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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 157 -
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Schulhof 167 Schulhof Sorge), die er im Alter von 21 Jahren veröffentlichte, verschafften ihm, obgleich sie die Spuren der Frühreife an fich tru« gen. in literarischen Kreisen einen guten Namen. Jedoch machten ihn die sich hau- fenden BerufSgeschafte allmalig der Muse abwendig. I n den Jahren 1848 und 1349 war er auch als Redacteur des provinziellen Regierungs'Organs. der „Gratzer Zeitung", thätig. In seinem Berufe als Fachschuftsteller ist mir von ihm nur ein Aufsatz in Haimerl 's „Magazin für Rechts- und Staatswiffen« sckaftcn" bekannt, nämlich im I. Bande desselben, S. 93: „Nothwendigkeit von Reformen in Strafsachen der österreichi. schen Militärjustiz". I n einer Skizze, welche im I . 1839 das Gratzer Schrift- stellerleben in kecken Zügen zeichnet, wird aucb Schulheim's gedacht, „der so manches warme und kräftige Lied gesun- gen, der ein Freund des Gratzer Schloß» berges, die Seele des Weiden-Denkmal» Comits's ist und in liebenswürdiger Engherzigkeit seine Penaten verehrt; der als eHter Arion die Musik pflegt, bei dem^ oethe und Mozar t , Schil ler und Mendelssohn in großen Ehren Hehen und der mit-Richard Wagner auf bestem Fuße steht; der sich nur bei Festgelegenheiten hören läßt, einige Sen« timents darunter mengt, die ältlicher thun als noth, übrigens kein strenger Richter, Freund arkadischen Friedens und zu viel glücklich, zu wenig productiv ist". Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt), Nr. 3939. 43. August 1375: „Hyacinth von Sckulheim". — Scheyrer (Ludwig), Die Schriftsteller Oesterreichs in Reim und Prosa auf dem Gebiete der schönen Literatur u. f. w. (Wien 1858, lyp.<literar.-artist. Anstalt 8».) S. 457. Schulhof, Julius (Clav ier .Vi r - tuos, geb. zuPrag 2. August 1823). Sohn israelitischer Eltern. Zeigte früh ungewöhnliches Talent für Musik, erhielt einen Musiklehrer. Namens Kisch, des. sen gute Methode ihn rasch forderte, denn schon im Alter von neun Jahren konnte der talentvolle Knabe sich öffentlich auf dem Piano hören lafsen. Nun übernahm Tedesco den Spiel«, Tomaschek den theoretischen Unterricht, wobei jedoch die vermögenden Eltern darauf sahen, daß auch der übrige Unterricht nicht vernach- läsfigt wurde. I n der Zwischenzeit war er einige Male öffentlich aufgetreten. Im Alter von 17 Jahren kam er nach Paris, um dort die höhere Ausbildung zum Virtuosen zu erlangen. Auf der Reise nach Paris war er jedoch in DreS- den, Weimar, Leipzig in öffentlichen Con« certen aufgetreten. I n Paris selbst zog er eS vor, anfänglich in aller Stille seinen Studien obzuliegen und mit dem Terrain, .aus dem er wirken sollte, sich vorerst voll- kommen vertraut zu machen. So waren mehrere Jahre in künstlerischen Studien dahingegangen, und es hätte vielleicht noch langer gedauert, ehe Schulhof öffentlich aufgetreten wäre, wenn nicht das zufällige Begegnen mit dem damals schon leidenden Chopin in der Ofsicin eines Pariser Pianofabrikanten, wo Schulhof, um ein Instrument zu sei. nem Gebrauche auszuwählen, sich befand, Schulhof 's Eintritt in die Oeffentlick- keit beschleunigt hätte. Der junge Vir> tuose stellte Chopin sich vor, erbat sich die Erlaubniß, ihm etwas vortragen zu dürfen, welche der von dergleichen Vor» ftellungen und Ansuchen übermüde Cho« Pin nur höflichkeitshalber gewährte. Als aber Schulhof seinen Part vortrug, wurde Chopin aufmerksam, und als der junge Pianist geendet, begrüßte er ihn warm als Freund und Genoffen und munterte ihn zur öffentlichen Production auf. Nun wollte eS Schul Hof wagen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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