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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 302 -
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Schreyer 302 Schreyer 1384 hatte Oesterreich mit der Pforte eine Convention abgeschlossen, welcher zu Folge sich Oesterreich zum Einmärsche in die Donaufürstenthümer in Bewegung setzte. Schreyer begab sich nun nach Wien, wo ihm die Erlaubniß ertheilt ward, sich der Südarmee anzuschließen und er in Folge dessen dem 7. österreichi» fchm UhlaneN'Regimente attachirt wurde. In dieser für feine künstlerischen Zwecke höchst günstigen Stellung durste er den Vormarsch der Oesterreicher nach den Donaufürstenthümern mitmachen. Noch günstiger gestaltete sich seine Situation, als ihn dann Emerich Fürst Thurn und Ta r i ö , damals k. k. Oberst, lieutenant im genannten, Regimente, ein kunstsinniger Prinz und dem Künstler persönlich wohlgewogen, zum Begleiter auf seinen Reisen erwählte. Seitdem hielt sich S. größtentheils in Wien und Paris und im Jahre 1886 einige Monate in Düsseldorf auf. Mit dem Fürsten machte er eine Reise durch Egypten und Syrien, wo sich seinen Blicken eine Fülle künstlerischen Stoffes darbot, dem ei später neuen, nicht Windei bedeutenden und eigenthümlichen aus einer Reise nach Algier (1861) hin» zufügte. Seine Künstlerweikstätte schlug er in diesen Jahren abwechselnd in Wien, wo ihm von Seite des kaiserlichen Hofes viel Gunst und Förderung zu Theil wurde, und in Paris auf, wo seine Werke im „Salon", wie die Pariser Kunstausstellung genannt wird, allge» meine Aufmerksamkeit erregten. Die Kunstkritiker der Seinestadt fanden die Bilder Schreyer's „ü'unö vörits xar- rFLiußnt pyint, et äang uns Huste, et Iiarmonienöe". Im Jahre 1870 ließ er sich aber bleibend in Deutschland nieder. Zn dem schönen Eronberg am Fuße deS Taunus, wo sich eine kleine Malercolonie niedergelassen hat, hat auch S. sein Atelier aufgeschla. gen und findet daselbst so gioße Beschaff tigung, daß seine Arbeiten noch feucht von der Staffelei weggeholt werden. I n den Fünfziger.Iahren und zu Anbeginn der Sechziger begegnete man den Werken deS Künstlers häufig in den Monats. Ausstellungen des österreichischen Kunst, vereins, so z. B. waren von ihm daselbst zu sehen im Jahre 1855, im März: „Walachiche Pu«t«tnt!«n" (200 fi.), vom K. V. angek.,' — „Zvülichischr PM im Schnei (300 fi.); — „N5al«chi«che Pyzs mit der Mike" (800 st.), beide im Besitze Sr. Majestät des Kaisers! — im Juni: „Smie nn« der Schlacht bn Nllinurn am 2. Juli 18W" (2500 ft.). angek. von Sr. Maje- stät dem Kaiser; — im Juli : „Nnlgn- rische Kunlilnte M dcr Aeim" (300 si,); — „Ge«tlneichi«che Nlugmin, reragnuzmlnö" (300 fi,); — 1856. im März: „Türkische Varsiizteii"; <— im Jul i : „Mntlrm'öe in der Walachei"; — im August: „AnMzche GnnjkuZnken" (480 fi,); — im December: „Valiichischir Pfttülllinn/; — 1657, im Juni: „Nn»«il!chr Gm,z«M«ten" (200 si.); — 1658, im September: „Walachischcr " (600 fi.), uom K. V. angek.;, 1859. im Februar: „Mlnch!«che Büiil,- (800 fl.); — im November: „Giir- Küche Miter" (600 fi.); — 1860, im September: «Gnunllnie-Nltachemrnt ank t>e«i Maizche", Eigenthum deS Herrn D. Th. Tirka,' — 1662, im März: „MalnchiZchr Fuhrleute" (800 fi.); — im April: „Wa- nen-NmpMln" (180 fi. rhein.), vom K. Ä. angek.; — in der I I I . allgemeinen deut» schen Kunstausstellung 1868: „Wtt u°n Blrnbirn" ; — „Pfcrtle, uan Mlien unlulgt"; — in der I I . großen internationalen Kunstausstellung in Wien im April 1870: „AMer"; — in der deutschen allgemei» nen und historischen Kunstausstellung in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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