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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 336 -
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Seite - 336 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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Schröder, Wilhelm 336 Schröder, Wilhelm Feldsberg in Niederösterreich einen heft!» gm Gichtanfall bekam, schickte er nach dem in dem nicht fernen Preßburg im Kloster lebenden, ihm längst bekannten Bruder Firm ian, der ihm schon öfter in solchen Anfällen treffliche Hilfe gelei- 'stet. AlS Firmian erschien, mußte er längere Zeit, weil der Fürst dringende Abhaltung hatte, im Vorgemache war- ten. In dasselbe trat nach einer Weil? der Major Schröder. Nach längerer Zeit erfolgte eine der rührendsten Trken» nungsscenen, bei welcher es zuletzt zwi» schen beiden Brüdern so laut herging, daß der Fürst endlich die Thür öffnete, und als er an der Schwelle stehen blieb^ Major und barmherzigen Bruder sich in Armen liegen sah. Nun erfolgte alsbald die Aufklärung. Die Sache kam zu Ohren der Kaiserin, die nun beiden Brü> dein ihre besondere Huld zuwandte. F i rm! an blieb barmherziger Bruder, Wi lhelm stieg uon Stufe zu Stufe bis zum Feldzeugmeister. Diese Geschichte, poetisch verbrämt, erzählt zuerst — mit Verwechslung der Namen, indem der nachmalige General Schröder Io> hann Friedrich anstatt Wi lhe lm und der barmherzige Bruder Wi lhelm genannt wird — u. Nei l ly in seinen „Skizzirten Biographien der berühmtesten Feldherren Oesterreichs von Maximilian I. bis auf Franz I I . " (Wien 1813), S. 380; ihm folgte zunächst das Brünner Unter' Haltungsblatt „Morav ia" , welches im Jahre 1818 in den Nummern 124—128, in dem Aufsatze: „Die Gebrüder Schrö' der", aber schon mit Richtigstellung der Taufnamen und in ausführlicherer Dar« stellung, den ganzen Vorfall mittheilt. Nach längerer Pause begegnen wir dieser Geschichte in den von L. A. Fcankl herausgegebenen „Somitagsblättem", welche im Jahrg. 1848, S. 831, den Artikel: „Fürst Wenzel Liechtenstein und die zwei Brüder. Erzählung nach einer wahren Begebenheit. Von Friedrich Uhl" enthalten ist. Daselbst führt der Soldat Schröder den richtigen Taufnamm Wi lhe lm, der barmherzige Bruder aber heißt Boni fac ius. Nun erzählt wieder nach längerer Pause der „Egerer Anzeiger", der im Jahrg. 1861, Nr.3 u. 4 , eines k. k. Feldmarschall-Lleute» nants Johann Friedrich Freiherrn von Schröder gedenkt, den eS aber nie in der kaiserlichen Armee gegeben, dieselbe Geschichte. Endlich erbarmte sich in neuester Zeit ein Herr A. Dittr ich dieses Stoffes und gab ihn mit starken Verkürzungen in der „Oesterreichisch, ungarischen Wehr-Zeituug" 1872, Nr.69, im Feuilleton unter dem Titel: „Tin armer Student" zum Besten und läßt den General im Jahre 18l>8 gestorben sein. Wo noch sonst diese Geschichte mehr oder wenig verballhornt worden, ist mir nicht bekannt. Die Darstellung in der „Moravia" kommt der Wahrheit cnn nächsten. Im Folgenden halte ich mich bezüglich Wi lhe lm Schröder's an die archi'valischen Daten, und diesen zufolge wäre er bereits im Jahre 1738, wenn also fein Geburtsjahr 1719 richtig ist, im Alter von 16 Jahren in die kaiserliche Armee getreten. I n der> selben sei er in Folge «seiner lobwürdi» gen Eigenschaften n,nno 1744 zumLieu» tenant; anno 1746 zum Hauptmann, anno 1787 zum Obristwachtmeister; anuo 1788 zum Obristlieutmant und anua 1760 zum wirklichen Obersten" im Infanterie-Negimmte Neipperg befördert worden. Als solcher halte er sich in allen, Gelegenheiten so ausgezeichnet, daß er im Jahre 1768 mit dem Prädicate von Li l ienhof in den Adelstand erhoben wurde. Im Jahre 1772 wurde Schrö'
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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