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Schultz 189 Schul), Franz
Redigirt von Dr. Franz Ladislaus Nieger
(Prag 1859, I. 2. Kober. 3e-. 8°.) Bd. VIII,
S. 574.
Schultz, siehe: Schulz von Straß
Mtzki, Leopold Ludwig s^ in diesem Bande
S.203. in den Quellen Nr. 10: Schultz
Göbel,
Schulz,Ferdinand (öechischec Schrift»
steller, geb. zu Korecznice bei Lich.
tenburg in Böhmen 17. Jänner 1833).
Als er sieben Jahre alt war. übersiedel.
ten seine Eltern nach Nimburg, von dort
kam S. im Alter von zehn Jahren an
das Gymnasium in Iungbunzlau und
1847 nach Prag, wo er in demselben
und im folgenden Jahre die Gymnasien
in der Neu« und Altstadt besuchte und
an letzterem das Zeugniß der Reife er.
langte. An der philosophischen Facultat
der Prager Hochschule widmete er sich
zunächst dem Studium der Naturwiffen-
schaften; im Jahre 4833 trat er als
Erzieher in das Haus der Gräsin Eleo»
nore Kaunitz. gebornen Gräsin Wora»
cziczky-Bissingen, wo er nahezu
ein Decennium in Diensten stand. Wah«
rend dieser Zeit betrieb er neben dem
naturwissenschaftlichen Studium auch
jenes der alten und neueren Sprachen,
der Geschichte. Literatur und Aesthetik.
Unter den fremden Literaturen waren eS
vornehmlich jene von Frankreich und
Polen, die ihn anzogen. I m Jahre 1863
unternahm er mit seinem Zöglinge, dem
jungen Grafen Kaunitz. eine größere
Reise, auf welcher er Mitteldeutschland,
die Rheingegend und Belgien, von dort
aus Paris und nach längerem Aufent»
halte daselbst die Schweiz besuchte, wo
er in Basel und Zürich langer verweilte
und dann den Rückweg über München
nahm. Auf dieser Reise betrieb er vor«
zugsweise künstlerische Studien in der Malerei und Bildhauerei. Schon seit
dem Jahre 1861 war S. schriftstellerisch
thätig und schrieb er für die „Nä.roäiiO
Ilst?", d. i. Volksblatt, historische und
literarisch'kcitische Feuilletons. Im Jahre
1862 übernahm er die Redaction der
Zeitschrift „OsvOta", d. i. die Aufklärung,
die er aber schon nach kurzer Zeit an
Fr. O< Mikes übergab; im Jahre 1866
jene der ^I^itsrarn^ listF" und im fol«
genden des „ÜkLk^ od^or literarni".
Seit 1866 ist er auch ständiges Mitglied
der Redaction der „^aroäns listF" und
«NäroänH Novin^". Für den von Mi«
kowec und spater von Halek redigir»
ten „I^mir" schrieb er schöngeistige Ar«
tikel; in der Zeitschrift »Tvet?« erschie-
nen von ihm im Jahre 1866 zwei No«
vellen: „Die junge Frau"
und „Em Jahr in Prag" (rok
außerdem mehrere andere literarische
Feuilletons. Von der ^atios. sollte seine
Schrift: Georg von Podiebrad, heraus«
gegeben werden. Im Frühjahre 1867
wurde er von den Städten Iungbunzlau
und Nimburg einstimmig in den böh«
mischen Landtag und von diesem am
13. April g. I . in den Reichsrath ge«
wählt, in welchem er, wie unsere Quelle
berichtet, „indeß ohne Zweifel nicht er«
einen wird". Ueber seine Leistungen im
Gebiete der Kunst, wie über den Werth
seiner literarischen Arbeiten und seine
Thätigkeit im böhmischen Landtage liegen
keine Nachrichten vor.
Hahn (Sigmund), Reichsraths.Almanach für
die Session 1567 (Prag, H. C. I. Satow, 8°.)
S. 144.
Schulz, auch Schlllcz, Franz (Archi-
tekt, geb. zu Fünfkirchen in Ungarn
im Jahre 1838. gest. zu Ofen in der
Nacht vom 20./21. October 1870). Er
besuchte das Gymnasium seiner Vater«
stadt Fünfkirchen, bezog dann das Wie«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon