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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 296 -
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Schreivogel 23s Schrnwgel ^ zo)- — ^Mg xeben rin Elllum, Mchi« GlUcht in 5 Änh. Nach t>eln lils Nnn Ptlira «ellldeian iil la (Wien, 4. Aufl. 4827. Wallishausser, g:.8°.)> inReclam's „Universal-Biblio» thek", Nr. 68; — „Nonna Mann. NM«pnl in 5 MhWN. Mch dun spaniKchm d« Nun HngNHtin Moretll, uun <L. Ä. Me«t" (Wien 1819; 2. Aufl. 4824. Wallishaus. ser, 8",), inReclam's „Universal-Biblio. thek", Nr. 29. AuS den oberwähnten «Gesammelten Schriften" sind die „Mb» uns t,«n Veben", 2 Theile (Braunschweig 1836, Vieweg, l2".), besonders gedruckt erschienen. Außerdem brachte die „Aglaja für 1820": „Des Helden Geist", Scene aus einem Vorspiele zu „Attila", und die Hell'sche „Abendzeitung" 1820, Nr. 192, eine andere Scene. Als Schrift» stellei gehört S. der «guten alten" Schule an. Seine Feder ist fein und präcis', sein Witz und seine Darstellungsgabe nähern sich französischen Mustern, von denen sie jedoch nui das Gute entlehnen. I n sei» ner Prosa herrschen seltene Eleganz der Form und geistreiche Auffassung, hingegen vermißt man Phantasie und Nrfindungs» gäbe. I n seiner ersten Zeit kämpfte er mit seiner besten Kraft gegen die in ju- gendlicher Uebecfülle kecke und rücksichtS» loS unbesonnene, romantische Schule. Als sie aber auSrumort hatte, erkannte er in seiner späteren Wirksamkeit als Dramaturg ihren unabweisbaren Einfluß, und wenn nicht ihren Werth, so doch ihre Wirksamkeit. ES ist dieß einleuchten» der Beweis seiner Unbefangenheit und ein seinen Charakter um so bestimmter bezeichnender Zug, als diese Wandlung zu Gunsten der in der Jugend verfolgten Richtung im vorgerückteren Alter eintrat. Mit gründlichen Studien verband er reiche Lebenserfahrungen, welche beide eine Bildung vollendeten, und ohne darauf einen Anspruch zu machen, galt ei allgemein und mit Recht für einen Gelehrten. Seine Kenntnisse im Spani» schen waren beachtenswerth und die- gleiche Freude an den großen spanischen Dichtern brachte ihn Gr i l lparzern nahe, auf den er unbedingt nicht geringen Einfluß ausübte, und WieS auch Zedlih, auf die spanischen Dramatiker hin. G. war einer der wenigen würdigen schliff stellerischen Vertreter der Iosephinischen Periode, die im Ganzen nicht zu viele keusche Muster aufzuweisen hatte. Seine „Entlassung" überlebte er trotz ihrer Emwickelung in die schmeichelhaftesten Phrasen nichi lange. Im ersten Momente trug er sich mit der Absicht, sich nunmehr der Schriftstellerei ausschließlich zuzuwen» den, aber, wie Emil Kuh treffend be> merkt: der feurige Sechziger täuschte wohl sich selbst und wollte auch Andere täuschen, daß er nun als Schriftsteller arbeiten werde und arbeiten wolle — er hatte große Pläne; aber wer den krampf» haft zitternden Greis sah. wußte, daß die Weike der Gebrüder West nicht um viel Bände mehr wachsen würden. Auch wird die Autorenfeder dem Sechziger zu einem schweren bleiernen Griffel, wenn er sie in den Vierzigen als leichten Kiel weglegte. Und so war es auch. Die Hintansetzung hatte den wackeren Mann, ungeachtet der von ihm äußerlich beobachteten Gleichgil. tigkeit, doch im Lebenskern getroffen. Im Selbstbewußtsein seines Werthes, seines Wirkens, seines WaltmS, schlug die durch Außerachtlassung aller Lebensklugheit selbstverschuldete Kränkung zu mächlig auf sein Gemüth und mag wesentlich dazu beigetragen haben, daß er eines der ersten Opfer wurde, welches die damals zum ersten Male ausgetauchte Cholera hinweg» raffte. Bauern feld meint freilich, er st! „an Kränkung und — am österreichi»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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