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Schrockh 309 Schrockh
von I, das Alterthum (0-kor) im Jahr
183t, dieses in zweiter Auflage im
Jahre 4861; I I . das Mittelalter (Xö2ei>.
I^or) im Jahre 1882 und IN. dienen«
Zeit (Ih-Kor) im Jahre 1833 erschien
Von letzterer besorgte Franz Somhe
gyi im Jahre 1863 eine zweite vermehrte
Auflage, welche Ki l ian in Pesth ver
legte.
d. i. Ungarische Schriftstellei. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Bon Jacob Ferenczy
und Joseph Dllniel ik (Pesth 1836, Gustan
Vmich, 8».) I. Theil, S. «?. — Parträt.
Unterschrift. Facsimile des Namenszugesi
Zobiöelc I'eiLU^. Varab.<L (lith,) i««3.
(kl, Fol).
Noch ist eines tapferen Tiroler Landesuetthei.
diners, Namens Peter Schröck, zu ge>
denken; derselbe starb in bereits vorgerückten
Jahren am 9. Juli i«3ü zu Hall in Tirol,
Schon im Jahre 18l3 halte «r mit bnyeri«
schcn Truppen den Felbzug gegen die Fran-
zosen mitgemacht und dabei mehrere Verwun'
düngen erhalten. Im Jahre 4848 zog er mit
der Haller Schützen-Compagnie unter Haupt'
mann von Payei und im folgenden Jahre
unterHauptmann Kern gegen die bedrohten
Naterlandsgrenzen aus und zeichnete sich bei
Erstürmung des Tonals im Non, und Sulz.
thnle am 2?. Juli 184« durch seine Tapf«.
keit so aus, daß der damalige Landes-Ober»
commandant Ritter oon Roßbach sein Ver»
halten öffentlich belobte. Im Jahre isig ver>
sah er den sehr beschwerlichen und gefahrvol»
len Vorpostendienst in den rauhen Gebirgen
des Val äi I^säro und am Gawa. Später
erhielt er eine Anstellung bei der k. t, Sqline
in Hall, in welcher er bis an sein Lebensende
verblieb. IMol l s- und SchüheN'Zeitung
(Innsbruck, 4») XI . Jahrg. (18öS), Nr. 7l,
im ersten Artikel: „Hall, l i . Juni iLöü".^
Schrockh. Johann Mathias (Ge-
fchichtschrelber, geb. zu W ien
26. Juli 1733, gest. zu Wit tenberg
am 4., n. A. am 2. Uugust 1808). Von
piotestantischen Eltern. Sein Vater war
Großhändlei in Wien, oder ,Niederlaßs> verwandter", wie man damals Kaufleute
nannte, die das Befugniß, große Nieder,
lagen zu halten, besaßen; die Mutter
war eine Tochter des berühmten Ge>
schichtschreibers und Geographen Un»
garns, Mathias Be l sBo. I, S. 238^.
Solche Eltern, der Vater war auch sonst
ein gebildeter Mann, überwachten sorg»
fältig die Erziehung des talentvollen
Knaben, in welchem frühzeitig der Ge-
danke sich regte, ein Prediger seiner pro.
testantischen Glaubensgenossen zu werden,
da ihn die Bedrückungen» ja die Ver-
achtung, mit welcher man damals den»
selben in Wien begegnete, empörten. Im
Alter von zehn Jahren kam S. zu seinem
Großvater mütterlicher Seits, Mathias
Bel, nach Preßburg, wo er an dem dor-
tigm lutherischen Gymnasium die Grund,
läge zu seiner wissenschaftlichen Ausbil-
düng legte. AIs er die historischen Arbei»
ten seines Großvaters kennen lernte,
erwuchs in ihm auch die Neigung zur
Geschichte, für deren Popularifirung er
in der Zukunft so thätig werden sollte.
Mit den Eindrücken im Hause seines
Großvaters gingen jene, welche er in der
Schule empfing, kaum Hand in Hand.
Der Unterricht, wenngleich besser als in
den katholischen Schulen, war doch ohne
Geist, ohne Seele, beschränkte
sich
zumeist
auf ein gedankenloses Auswendiglernen
und auf eine bessere Kenntniß der lateini»
fchen Sprache. Erst, als er Roll in'S
„Anweisung, die freien Künste zu lchren
und zu lernen", wiederholt mit großer
Aufmerksamkeit durchgelesm. jetzt erst
i n über Zweck des Studiums im
Allgemeinen und der Kenntniß der Classi»
er insbesondere in'ö Klare, sein Gesichts'
kreis erweiterte sich, fein Verlangen nach
Lecture guter Bücher wuchs, und als ei
auch in Ungarn, wo doch den Protestan-
ten freie Religionsübung gewahrt war,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon