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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 182 -
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Seite - 182 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

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Schulz Iosephine 182 Schuh) Karl schen Opern großartige Erfolge und bil« dete sich unter seiner Zeitung zu einer der bedeutendsten dramatischen Sängerinen aus. Besonders glänzte sie in den Darstellungen weiblicher Hauptcharaktere in Spontini 's Opern und mit ihrem kraftigen Naturell überwand sie die über» mäßigen Anstrengungen, die mit der Aus- führung dieser schwierigen Parthien ver» bunden waren. Ihre Glanzrollen waren: dieIul ia in der „Vestalin"; die Ama- zily in „Cortez"; Olympia, Zelia und Namuna in „Nurmahal", einmal sang sie sogar beide Parthien zugleich; Relaide und Oreane in „Alcidor"; Constantia in „Agnes von Hohen« stauffen";.Statira in „Olympia". Von Rollen in den Tonwerken anderer Com» ponisten seien genannt: Vi te l l ia in „Titus"; die Königin der Nacht in der „Zauberflöte"; die Gräf in in „Figaro"; die Constanze in der „Entführung"; die.Donna Anna in „Don Juan"; die Iessonda, die Eglantine in „Euryanthe". Ihre Stimme besaß sowohl in der Tiefe wie in der Höhe einen seltenen Umfang, ihre eigentliche Starke aber war das Groß» artige. Tragische, dabei besaß sie eine Fertigkeit in der Coloratur. die bewun» derungswürdig war. Außer in Berlin sang sie in Gastspielen zu Cafsel, Frank- fürt a. M. und Leipzig. Als im Jahre 1831 dieSontag in Berlin Gastrollen gab, entstand eine Mißhelligkeit zwischen ihr und der Sontag. Das Publicum nahm bei der Aufführung deS «Don Juan", in welcher die Sontag die Elvira sang, Partei gegen die einhei' mische Künstlerin. Aus Schmerz darüber erkrankte sie, und obgleich ihr das Publi« cum, als sie wieder auf der Bühne er» schien, vollkommene Genugthuung gab, zog sie sich doch noch in demselben Jahre ganz in die Ruhe des Familienlebens zurück. Im Jahre 1860 war sie noch am Leben. Sie erscheint Schulz, Schulze, Schultz, Schulz-Kil. litschgy und Schulz-Killitschky geschrieben. Neues Nniuersal 'Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius Schladebach, fortges. von Ed. Berns dorf (Dresden 1857. R. Schäfer, gr. 8".) Nachtrag. S. 321. — Porträt. Unterschrift: Iosephine Schultz-Kil» litschky (Lithogr., 4d., Druck von W. Korn. Berlin). Schulz, Karl (k. k. Genera l - Major , geb. zu Mainz am 39. März 1807, gest. den Heldentod in der Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866). Beamtensohn, trat im Jahre 1824 als Cadet bsi Langenau-Infanterie Nr. 49 ein, in welchem er stufenweise zum Ofsicier vorrückte, dann Adjutant des österreichi» schen Bundes-Militar-Commissions-Prä- ses, General'Majors Baron Rodicky j^Bd. XXVI, S. 223^j. darauf Haupt- mann und im Jahre 1849 Major im Infanterie-Regimente Nr. 47 wurde. Er hatte in den Revolutionsjahren 1848 und 1849 in Italien, Wien, im ungari« schen Feldzuge, in letzterem bei der Er» stürmung der Schanzen von Kapolna und ^.cs, gefochten. Dann stand er in Florenz, Bologna und Mailand. Im Jahre 1839 d'eckte er den angeordneten Rückzug des 8. Armeecorps auf der Höhe von Solferino und erhielt für die dabei bewiesene Kaltblütigkeit den Leopold» Orden. I n der Folge kam er nach Zara, wurde 1864 General-Major, kam als solcher und Festungscommandant nach Rastatt, wo er sich durch sein würde« volles Benehmen die Achtung und Liebe der Bundestruppen und Stadtbewohner erwarb. Am 23. Juni 1866 wurde er telegraphisch zur Nebernahme einer Bri« gade in der Nordarmee berufen. Schon
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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