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Schröder, Sophie 332 Schröder, Sophie
damals vierzig Iahn alt und spielte noch
zahlreiche tragische Liebhaberinen, Man sieht
hieraus, daß sie beizeiten, wo e6 irgend an>
ning, den Schönheitöprädicaten auswich. Ich
habe dehbalb gewiß a»ch in ihrem Sinne
gesagt, daß ihre volle und reine Größe erst
begann, a!S sie zum Fache der Heldin und Hel>
denmuller überging. Hier konnte sie Uon ihrem
durchweg« strengen Naturell Alles vollständig
geltend machen, hier konnte die seltene große
Schauspielerin entstehen. Da« ist sie gewesen.
Das Wesen einer Heroine erschien in ihr echt
und natürlich und hoch erhaben durch ihre
Darstellungskunst, Line Anzahl ihrer streune,
ren Rollen wird in unserer Theatrrgeschichte
immer Schröderisch genannt werden und
Schröder! sch wird so viel bedeuten als
classisch, Iü ihrem eigentlichen Fache steht
sie unerreicht und einzig da, ein Vorbild für
die deutsche Schauspiclerwelt. sMan vergleiche,
übrigens über sie als Künstlerin: Morgen»
blatt für die gebildeten Stände (Stuttgart,
Cotta, 4»,) 4. Sept, 1818: „Theateikritiken
als Elisabeth in Maria Ttuart, C'ine geist»
uolle Nergleichung der Schröder mit M>i>
dnme Wol f in Berlin in dieser Nulle^ —
dasselbe Blatt, Nr, 2l3: „Madame Schröder
als Lady Macbeth" ^gleichfalls uon Mü l l ,
nei^, — Oesterreichische Zeitnnn
(Wien) !«!!?, Nr. 4l!3, i», Feuilleton- „Ein
Vortrag uon Sophie Schröder", uon Tilus
Ulrich, — Der Schmetter l ing, belletr,
Beiblatt zum „Spiegel" (schm. 4».) !8!il»,
Nr. !!>: „Die französische und die deutsche
Nllchct" saus der Berliner deutschen Neform^.
— Theater-Zeitung, Herausg. uon Ad,
Väuerle (Wien, 4»,) 18!i4, Nr, i ü : „Frau
Sophie Schröder, Am l4, Mai l8«4". Vom
Herausgeber dieses Lrrikons". — Ueber ihre
Charakteristik als Künstlerin uerglcichc übri.
gen« das Buch: ,Sophie Schröder, wie sie
lebt im Gedächtniß ihrer Zeitgenossen und
Kinder", wo auf S. 1?3—2<3 verschiedene
Recensionen namhafter Autoren, nls: uon
Atterbom. V2-. I . W, Fleischer u, N,
mitgetheilt werden. Das Beste doch, was
über sie gesagt worden, möchten wohl obige
Worte Laube's sein.)
III, Porträte. <) Unterschrift: Sophie Schröder j
K. k. Hofschauspielerin, Mähnke xinx., I .
Blaschke «e. (oval, 8°), sDas Original,
bild uon Mahnte besitzt der Herausgeber
dieses Lerikons. Des Künstlers Mähnke
gedenkt weder Na g ler noch sonst ein Künst< ler.Leiikon, Ein nichts weniger denn geschme,.
cheltes. aber in den Jahren, in denen es ge.
malt ist, der Künstlerin sicher sehr ähnliches
Bi ldnis — 2) Unterschrift: Antuinette S°.
phie Schröder, 31, Haack X, A,, Goebl L«.
Holzschnitt in der Musterzeitung „Victoria"
i8L<>, S, 22. — !j) Unterschrift: Sophie
Schröder i als Sappho, Daffiüger i>., Nl.
Hüfel ü«, (oual, 4",). s^ Die Schröder zählte
damals, als Daf f inger sie malte, 32Jahre.
Daf f in« er war seiner Zeit ein dcrühmtkr
und namentlich in den Kreisen des hohen
Allele sehr gesuchter Miniaturmalers —
4) Lilhogr, uun K ri ehuber <Wie», Spina,
Fol,). s.Diese« Bild uun Meister Krichuber
stellt die Schröder im 4U, Jahre dar, Kri l ,
huber hat es im Jahre !82lj gezeichnet und
in seiner bekannten Naturtreue — innner aber
noch ideal — ausgeführt ^ — !>) Ohne Unter,
schrift. Krichuber !«>!U (lit!),), Gcdr, bei
H, Verhärt, Wien <«",). — «>) Unterschrift-
Sophia Schroeder. Stöcke! »«, snuch in
der Zeitschrift „Spiegel" lk2ü. Sehr selten,
Nur iin Umiisij — 7) Nach Dafsinger gest.
uon S l ölzld. I, s4«,, Leipzig llOU, Arnold),
— «) Unttrschrift: Sophie Schröder, Qhne
Anglibc des Zeichners, L!!ho,,r, b«) Ios. Trcnt>
srnc'ki) in Wien (V,) »uar Kuustbeilage d«z
Hu rma>) r'schen „Archiv" zum Aufsahe u«n
Weidmann, l«^:>, Nr. !4ü^, — <>) Unt».
sshrift: Sophie Schröder. N>>ch einer Photo»
graphie uon F, Hanfslnn>!l, Holzschnitt uon
A, N,(eu!uc>nn) sin der „^Ilustrirt>n Zeitung"
Nr, «<!2, 7, Dünner I«l!l', S, lü. Stellt die
Künstlerin im Oreisenalter, aber sehr ähnlich
dar).
IV. Mcdnillc. Auers Seite, Ta« sehr ähn<
liche Brustbild der großen Tra^ödin mit d»
Umschrift: Sophie Schroedrr Unter dem Brust,
abschnitt: I , Schön l»!>«. N evers>Se!te.
Um Lorbeerkranz und Aira die «Embleme der
drainatischen Muse, Umschrift: Gebore» den
l. März l78l zn Paderburn. Oröfte, Durch'
messer 4/z Eeütiüieter. Der Anlaß, au« wel<
chem diese — nicht häufige — Medaille gl>
prägt wurde, ist mir nicht bekannt,
V. Vtdichte n» Sic. Die Zahl derselben ist
. Legion i in dem Vuche: „Sophie Schröder,
wie sie lebt", sind einige der besseren uon
König Ludwig, Job. Gabr. Seid l , Äau>
ernfelb u. A. mitgelheilt. Sonst sind noch
anzuführen: Abend - Zc i tu »g. Von Theo>
dor H eil (Dresden, 4°) lt>li2, Nr, W: „Me,>
ner geliebten Mutter Sophia Schröder", Von
Oi-. Wilhelm Smets . kathol. Diaconus. -
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon