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Schrödl 348 Schrödl
auszeichnen, sind in Galleiien und Samm.
lungen von Kunstfreunden nicht selten
anzutreffen. I n der Sammlung des
Triester Kunstfreundes Marcus Amo»
deo, welche am 16. November 1870
und den folgenden Tagen im Wiener
Künstlerhause zur Versteigerung kam, be»
fand sich ein brillant gemaltes Bildchen
S.'s: „MZ Innere einer Rüche" vorstellend,
auf Holz gemalt (28 Zoll hoch, 24 Zoll
breit); in einer früheren vonPosonyi
(am 18. December 1869) veranstalteten
Versteigerung von Aquarellen fand sich
von S. ein Blatt vor, schön aquarellirte
„MmnZ'tnbien nnch der Nnw" (9 Zoll 6 Li.
nien hoch, 7Zoll breit), und in einer von
Karl G e d e l m a y e r am 28. April 1861
begonnenen Versteigerung das „Innere
mies stalle«" von Schrödl in Oel gemalt.
Aus einer Mittheilung derFrankl'schen
„Sonntagsblätter" erfahren wir, daß
der damals (1843) noch wenig bekannte
Künstler nach mehreren, auf einer Reise
in Steiermark und Oberösterreich auf»
genommenen Skizzen Aquarelle vollendet
hatte, welche leider „durch die Verhält»
niffe deS Malers" einzeln verkauft wer-
den mußten, auf diese Art oft »erschien»
dert wurden und daher gar nicht in die
Kunstausstellungen gelangen konnten.
Monatö°Veizeichnisse des österreichischen
Kunstuereins (Wien, 8°,) 185-l, April, Juni,
Juli, August; 1855, Jänner: I8L2. Juni;
18UU-. Mai; 1888, Mai; 18«», October; 1870.
Apcil, Mai; 1871, Februar, März, Wni, De<
cember; 1872, Jänner, Februar, März. —
Frankl (Ludw. Äug, D?.), Sonnwgsblätter
(Wien, 8°.) III. Iahrg, (18«), S. 128, im
Kunstberichte über Malerei,
Schrödl, Norbert (E l fenbe in-
schnitzer und Bi ldhauer, geb. zu
Schwechat nächst Wien im Jahre
1818). Sein Vater war Eisenhändler,
starb aber früh, und da der Sohn Ta»
lent für Bildhauerei zeigte, kam er zu dem akademischen Bildhauer Friedrich
Schmidt, einem Meister, über dessen
Arbeiten alle Quellen schweigen, in die
Lehre. Im Mai 1833. damals 18 Jahre.
erhielt er die Aufnahme in die k. k. Nka»
demie der bildenden Künste in Wien und
wendete sich daselbst vornehmlich der
Elfenbeinschnitzerei zu, in welcher er es
bald zu seltener Vollendung brachte. I n
der Iahres.Ausstellung bei St. Anna
1841 trat er mit seiner ersten Arbeit,
einem Porträt aus Elfenbein, auf, wor-
auf er in der, Ausstellung 1844 ebenda
neben mehreren, in Elfenbein geschnitzten
Porträten von Privaten noch die Gyps»
abgusse von den in Elfenbein geschnitzten
Bildnissen der Grafen Woronzoff,
Malachowski, Po tock i , Szä»
pä,ry, Domherrn inOlmütz, des Fürsten
Paskewitz und deS Ritters uonParr»
likowski sammt Frau und Sohn aus»
gestellt hatte. Bis zum Jahre 1848
arbeitete er in Wien, wo jedoch von
seinen Leistungen bis dahin wenig in die
Oeffentlichkeit gelangte. Im Jahre 1848
begab er sich auf Reisen und brachte
mehrere Jahre, bis 1862, auf denselben
zu. Ende des letztgenannten Jahres
kehrte er nach Wien zurück und in den
Monats-Ausstellungen deS österreichischen
Kunstvereins waren dann von ihm zu,
sehen im November 1862 ein weibliches
Porträt, im April 1863 zwei Militär«
Statuetten und fünf BasrelichPorträts.
sämmtlich in Stearingyps. Die Jahre,
welche er im Auslande zugebracht, hatte
er sich längere Zeit in St. Petersburg,
in Paris, in London und einigen anderen
Städten Englands, in Frankfurt a. M.,
in Cöln, Dresden, Berlin u. a. O. auf-
gehalten und überall verschiedene Kunst»
werke vollendet. So verfertigte er wöh>
rend seines Aufenthaltes in St. Peters-
bürg aus Elfenbein eine Statuette des
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon