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Schummer 214 Schunn
3 Zoll 3 Linien, Breite 5 Zoll 4 Linien).
Noch ist ein Blatt bekannt, das an einem
Baume einen jungen Mann mit zwei
Hunden darstellt und unten s^. 8. bezeich'
net ist; es ist 3 Zoll 6 Linien hoch und
8 Zoll breit. Nagler schreibt es auch
unserem Künstler zu. Sämmtliche vor»
beschriebene Blätter sind von großer
Schönheit, alle sehr selten und hoch im
Preise.
Dlabacz (Gottfried Ioh,), Allgemeines histc.
rifches Künstler>Lerikon für Böhmen und zum
Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag
!8l5, G. Haase, 4°.) Bd. I I I , Sp. 74. —
N eue B ib l i o thek der schönen Wissenschaf-
ten und freien Künste, Vd. XX, Stück 2,
S. 290.
Schummer, siehe: Schllmer, Johann
sten Voriges.
Schllllko, Franz (Maler, geb. in
Böhmen, lebte im 18. Jahrhunderte).
Ueber diesen Künstler, welcher im Jahre
1762 Mitglied der Wiener k. k. Akademie
der bildenden Künste wurde, sind nähere
Lebensnachrichten nicht vorhanden. Wie
Franz Tschischka in seinem Werke:
„Kunst und Alterthum" berichtet, befindet
sich it? der Bildersammlung der genann»
ten Akademie von seiner Hand eine
„Nimm mit keai öchllltenden Ondqmiun". Der
Künstler starb im Jahre 1770. Füßli
erwähnt eines Anton Schunko, der
Ehrenmitglied der obigen Kunstakademie
war. Vielleicht ist eS eine und dieselbe
Person mit unserem Franz Schunko.
Tschisch a (Franz), Kunst und Alterthum in
dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836.
Fr. Beck. gr. 8".) S> 55.
Schulin, irrig Schuun. Jacob, der
Vater und seine Söhne Andreas, Ia>
cob und Johann. Eine verdienstvolle
fiebenbürgische Protestantenfamilie. Ja-
cob, der Vater (geb. zu Hermannstadt
27. August 1691. gest. 10. Juli 1739). . begab sich, nachdem er die Schulen in
seiner Vaterstadt beendet, im Frühlinge
1710 nacb Halle, wo er das kön. Päda»
gogium besuchte. In seine Vaterstadt
zurückgekehrt. war er anfänglich im
Dienste der schule thätig, bis er im
Jahre 1729 die Pfarre zu Neudorf er-
hielt. Im Februar 1732 vertauschte er
dieselbe mit Heltau, wurde 1741 Pfarrer
zu Birthelm und am 10. Februar d. I .
Superintendent, in welcher Stelle er bis
an sein im Alter von 68 Jahren erfolg,
tes Lebensende verblieb. Außer einigen
Gelegenheitsreden, welche Trausch auf»
zählt, worunter eine zum Lob- und
Trauergedachtnifse des Kaisers KarlVI. .
hat er nichts durch den Druck veröffent»
licht. Durch ein Ereigniß, das sein Leben
bedrohte, ist er besonders denkwürdig.
Ein gewisser Bogeslaus Ignatius von
Makowsky beschuldigte ihn und mit
ihm den Mediascher Stadtpfarrer Georg
Ieremias Hauer Md. VI I , S. 299^,
er, Makowsky, habe ihn erkauft, nach
Constantinopel zu gehen, um Siebenbür«
gen der Pforte zu verhandeln und ihm
zu diesem Zwecke verschiedene heimliche
Briefschaften mitgegeben. Schunn und
Hauer wurden verhaftet und Beider
Leben stand auf dem Spiele. Glücklicher
Weise wurde die Fälsckung der Hand»
scdrift und Siegel, welche Makowsky
genug scklecht nachgeahmt, entdeckt und
Beide, deren Verurtheilung zum Tode
sonst sicher war, wurden unter dem Jubel
der Bevölkerung freigegeben. Makow»
sky. wie eS sich
später enthüllte, war ein
übelberüchtigtes Subject, der noch vielen
anderen Wohlthätern in anderer Weise
schlimm mitgespielt hatte. — Von
Schuun's Söhnen trat Andreas (geb.
l6. October 1722. gest. 7. Jänner 1766)
in die Fußstapfen des Vaters, wurde,
nachdem er it? Jena und Halle studirt,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon