Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 213 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 213 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

Bild der Seite - 213 -

Bild der Seite - 213 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

Text der Seite - 213 -

Schumacher 243 Schumer rial'Assessor ^8t7 den Prinzen Kar l von Wald eck auf die Universität Heidelberg, bei welcher Gelegenheit er selbst die Rechte stu. dirte. Im Jahre lsl9 besuchte er mit dem Prinzen Wien. wo er längere Zeit sich auf- hielt. Diesen Wiener Aufenthalt, den er spä- ter wiederholt zu haben scheint, benutzte er zu lyrischen Ergüssen und Studien über Land und Leute, die in zwei Sammlungen erschie» nen. betitelt: „Herz, Schmerz und Scherz in Liedern" (Wim 1521); — „Bilder aus den Alpen der Steiermark" (ebd. 1822); das letztere Buch wurde wegen des darin enthal» tenen Gedichtes „Prinz Johann" von der Wiener Polizei mit Beschlag belegt und erst wieder freigegeben, nachdem das genannte Lied daraus entfernt worden war. Im Jahre 1848 tauchte es wieder auf und wurde viel« fach verbreitet. Auch der Wiener Bühne ist sein Name nicht fremd geblieben. Das Thea» ter an der Wien brachte von ihm folgende Stücke zur Aufführung.- „Sigune", nordisches Märchen in 3 Aufzügen, am 2t). November 1323; — „Die Unzertrennlichen", Drama nach dem Französischen, am 11. September 1824, und „Der Felsenthurm auf Rabenhorst", Melodrama. Mit Soldaten, Schlachten. Geistern, Pferden, Sdectakel, Einsturz eines TdurmeS, im October 1826. Später verließ S. die theologische Laufbahn, wurde Kamnnr. rath bei der Domänen« und Forstkammer, zuletzt Archivar, verließ 1834 den Staatsdienst und lebte in Pyrmont, ad und zu größere Neisen machend, auf deren einer er zu MoS» kau im Jahre 1864, im Alter von 74 Jahren, einem Nückenmarksleiden erlag. Auch ihm erging es wie seinem Wiener Namensvetter Andreas Schumacher, die Literaturge« schichten kennen seinen Namen nicht. ^Abend» zeitung. Von Theodor H el l , 1824. Nr. 32 u. 289; 1827, Nr. 3.z Schumavsky (sumavsky). Joseph, siehe: Frantll, Joseph ^Bd. IV, S. 340). Schumer, auch Schummer, Johann (Maler inBöhm en, lebte im 48. Jahr. Hunderte, Geburts« und Todesjahr unbe« kannt). Er lebte als ansässiger Bürger in Prag, malte in Oel und radirte in vollendeter Weise, leider nur Weniges, denn sein ganzeS Werk besteht auS nur fünf Blattern. Ueber seine Lebensum» stände ist nur sehr wenig bekannt. Für die Decanatskirche in Laun hat er ein Altarbild gemalt, das ihm mit 800 fi. bezahlt wurde. Außerdem sind von ihm schöne Landschaften, mit Vieh staffirt, vorhanden, und auch als Theatermaler besaß er seiner Zeit großen Ruf. Aus dem Umstände, daß seine Oellandschaften im Style Berghem's gehalten sind und auch seine radirten Blatter den Cha- rakter der hollandischen Schule an sich tragen, vermuthet Nag ler, daß er ein gebürtiger Holländer sei. Seine fünf Blatter sind: „Mndschatt, rechts eine Gritnke mit dem Nrunnen daran, an der Griinke eine Ruh, am Brunnen ein- junger Hirt angelehnt" (Höhe 3 Zoll 6 Linien. Breite 8 Zoll); unten am Sockel des Brunnens steht undeutlich und verkehrt der Anfang deS Namens S chumer. Es gibt auch Aetz« drucke vordem Monogramm. Das Blatt, wovon ein Exemplar in der Sammlung des Grafen Sternberg-Mander» scheid sich befindet, ist.ungemein selten; — „Gin alter bärtiger Hirt in zerrissenen Beinkleidern, neben dem ein llutspringender Hund, liihrt hinter sich zwei Kühe — vom Kalbe steht man nur den Kopf — melchk ein Nauernsnnge nachtreillt" (Höhe 3 Zoll 3 3in., Breite 7 Zoll 8 3in.), auf einem Steine steht: ^oann Iokuraer ksoit. Ein schönes, auch ungemein seltenes Blatt, im Katalog der Winkl er'schen Samm» lung irrthümlich dem Holländer Jan van Somer (geb. um 1640. gest. um 1700) zugeschrieben; irn Weigel'fchen Kunstkataloge (1346) war eg auf acht Thaler bewerthet; — „Smei Klinker, welche drei gestohlene Ochsen tühren" (kl. Fol.); — „Gine Ruhheerde, in der Mitte mrn eine 3uh, welche langhlllmige Rriinter trisst" (Hohe 5 Zoll 7 Linien. Breite 3 Zoll 4 Linien); — „Gin ank der Grde liegender Hirt» nnr dem eine Ach, im PraM nach rechts, steht" (Höhe
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich