzehner und
Sechser in zahlreichen Varietäten, wie sie
in den unten bezeichneten Werken auf»
gezählt werden, prägen ließ.
Dreser <Ios. Ant,), Trauerrede auf den Ol.
mützer Bischof und Cardinal Schrattenbach
(Qlmütz l?»«, Fol.), auch in öechlscher
Sprache. — ^ L ^Oeu,^ ^o».^, ?urMra
8. N. N. ekräiu»Iiu,ln eto. ftlonacd,. 1?!4,
?c>U) ?»,r« IV süNVVlsm.). — Kun lisch
(Michael), Biographien merkwürdiger Män«
ner der österreichischen Monarchie (Gratz 1806,
Gebr, Tänzer, kl. 8°.) Bdchn. IV, S. 164. - .
N a n f f t , Genealogisches Archiv 1?:i8.
^.^uütinl Olam,u,osn5i8 2Vl8ooz>oruin Q1c>»
tinuavit noti«<iue lULtorioa-ekrouoloFillis
iNu»tra?it — (0loiuu,oi! 1831, 8l:l>,ruit2l,
8°.), z>. 349 et ». — Medaille!!. Deren sind
v«r bekannt, welche in dem spater genannten
Wert« nun Eduard Edlen von Mayer .
S. 98 (Nr. 393), S. 106 (Nr. 43«), S. 111
(Nr. 44?) u, S. 112 (Nr. 448), auMhrlich
beschrieben werden, daher Münzfreunde und
Sammler auf dieselbe gewiesen werden. —
Lichnowsly (Robert Vf.). Des fürstlichen
Hochstiftes Olmütz Münzen und Medaillen,
nach der zu Kremsier besiMichen Sammlung verzeichnet und beschrieben (Kremsier 1863,
Heinrich Gusel, 8°.) S. !>2—«?. Da «ur.
stehendes Werk nur in 10» Exemplaren ge>
druckt und bei seiner Beschränkung auf die
Kremsierer Sammlung sehr lückenhaft war,
folgte einine Jahre später das folgende-
„Des fürstlichen Hochstiftcs Olmütz Münzen
und Medaillen, nach der zu Kremsiec befind»
lichen Sammlung verzeichnet und beschrieben,
angefangen vom Grafen Robert uon Lich,
nowsky und Werdenberg, fortgesetzt
und herausgegeben von Eduard Edlen von
Mayer (Wien 18?!!, W. Braumüller. 8»,)
Daselbst S, 98—I2l Cardinal Schratten»
bach'ö Medaillon,
SchNllld, Franz von (Arzt und
Fachschriftsteller. geb. zu Pesth
l4. Mai !761, gest. nach Fej6r zu
Kis-Marton. n. A. zu Eisenstadt
18. März 1806). Sohn bürgerlicher
Eltern, stand er früh verweist, von seiner
sterbenden Mutter der Obhut des Pia»
risten-Priesterg ?. Norbert Konradi
übergeben, der sich thatsächlich des Kna-
ben annahm und ihn in seinem Kloster
erzog. Nachdem er die unteren Schulen
unter der unmittelbaren Obhut seines
Vormundes beendet, sehte er die weiteren
Studien zu Debreczin, Klausenburg und
Waitzen fort, und mit so tüchtigem Er»
folge, daß er, kaum 19 Jahre alt, zu
Pesth die philosophische Doccorwürde er»
langte. Neben den Schulgegenständen
betrieb er außerdem das Studium der
englischen, französischen und italienischen
Sprache. Nun erhielt der junge Doctor
der Philosophie von Seite eines kennt»
nißreichen und gebildeten UngarS, Nc>»
mens Paul von Czindery. der eine
wissenschaftliche Reise nach dem Süden
vorhatte. Hen Antrag, ihn dahin zu
begleiten. Freudig ging S. darauf ein,
lernte so das ungarische Littorale, dann
Venedig kennen und kam aus Italien
nach Wien, in dessen reichen, Wissenschaft»
lichen Schätzen der junge, kenntnißdurstige
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon