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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 289 -
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Seite - 289 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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nreuur 289 Schreiner mehreren, die Lteiermark betreffenden statistischen Arbeiten betraute. Im Jahre 1848 übertrug ihm Graf W ickenbürg gleich in den eisten Tagen der März» bewegung die Redaction der „Grutzer Zeitung", des damaligen amtlichen Pro> 1>!nzialblllttes; außerdem erwählte ihn die akademische Legion zu ihrem Che bie Universität zu ihrem Vertreter im verstärkten Landtage, in welchem er im Ausschüsse für die Reform der Landes Verfassung thätig wa.r. Als die Frank furter Wahlen ausgeschrieben wurden, wurde S. gleichzeitig in vier Wahlbezir ken (Weih, Feldback, Cilli und Gratz, in letzterem als Ersatzmann) für das Frank- k furter Parlament gewählt. I n diesem -trat er sofort in zwei Ausschüsse, in den bloS temporären zur Untersuchung der zwischen der Bürgerschaft von Mainz und der preußischen Besatzung ausaebro» 'chenen Zerwürfnisse und in den wichti- gen permanenten VerfassungS-Ausschuß, «an dessen Arbeiten er bis zur Zurückberu- fung der österreichischen Abgeordneten theilnahm. Als aber die Wahl des Kö. nigs von Preußen zum deutschen Kaiser stattgehabt, hatte S., wie auch sonst noch in mehreren anderen, in die Verfassung aufgenommenen wichtigen Puncten dage» Hen gestimmt und die Urkunde nicht mit unterzeichnet. I n den letzten Tagen des Monats April 1849 kehrte er in seine Heimat zurück, ohne sogar in dem von Schmerber herausgegebenen Frank» furter »Parlaments-Album" ein Lebens» zeichen zurückgelassen zu haben. Nach seiner Rückkehr in die Heimat widmete er seine ganze außeramtlichß Thätigkeit dem steiermärkischen Gewerbeverein, dessen Geschäftsleiter er von seiner Gründung bis zum Jahre 1863 war. ferner dem Gratzer gewerblichen Hilfscasse>Veiein, dessen Beziehungen zum gleichnamigen Vereine in Laibach er vermittelte. Nach Einführung derFebruar-Verfaffung wähl- ten ihn, ohne daß S. candioirt hotte, die Vertreter des Wahlbezirkes der fünf Märkte Feistritz. Frohnleiten, Gradwein. Paffail und Uebelbach in den ste!ermärki> schen Landtag und wurde S. nach Ablauf der ersten Legislatur»Periode wieder in denselben gewählt. Der erste Landtag erwählte ihn feiner als Ersatzmann für den Grafen Gleisbach, damaligen ZandeSgouvemeur. in das Abgeordneten» haus deS österreichischen Reichsrathes. Aus Vorstehendem ergibt sich das allsei» tige Vertrauen, welches S. im Lande, und zwar mit vollem Rechte genoß. Was er den Studirenben war, weiß Verfasser dieser Skizze am besten zu sagen, denn auch er gehörte zu seinen Schülern und wird den humnnen, biederen und gereck- ten Lehrer nie vergessen, der wenig Worte machte, aber wo eS galt, mit der That einsprang: den mit ausgebreitetem Wissen, reichen Kenntnissen jene Bescheidenheit zierte, welche nur dem wahrhaft Gelehr» ten eigen, und den die Graher studcrende Jugend nicht blos hochachtete, sondern wie ihren Vater, Freund und Rathgeber verehrte. Und nun noch eine Uebersicht der schriftstellerischen Wirksamkeit S ch r e i» ner'S, die sich weniger in selbstständigen Werken, als in einer Reihe der gründ» ichsten, oft umfangreichen Artikel in Fach» blättern und periodischen Werken kund» gibt. Selbstständig veröffentlichte S. nur daS Werk: „siütz. Gin naturhizturizch- 5tlltisti«ch.tll>iigtllphlzH« Gemälde llieier KtM «nd ihrn Amsslbnngln" (Gratz 18M kl. 3».) welches als Festgabe zu der im genann» ten Jahre in Gratz stattgehabten Nei» sammlung der Naturforscher und Aerzte ausgegeben wurde; feiner: ,Teber die einzig richtig! Schreibweise dn Ztabt Glich" (Gratz 184.), durch einen literarischen l7, Iänn« 1876.^ 19
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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