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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 181 -
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^ Franz 481 Schulz Iosephine ' ner Polytechnikum, wo er dem Baufache sich zuwendete. Seine künstlerische Aus« bildung erhielt er an der Wiener k. f. Akademie der bildenden Künste, vor» nehmlich aber unter dem Wiener Dom- baumeister Friedr. Schmidt sBd. XXX, S. 244. Nr. 37^. diesem Gothiker ersten Ranges, der an dem großartigen Um« schwunge des Bauwesens in Oesterreich, vornehmlich aber in Wien. so wesent« lichen Antheil hat. Später, nachdem Schulz seine Studien beendet, machte er mit Unterstützung der kaiserlichen Re- gierung eine Kunstreise nach Deutschland, Frankreich und Spanien, in welch letzte« r?m Lande besonders die Denkmäler der mittelalterlichen Baukunst, deren begei« sterter Anhänger er war. seine Aufmerk- samkeit fesselten. Die Resultate dieser Reise begann er auch in einem größeren Kunstwerke zu veröffentlichen, dessen erste, seinem Lehrer, dem Dombaumeister Schmidt gewidmete Lieferung (Leipzig 4870, Seemann) die mittelalterlichen Bauten Gerona's, einer Stadt in Cata« lonien, darstellt. Auch hatte er früher schon die gothischen Baudenkmäler der Hauptstadt der Balearen, Palma, aufge« nommen und durch diese Arbeit die Auf» merkfamkeit in Fachkreisen auf sich gerich- tet. Nach seiner Rückkehr begab er sich in seine Vaterstadt und erhielt von der fön. ungarischen Regierung, nach Emerich Steindl '3. auch eines Ungais, Tode, den Auftrag zum Ausbau und zur Restauration des berühmten Schlosses Vajda.Hunyad in Siebenbürgen, welches Mathias Corvinus hatte erbauen lassen. Es sollte nun als Jagdschloß deS Königs von Ungarn in prachtvoller Weise hergestellt werden. Mitten auS dem Schaffen an seinem Worke. das im erfreulichsten Fortgange begriffen war, riß ihn der Tod, der ihn im Alter von erst 32 Jahren dahingerafft hatte. H.2 o?L2äF tükrs, d. i. Der Reichssviegel (Pesther illustr. Blatt, gr. 4«) 1864. S. 207; 5863, Nr. 12. ^Zokulos I^rftue". — Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt) 1870, Nr. 1836 u. 22i7. in den Kunstnachrichten — Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt von Dr. Karl Klun zinger (Stuttgart 1360, Ebner u. Seudert. gr. 8v.) Erqänzungsband. S. 39l. — Porträt. Lithographie ohne An» aabe des Zeichners u. Lithographen im „H.2 01-2263 tük?e" 1865. S. 113. Schulz, auch Schulz«Killitschky, nach Anderen Schulze, Iosephine (Sänge- r in , geb. zu Wien um 1790). Eine geborne Kill itschky; da sie großes Talent für den Gesang und eine unge» mein schöne Stimme besaß — sie sang schon als Kind in den Kirchen — wurde sie von der Kaiserin unterstützt und von Sal ier i Md. XXVIII , S. 97) für den Bühnmgesang ausgebildet. Im Jahre 1810 ward sie in Breslau, das eben damals eines der besten Theater in Deutschland besaß, als erste Sängerin engagirt. Von hier auS ging sie noch im nämlichen und im folgenden Jahre auf Gastrollen nach Berlin, wo sie ihre Kunst unter Righini 's Anleitung noch ver- vollkommnete. Nach drei Gastrollen, in welchen sie mit großem Beifalle auf« getreten war. wurde sie lebenslänglich engagirt und trat 4313 in der Rolle der Vestalin das Engagement an. Das Jahr vorher hatte sie sich in BreSlau mit einem Herrn Schulz, der später eine Stelle als Iuftiz.CommissariuS beim Berliner Kammergerichte erhiett, verhei» rathet. Ihr Künstlerruf gewann aber erhöhte Bedeutung, nachdem im 1.1820 Spont in i nach Berlin berufen wurde. Hatte sie bis dahin vornehmlich in Bra- vourparthien geglänzt, jetzt erntete sie in den Hcmptparthien seiner declamaiori«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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