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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 211 -
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Schumacher 211 Schumacher über die 4< Abtheilung heraus und diese in 4 Heften hat auch den abgesonderten Titel: „Sympathie. Oin Uamnn uns dem lite- rarischen Nachlasse einez Wiener Zrztez mit einem einleitenden Phanta2ie5tückr: Der Gefangene" (Wien 1830. Lechner. 8^.); der Roman, selbst bei einzelnen unleugbaren Schön- heiten, laßt doch Manches zu wünschen übrig; hingegen ist das einleitende Vor» wort: „Der Gefangene", eine Probe von „Dichtung und Wahrheit", ergreifend, ja packend erzählt und von hohem In» tereffe; — daS folgende Touriftenbuch ist wohl zunächst Lohnarbeit. eS betitelt siäf: „Ner Führer nber ilen Semmering. Vollständige Beschreibung der Natur» und Nunstmunder auf der Gisenbllhn von Gloggnitz bi'5 Mür^nZchlllg. Mit einer (lith.) Karte der Nahn und der Vmgebung" (in Qu. Fol.) (Wien 4832. IaSpe^'s Witwe, 16l>.), wovon im fol- genden Jahre eine zweite vermehrte Auf» läge erschien. Ungleich größer aber ist die Zahl seiner Uebeisetzungen. der in ver» schiedenen Zeitschriften. Sammelwerken, Almanachen u. f< w. zerstreut gedruckten Arbeiten, von denen letztere manches Beachtenswerthe enthalten. So übersetzte er bald nach den lyrischen Dichtungen Shakespeare's für eine. wenn Her« ausgeber dieses Lexikons nicht irrt, auch von TrentsenSky veranstaltete Aus» gäbe der Werke Calderon'S de la Bar ca. mehrere Theaterstücke des spa« Nischen Dichters im Versmaße der Ur« schrift, wovon auch einige einzeln aus» gegeben wurden, und zwar: „Nebe, Macht nnd Ohre" (Wien 4827. gr. 16".); — „Hie Vrellierhühung" (ebd. 4827); — „Ner Nrst Zeiner Ghre" (ebd. 1828); dann von Eugen Scr ibe: „Die Fesseln", „DaS Glas Waffer" und „Oscar"; von F. Mora t i n : „Die neue Komödie", das erste spanische Lustspiel, das sich der neueren Schule anschloß; in dem schon angeführten, von ihm begründeten „Wie« ner Gesellschafter" hat er österreichische Volksmärchen in niederösterreichischer Mundart veröffentlicht, u. z.: „D'Gansl- hiadderin", „Hansl, siarcht di nid" und „Hops'nhiatl". I n Feuilletons von Journalen erschienen außer zahlreichen Uebersetzungen englischer und französischer Romane auch die Original°Romane: „Der Prinz von Lothringen", „Ein Wie« nerKaufherr" und „Wolfgang Schmelzt", worin sich ein geschicktes Erzählertalent kundgibt. Länqere Zeit schrieb er auch für die von 3. Ä. Fr an kl herausgege« benen , Sonntagsblätter" die Kritiken über das Hofburg.Theater. Was nun seine literarische Charakteristik anbelangt, so war S. mehr eine kritische als eine schaffende Natur; feine dramaturgischen Berichte über neue, im Burgtheater auf» geführte Stücke, welche sich im Vogl» schen „Morgenblatte", dann inFrankl's „Sonntagsblättern" und in seinem eige» nen Journal: „Die Gegenwart" besin» den, sind meisterhaft und stechen von der im Vormärz üblichen kritischen Wirth« schaft in anderen Blartem, vornehmlich in der Bäuerle'schen „Theater-Zei. tung" und in Saphir 'S „Humorist", vornehm und wohlthuend ab. Als Poet ragt S. minder hervor, seine Dichtungen tragen durchaus kein individuelles Ge« präge, aber ernsten Gehalts, sind sie rein in der Form, lesen sich gut und »uthen angenehm an. Insbesondere aber in der Prosa stechen seine Sprachgewandtheit und vollendete stylistische Durchbildung, namentlich in einer Zeit wohlthuend her- vor, in welcher sprachliche Unbehilflichkeit und Schwerfälligkeit ein herrschendes Uebel waren, und wie sein Biograph treffend bemerkt: „notable Gelehrte statt „auf dem" regelmäßig „am" schrieben und nahezu alle Welt „ohne" mit dem
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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