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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 343 -
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Seite - 343 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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Schröder, Karl 343 Schröder, Theodor Nr. 1968: „Jagd nach Manuscripten mlli. iälischen Inhalts'. — Dec Floh (Wiener Spott, und Witzblatt) 1870, Nr. i l , mit den Schlußnersen: Das ist de« Heere« schlimmste Pest, s Wenn man Soldaten schreiben läßt > Zum warnenden Erempel. > Stoßt ihn hinaus zum Tempel, > Sonst schickt ihn dec Ciuiluerstand > Al« Gouverneur in'« Küsten« land.) — 8. Nikolaus Ichrödei von Stötteritz (k, t. Major, geb. zu Mecheln im Jahre 177», Todesjahr unbekannt). In der kaiserlichen Armee, und zwar zueist im Infanterieregimente Ält-Wücttemberg, dann seit März 1788 im InfantecieRegimente, Aloi« Fürst Liechtenstein Nr, l2 dienend, rückte er stufenweise zuletzt zum Major uor. In dieser Zeit hat er in den Jahren 1788 und 1789 gegen die Türken, in den Jahren l?82, 1792. l?94, 1795. 1786. 1797, l799, 18«,», 18!)«, 1805, 18<2, 1814 und 1815 gegen Frankreich, im Jahre 1809 gegen die polnischen Insur. genten und im Jahre 1812 gegen Rußland gefochten, sich in den genannten Feldzügen immer als muthiger Soldat bewiesen, sich aber insbesondere im Jahre 1793 bei oer Erstürmung der Mainzer Linie und im Jahre 1796 bei der Affaire bei Stockach beim An. griffe des Steislinger Waldes durch Tapfer, leit und Einsicht ausgezeichnet. In Folge dessen wurde S. mit ah, Entschließung vom 18. März 1319 in den Adelstand erhoben, d°e Diplom aber mit dem Prädicate uon Stöt . teritz erst für seine Wüwe und die Kinder am 18. December 18« ausgefertigt. sId el. stands > D ip l ° m Häo. Wien 18. December 1840. — Wappen. In Roth ein schmaler aol< dener rechter Schrägebalken, in welchem ein in der Vefestigungskunst sogenannter spani» scher Reiter uon natürlicher Gestalt gleichfalls schrägrecht« gestellt ist. Der Schrägebalken ist überdieß im Obenuinkel des Schildes von einem goldenen schreitenden Löwen mit aus» geschlagener rother Zunge und über sich ye. schlagenem Schweife, im Unterwinkel aber von einem geharnischten, mit goldenen Span» gen geschmückten Arm, welcher einen blanken alterthümlichen Säbel an goldenem Gefäße zum Streiche schwingt, begleitet. Auf dem Schilde ruht ein offener goldgekrönter recht«, gekehrter Turnieihelm, au« dessen Krone zwei uon Gold und Roth abwechselnd quergetheilte und mit den Sachsen gegeneinander gekehrte Adlerflügel emporwachsen. Die Heln, decken sind rolh. mit Gold unterlegt.^ — 7. Theo- dor Tchröder (Maler), Zcitgenoß, uon ge«, mit Virtuosität gemalte« Sturmbild, auf welchem ein treuer Hund a!« letzte« lebende« Wesen den Elementen trotzt. Daß der Kunst, ler in der „österreichischen Abthei» lung" ausstellte, läßt un« ihn al« uns an. gehörend oder doch in Wien lebend uermu. then, wenngleich seine Taufnamen Jörgen Christian auf nordische (dänische) Abstammung hinweisen. Weder die älteren noch neueren Kunstleiiken erwähnen seiner, auch in Kunst und Ausstellungs-Katalogen forschte ich nach seinem Namen und Arbeite» vergebens. We l t Ausstellung 1873 in Wie». Officieller Kunst-Katalog (Wien 1873, Druck des Iour nal« „Die Presse", 8°.) S, 64. Nr. 600.) — 5. Kar l Schröder, k, k, Oberst, Zeitgenoß. Vefand sich im I, 1842 als Armee.Lieutenant zur Hörung de« höheren Curses in der Akade> mie und kam 1843 als Lieutenant zu dem da> maligen Ingenieur-Corps, als welcher er nach Ragusa in Dalmalien stationirt wurde. Bei seiner Beförderung zum Obeclieutenant kam er nach Cattaro und blieb bis 1848 in Dal. matien. I n stufenweiser Vorrückung zum Hauptmann und Stabsofficier im Corps er» folgte im April 1868 seine Ernennung zum Oberst und zur Zeit befindet er sich al« Genie.Chef bei dem Generalkommando in Vrünn. Die öffentliche Aufmerksamkeit richtete sich auf Schröder erst zu Anfang des Iah> re« 187« anläßlich der im Herbste 1869 in Dalmatien auegebrochenen Unruhen. Lr hatte sich während derselben als Genie.Chef in Dalmatien befunden und in der „Militär.Zei. tung" einige Artikel über dieses Land und den ausgebrochenen Aufruhr unter dem omi> neusen Titel: „Au« dem österreichischen Kau» tasus" erscheinen lassen. Diese Artikel erregten in Wlitärkreisen um so größere« Aufsehen, als der Oberst keinen Anstand nahm, sie mit seinem vollen Namen zu unterzeichnen. Ihr Inhalt erschien der Nehörde der Art, daß die Nummern der Militär-Zeitung, welche besagte Artikel enthielten, mit Beschlag belegt und eine Fortsetzung derselben verhütet wurde. Die Blätter meldeten auch in einiger Zeit, daß über Oberst Schröder wegen dieser Mittheilungen, auf Befehl de« Kriegsmini, steriums, die gerichtliche Voruntersuchung uer> hängt woroen sei. Ueber den Ausgnng der» selben wurde nichts bekannt. Der Oberst bc< findet sich, wie schon obe» bemerkt, zur Zeit als Genie-Chef in Brünn. s^Neue freie Presse (Wiener polit.VIatt) 1870, Nr, 1942: „Ein Epilog zum Kriege in Dalmalien";
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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