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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 334 -
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Schröder, SoM 334 Schröder^ Wilhelm 7 epische Dichtungen" (Cöln 183«); — „Epheu. kränze" (Aachen 1838); — „DeS Kronprinzen von Preußen Iubclfahrt auf dem Nheine am 30. October «833. Nomant, Gedicht in 3 Ge> sängen" <Eöln 183») und „Gedichte". Voll. ständine Sammlung (Stuttgart 1340, Cottn, 8°). Außer diesen poetischen Arbeiten S.'s sind zu erwähnen sein „Biographischer Ver> such über Walraf" (Cöln <82ä), seine „Trauer, reden auf Pius VII . und Pins VII I . " , 2 Hefte (Cö>n 1823 und 153U). NlZ lyrischer, «eist. licher und Balladendichter zählt Smets zu den besten, leider noch immer zu wenig ye» würdigten Sängern des deutschen Parnasses.- Schröder, Theodor, siehe S. 343, in den Quellen Nr. 7. Schröder von Lilieuhof, Wilhelm, auch Johann Wilhelm Freiherr (k. k. Feldzeugmeister, geb. zu Bei l in um das Jahr 1719, gest. zu Olmüh 18. Jänner 1800). Wi lhe lm Sch., der auch als Johann Fr iedr i ch (wie z. B. bei Neil ly) erscheint, hat eine romantische Iugendgeschichte, die vielfach erzählt wird, doch aber in manchen Puno tm der Berichtigung bedarf. Authentisch steht fest, daß er ein geborner Preuße und Sohn eines unbemittelten preußischen Beamten war. Der Vater ließ bei seinem Tode Mutter und .Ander in sehr be> drängten Verhältnissen zurück, so daß die Söhne auswärts ihr Glück versuchten. Mütterlicher Seits besaß Wilhelm einm Verwandten in der kaiserlichen Armee, den General Georg von Storm. Vier seiner Brüder gingen, wie er, nach Oesterreich. Gott f r ied, auch Johann Gott f r ied, wurde Soldat, Maria Theresien'Ritter und Feldmarschall-Lien» tencmt I^ siehe seine besondere Biographie S. 3! 9^, Kar l Friedrich brachte es auch zu hohen Ehren in der kaiserlichen Armee s^siehe gleichfalls seine besondere Lebensskizze S. 320^, Georg, der auch > in der kaiserlichen Armee zu dienen be» gönnen, war als Lieutenant bei Thür-H düng der Eltern entrückt. Er war nämlich ein Sohn Sophien« autz ihrer ersten Ehe mit dem Schauspieler Stolmers, dessen Fami« liennllme Smets war, Am 1«. September 1786, damals 13 Iabre alt, gebar sie, ihm den Sohn Wilhelm, Als im Jahre 1799 yie Ehr mit Stolmers wieder getrennt wurde, mlsagte Stolmers der theatralischen Laufbahn und trat unter seinem früheren Namen Smets von Ehrenstein in feine früheren juristischen Verhältnisse zurück. Zu> nächst wurde er Hofrath des regierenden Reichsgrafen von P! ettenberg'Ratibor. Der Sohn Wi lhe lm folgte dem Vater, nach dessen 1812 als Richter am Friedensgerichte zu Aachen erfolgtem Tode von den Ver< wandten väterlicher Seit« unterstützt, Derselbe üertauschte dann das eingeschlagene Studium der Rechtswissenschaft mit dem der Theologie und starb als Domcaftitular am 14. October 1848 ebenfalls zu Aachen. Smets hat sich als Poet einen guten Namen erworben. Erst als zwanzigjähriger Jüngling entdeckte er unenvartet seine berühmte Mutter. Dieses Wiederfinden schildert Smets in ergreifender Weise in seinen Gedichten. Es ist das Ge> dicht, das beninnt! Sie, sie sollt' es doch lein, die gefticrl'ste Mime der Deutschen, Die aus dcr Kindheit Traum mir noch als Mutter erschien, Nnd endet: Gott, wie wurde mir da! Ganz deutlich vernahm ich die eig'nc Stimme, sowie sie mir selbst tönt aus der volleren Brust, Thränenden Blick's entdeckt' ich im Antlitz die eigenen Züge: Stirn und Augen und Mund, selbst auch das Grübchen im Kinn, Mutter, du bist's, ich zweifle nicht mehr, es lebet dein Kind noch! — Wilhelm! mein ältester Sohn! — rief sie und sank mir an's Herz. Von Smet's poetischen Rrbeitw sind be° kannt: „Versuche m Gedichten" (Cöln l8l?); — „Die Vlutbraut. Trauerspiel" (Coblenz 1818); — „Poetische Fragmente aus Theo» bald's Tngebuche" (ebd. 1818); — „Solda« tenglück. Trauersp." (edd. 181U); — „Tasso'ö Tod. Trauersp." (ebd. 18!!>); — „Hierogly. phen für Geist und Herz" (Cöln i«2l); — „Gedichte", Mit Smet's Bildniß (Aachen 1824); — Meue Dichtungen uuö den Jahren 1834—1830« (Vonn 1831); — „Kleinere
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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