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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 347 -
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Seite - 347 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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Schroll 347 Schräll mit Munition. Bei dem Ausfalle Klap k a's am 3. August stand Alles auf dem Spiele, wenn es den Insurgenten gelang das mit Pulver beladene Schleppschiff in Brand zu schießen oder es zu nehmen. I n diesem kritischen Augenblicke bewahrte jedoch S. seine Kaltblütigkeit und Gei- stesgegenwart und führte dicht an.den Mündungen der feindlichen Kanonen stromaufwärts sein Wagestück aus. Nr hatte nämlich am 3. August g. I . bei der vor Komorn stattgefundenen Affaire dem in Gönyö stationirt gewesenen Artillerie- Commandanten, ohne dessen Aufforde» rung erst abzuwarten, sich freiwillig erbo- ten, das mit 2331 Centnern österreichi- scher und kaiserlich russischer Munition beladene Schleppschiff zu retten. Unter den mit jedem Augenblicke sich steigern» den Gefahren, vom nahen Feinde über» fallen und in die Luft gesprengt zu wer» den, vollbrachte Schrol l dieses kühne Unternehmen, welches um so mehr ge> wagt war, als hiebei ein Seil in das Wasserrad der Maschine gerieth und erst zerhauen werden mußte, ein zweites aber der Befestigung entglitt, wodurch das Munitionsschiff auf ein anderes, leer vor Anker liegendes Schiff losrannte, selbes losriß, in Folge dessen beide Schiffe auf die nahe gelegenen Scbiffmühlen zu ge> rathen auf dem Puncte waren. Capitän Schrol l versuchte nun mit dem Dampfer zu wenden und daS Munitionsschiff in das Schleppseil zu bekommen. Seiner Umsicht und Geschicklichkeit gelang eS, das schwielige Manöver mit Glück aus» zuführen, der bedeutende Nunitionsvo» rath, der sonst entweder ganz vernichtet worden oder in feindlichen Besitz gerathen wäre, wurde gerettet und glücklich nach Preßburg gebracht. Andreas Graf Thür> heim in dem in den Quellen angeführ- ten Werke schildert Schrol l als einen „der schönsten und größten Offtciere des Pionniercorps, praktisch und theoretisch gebildeten Fachmann, Crerciermeister mit ausgiebiger, deutlicher Cömmandostkmme und laschem Ueberblicke; als Wasser» fahrer oomm.s U laut, auch guten Schützen und eifrigen Waidmann". Auf Grund der vorerwähnten That, deren fast wörtliche Schilderung einem Vortrage des Feldzeugmeifters Weiden an Se. Majestät entnommen ist, erhielt S. mit kais. Cabinetschreiben vom 21. August 1849 den Orden der eisernen Krone 3. Classe, welchem statutengemäß im Jahre 188t) die Erhebung in den erb» länbischen Mterstand folgte. Russischer Seits erhielt S. den St. Stanislaus- Orden. Später bekleidete Schröll die Stelle eines Chefs des SchiffSwerftes in Alt.OfeNs gegenwärtig jene des Werftver» walterö in Korneuburg. Seit 8. Februar 188U mit Marie Selch (geb. 8.Iänn« 1828) vermalt, stammen aus dieser The: Victor ia (geb. 30. November 1880). Hi ldegarde (geb. 22. August 1884). Erwin (geb. 17. October 1861) und Gabriele (geb. 18. März 1863). Ritterstands'DipIom ääo. Wien 24. Iän> ner <«30, — (Thürheim, Andreas Graf) Licht« uno Schattenbilder auö dem Soldaten» leben und der Gesellschaft. Tage-Fragmenie und Rückblicke eine« ehemaligen Militärs (Prag i«76, Dominicus, 8°) S. 3l. — Wappen. Ein von Blau und Noch mit einem goldenen Faden quergetheilter und mit einer, schmalen goldenen Einfassung versehener Schild, Im oberen blauen Felde erscheint ein silberner Stern. Im unterm rothen Felde erhebt sich aue dem Fuhrande ein berasctei Fels, auf welchem ein golomer Löwe mit ausgeschlaaenec rother Zunge, einen einwärts gelehnten zweiarmi» «en silbernen Anker, mit der rechten Nordn» pranke an seinem Ringe, mit der linken an seinem Querholz« haltend, aufrecht steht, Um den Anker und dessen linken Arm schlangelt sich ein natürliches Tau, Auf dem Schilde ruhen zwei zu einander gekehrte gekrönte Turniechelme, Die Krone »es rechten trägt
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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