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nackher ging er im Alter von 77 Jahren
zur ewigen Nuhe über. Was S.'s Fach-
thätigkeit betrifft, so ist dieselbe eine alle
Gebiete der Naturwissenschaft umfassende,
die sich in mehreren selbststäudigen Wer-
ken und in vielen, in tzachblättem zer»
streuten Aufsäßen kundgibt. Die Titel
seiner Schriften sind- „Nerznch einer u
Mnbigni CunchizlirnKenntniss nuch T'inn
ZPwn«, 2 Bände (Wien 1793, 8».). S.
hat dieses Werk als 18jähriger Jüngling
herausgegeben und wurde in Folge des
sen von der naturforschenden Gesellschaft
zu Jena zum Mitgliede ernannt,' —
„Nnchricht nun kinrr lietliichtlichen Fammlnng
thieriAchrr iLlNssrweilüwnrmcr. In öintzchrr unt»
lMniZchrr spracht" (Wien 1811)', —
„Uachnchien uan drn KaiZerlichln Nnturfurzchrrn
in Nlüziürn", 2 Hefte (Brunn 4818 bis
1820), mit Zusähen aus den „Vaterlän-
dischen Blättern" 1818—1820 abge-
druckt; — „AntnrhiZtllMtli-llnlltumizchc Ve-
zchnilmng l>ez proleus nuFuinn«" (1818),
als Beilage zu den von ihm verschickten
Exemplaren dieses Thieres. Schrei»
bers hatte diesem damals kaum dem
Namen nach bekannten Thiere feine be>
sondere Aufmerksamkeit zugewendet und
an die Londoner k. Gesellschaft der Wis»
senschaften, von deren Präsidenten Sir
Ios. Banks, wie uon anderen Mitglie-
dern , als James Smi th , Everard
Home, Gray, Shaw, Marsh am,
Latham, Franc i l lon u. A., mit
denen er während seines Aufenthal-
tes in London bekannt wurde, er zu
Mittheilungen für die ?1i1I,o80p1üüÄi
iransaetionL war aufgefordert worden,
die Abhandlung: „H. lüLtorical «mä
äLsoription ol a äoudtkui
eingesendet und damit das erste Licht
über dieses räthlelhafte Thier verbreitet; zur
cr Stein- « i Mtillm«5kn" (Wien
1820. Fol.)i schon im Iah« 1808 hatte
S. aus Anlaß des im genannten Jahre
zu Stammern stattgehabten Falles von
Meteorsteinen eine Reise dahin unte»
nommen und an Ort und Stelle genaue
Untersuchungen über dieses Phänomen
eingeleitet, welche übcr die äußeren Vec>
hältniffe dieser Naturerscheinung, über
die Beschaffenheit ihrer Producte neue
Aufklärungen gaben und so zu sagen der
wissenschaftlichen Bearbeitung derselben
Bahn brachen, da er darin den Weg
bezeichnete, welch« in Hinkunft bei der
Erhebung der diese Erscheinung begleiten-
den Umstände einzuschlagen und zu be-
folgen sei. Neberhaupt hatte S. zeitlebens
den Meteor'Trscheimmgen eine besondere
Aufmerksamkeit zugewendet und manches
darauf Bezügliche in Fachblättern, und
zwar in Gilbert 's „Annalen" ver»
offentlicht, u. z. außer einer Nachricht
über oberwähnten Steinregen bei Stam>
mem (XXIX, 1808): — eine „Nachricht
über den Lissaer Steinregen' (XXX.
1808); — „Beschreibung der mährischen
Meteorsteine" (XXXI, 1809); — „Ueber
böhmische und mährische Steinregen und
über Meteorsteine überhaupt" (XXXII,
1809. u. XI.IV, 1813); — „Ueber das
Meteoreisen uon Elbogen" i — «Ueber
eine um Wim beobachtete Feuerkugel"'.
— „Ueber den Meteorstein>Niederfall
auf der Herrschaft Wessely in Mähren"
(in Baumgärtnei 's „Zeitschrift für
Physik". I , 1832) — und „Nebec die
neuerlichst bei Magdeburg zufällig auf-
gefundene problematische Metallmasse""
(ebd. I I , 1833). Von seiner Schrift:
F'annam /^«sl'/l'as.
^ ist nur daS 1. Heft
(1833) erschienen. Von seinen ande-
ren, in Fachzeitschriften veiöffenllichten
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon