Seite - 204 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Bild der Seite - 204 -
Text der Seite - 204 -
Schude 204 Schuber
gegebene „^rnkopisu? Liovnilc os8^o-5lo-
veu^k^", d. i, das aechisch-slavische biblio»
graphische Verzeichniß, das 1863 bei I . L.
Kober in Prag erschienen ist.
Schulze, Franz Eilhatt (Naturfor-
scher, Geburtsort und Jahr unbekannt).
Zeitgenoß. Nachdem er an deutschen
Universitäten seine Studien beendet, in
welcken er sich
vorzugsweise der Zoologie
und vergleichenden Anatomie zugewendet
hatte, bekleidete er vor seiner Berufung
nach Oesterreich die Stelle eines ordent,
lichen Professors der genannten Gegen
stände an der Universität in Rostock.
Als OscarSchmldt M . XXX, S. 309.
Nr. 92^>. seit 4837 Professor der Zoologie
an der Gratzer Hochschule, im Frühlinge
4872 einem Rufe in dieser Eigenschaft
an die neuerrichtete Reichs-Universität in
Straßburg gefolgt und nun diese Lehr-
kanzel in Gratz verwaist war, sah sich
das Gratzer philosophische Professoren-
Kollegium nach einer dem abgehenden
Lehrer ebenbürtigen Kraft um und wen.
dete sich deßhalb frageweise an zwei. im
Gebiete der deutschen Wissenschaft her-
vorragende Männer, an Häckel in Jena
und Schulze in Bonn, welche dem
jungen Gelehrten, den man als O<
Schmidt's Nachfolger in Ausficht ge-
nommen hatte, die wärmste Anerkennung
zollten. Nunmehr erfolgte Schulze's
Berufung als Professor der Zoologie
und vergleichenden Anatomie an die
Gratzer Hochschule, jedoch knüpfte S. an
die Annahme derselben als erste Bedin«
gung die Errichtung eines zoologisch»
zvotomischen Institutes und die Gewah.
rung einer entsprechenden Iahresdotation
für dasselbe, welche denn auch ausge«
sprochen wurde. Auch knüpfte man an
seine Berufung die Verwirklichung einer
zoologischen Station in Trieft, welche
seiner Zeit von Kail Vogt und Oscar Schmidt angeregt, von der Regierung
zu errichten und mit der Gratzer Hoch«
schule in Verbindung zu setzen beschlossen
wurde. Was S.'s wissenschaftliche Lei-
stungen betrifft, so beruht seine. Starke in
mikroskoHisch«anatomischen Forschungen,
auf deren Erweiterung und Förderung die
wissenschaftliche Zoologie der Gegenwart
vornehmlich bedacht ist. Im Jahre 1362
trat er mit seiner ersten Arbeit in diesem
Gebiete auf, es war die Abhandlung:
„Aeder die Gndigungen der Mrnernen bei Am-
phibien und Fischen"; sein für Stricker's
„Handbuch der Gewebelehre" (Leipzig
187t) geschriebener Artikel über „die
Lungen" wird für eine Meisterarbeit
nach der compara!id>anatomischen Rich»
tung bezeichnet; ein Gleiches sagte die
Fachkritik von seiner darnach erschienenen
Monographie: „Neber den Nun und tiie Gnt-
Wickelung der iüorä^Iopksra lacustris".
Dumreicher (Armand Freiherr v.), Die Ver.
waltung der Universitäten seit dem letzten
politischen Systemwechsel in Oesterreich (Wien
4873. Alfr. Holder, gr. 8°.) S. 33.
Schulze. Iosephine, siehe: Schuh,
auch Schulz - Killitschkl) , Iosephine
Schulzer von Müggenburg, Stephan
(k. k. Haupt mann und Mykolog,
geb. zu Vidusevac im ersten Banal»
Grenz-Regimente am 19. August i802).
Nachdem er den Elementarunterricht im
Elternhause erhalten hatte, kam er dann,
für die militärische Laufbahn bestimmt,
in das k. k. Cadeten-Institut nach Olmütz.
aus welchem er in die active Armee
übertrat. I n derselben stufenweise zum
Hauptmann befördert, hatte er das
Unglück, bei einer Feuersbrunst durch
Ueberanstrengung und werkthatige Hilft
.sich dermaßen zu schädigen, daß er bei»
nahe ganz gelähmt wurde und sich in
den Ruhestand übersetzen lassen mußte.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon