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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 321 -
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Schröder^ KarlFriedr. 321 Schröder^ Sophie gemacht wurde. Nachdem er im Jahre 1772M! der Präger MonturS-Commis- sion angestellt worden, wurde er 1783 Feldmarschall'Lieutenant und Inhaber deS 7. Infantecie-Negiments, heute Frei Herr von Maroisiö, ^l787 Director des Militär > Fuhrwesencorps und zugleich General » Verpstegs > Inspector, welche Stellung er bis zum Jahre 1798 behielt, in welchem die Direction des Fuhr» Wesens an den Hofkriegsrath kam. I n welchem Ansehen der General bei sei.» nem Monarchen und in der öffentlichen Meinung stand, dafür finden wir einen Beleg in der „Oesterreichischen Bieder» manns'Chronik", welche über den Gene» ral sich folgendermaßen äußert: „Er ist ein wahrer Kriegsmann und besitzt dabei viel Staatskenntniß; ist fertig in Ent« schließungen, nicht eigensinnig über Ge- genvorstellungen; ein eifriger Vertheidiger der Wahrheit; im Unternehmen erfinde» lisch, muthvoll in der Ausführung; in Geschäften arbeitssam, unverdrossen, un> eigennützig; in Vorstellungen gründlich, fern von aller Heucheley; frey ohne Zu> lückhaltung, auf Erfahrung gestützet, sei< ner Meinung getreu; im Umgänge ge- sellig. munter, mit ausgezeichnetem Ver- stände; ein Liebhaber der Künste und Wissenschaften, mit denen er sich bei müßigen Stunden beschäftigt; mit seinen Untergebenen freundlich, gefällig; freu» dlg, Wohlthaten austheilen zu können, besondere Verdienste vorzüglich zu beloh» nen, empfindlich im Strafen gegen die Schuldigen, aber nicht feindselig; ein wahrer Menschenfreund; mitleidig, gegen Armuth und Mangel fast bis zur Ver» fchwendung freigebig, mit einem Worte: Lacy würdigt ihn des Zutrauens, das er sich gewiß durch wahre Verdienste erwe» ben muß". Es wäre wohl eine lohnende Aufgabe, das Leben der Gebrüder Schrö- u. Wurzl> ach, biogr. Lexiloi!. XXXI der, die Alle mittellos aus Preußen nach Oesterreich herüberkamen, durch ihre Talente von der Pike auf stch empor» geschwungen hatten, und nicht nur tapfere Generale, sondern auch einflußreich auf die Entwickelung der kaiserlichen Armee waren, einer ausführlicheren Darstellung, als Musterbild für junge Krieger, zu unterziehen. Freiher rnstands-Diplom für die Brüder Johann Wilhelm und Karl Friedrich von Schröder ääa. Wien 3. Iuli l??3. — OesterreichischeBiedeimanns-Chrll' nik. Ein Gegenstück zum Phantasten» und PredigwAlmanach (Fieiheiisburg Mademie in Linz) 1784, 8°.) Erster (und einziger) Theil, S. 24?. — Wappen. Dasselbe ist ganz gleich mit dem S, 33? bei Wilhelm Freiherrn Schröder Uon Lilienhof beschriebenen. Schröder von Stötteritz, Nikolaus, siehe S. 343. in den Quellen Nr. 6. Schröder, Sophie Antonie (dca» malische Künstlerin, geb. zuPader» born nach der auf sie geprägten Me> daille am 1. März, nach anderen Quel» lm am 28. Februar 1781, geft.zu Mün» ch en am 28. Februar 1868 um 8 Uhr Morgens). Ihr Vater, Namens V ü » ger, war ursprünglich Candidat der Theologie gewesen. Die Mutter stammte aus der altadeligen preußischen Familie von Lütkenö und war der Vater preu> ßischer pensionirter Hauptmann, der nie in eine Verbindung seiner Tochter mit einem Bürgerlichen gewilligt hätte. I n der Kirche, als Bürger die Pcobepre» digt hielt, welcherFcäulein von Lüttens beigewohnt, fanden sich die Herzen, und da an eine Einwilligung zur Verbindung nicht zu denken war, halfen sie sich durch die Flucht. Nachdem sie sich hatten trauen lassen und Beiden die Mittel zum Leben fehlten, blieb ihnen nichts übrig, als zum Theater zu gehen. Sophiens Eltern ging es so gut und so schlecht, wie es den 26. Jänner!876,1 21
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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