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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 215 -
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Seite - 215 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

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Schunn 215 Schüppaiyigh im Jahre 1730 Schulrector in Hermann» stadt. 1738 Archidiakon oder Stadtpre« diger. 1762 Stadtpfarrer, bald darauf Syndicus und 4763 Decan des Hermann- städter Capitels. Eine Verkühlung, welche er sich während der Predigt am Neu» jahrstage 1766 durch die große Herr» schende Kälte zugezogen, machte seinem Leben im Alter von erst 43 Jahren ein Ende. Seiner Umsicht verdankt das Her. mannstadter evangelische Gymnafmm eine wohlthätige, das Wesen des Unterrichts machtig fördernde Reform, zugleich er> hielten die Lehrer ein höheres Gehalt. Außer einigen Gelegenheitsreden, darun< ter eine auf weiland Kaiser Franz I.. erschien von ihm ein „Vollständig vermehrtes HermnnnLtäütiLches Gesangbuch, darinnen 633 auserlesene alte nnd neuere Veder gesammelt Vnu nach den Abtheilungen des geoffenbarten Ahrbegriffs in Ordnung gebracht wardrn . . . " (Hermannstadt 1766. gr. 8".' wieder 1770 und 1776). — Ein anderer Sohn. Jacob (gest. 30. Juni 1761). widmete sich dem ärztlichen Berufe, dessen Wissen- schaften er in den Jahren 1742—1746 an den Hochschulen zu Halle und Jena studirt hatte. Nach seiner Rückkehr in's Vaterland wurde er Stadtphyficus zu Mediasch. Als Inaugural.Dissertation gab er heraus: „Ds nzo^öo^nl ^s?- )N0?-boS <?55?-<2t«'oNS" s^ SU.2.6 1746, 4".), derselben ist beigefügt Ioh. Adolph We- del's „?r0P6rüpr.io0ti inkUFurals äe pro äiri^knäis ludiz- Leu ", worin zuletzt von Schunn's Lebensgeschichte, besonders der akademi» schen, gehandelt wird. — Der dritte Sohn. Johann (gest. 1. December 1779). mit dem die Nachkommenschaft der Fa» milie erlosch, war zuletzt Senator in Her» mannstadr. In seinem letzten Willen hin» terließ er der Hermannstädter Gymnasial» Bibliothek eine schöne Sammlung von römischen und vaterlandischen Münzen, worüber Joseph Et t inger in seiner „Uuwopk^Iaoii ft^runHZii Oid. ^.. 0. aää. äesoriptio« (Oidiaii 1848, 4«.) p. 6 6t L.) berichtet, dann seine numis- matischen und historischen Schriften; zwei Foliobande seiner geschichtlichen Collecta» neen sind mit der Handschristensammlung I . K. Eder's Md. I I I , S. 428) an daS Pesther ungarische National-Museum ge« langt. Seivect (Johann), Nachrichten von Sieben» bürgischen Gelehrten und ihren Schriften (Preßburg 1783. Weber u. Korabinski. 8«.) S. 392—398. — Trausch (Ios.). Schrift, steller-Lexikon oder biographisch-literarische Denk-Blätter der Siebenbürger Deutschen (Kronstadt l8?l, Ioh. Gott u. Sohn^ gr. s".) Bd. I I I , S. 264—268. — Ungarisches Magazin. Bd. I, S. 73. Schuplikatz, siehe: 8uftlikaö von Vitez. Stephan. Schuppanzigh, Ignaz (Tonkunst- ler, geb. zu Wien im Jahre l776, gest. ebenda 2. Mai 4830). Sein Vater war Professor an der Wiener Real'Aka» demie; der Sohn widmete sich im Anbe« ginne nur aus Liebhaberei der Musik, allmälig aber, da er ein vortrefflicher Violinfpieler geworden, wäblte er diese Kunst zu seinem Lebensberufe und blieb ihr bis an sein Ende treu. Die Concerte im Augarten datiren auS ziemlich früher Zeit. Schon im Jahre 1781 gab Mo» zart in demselben (am 26. Mai'1 ein Concert. Nun folgten bald mehrere. Zu großer Beliebtheit gelangten sie. als der Vice-Präfident Franz Bernhard Ritter von Keeß sich der Augarten»Concerte annahm. Keeß selbst dirigirte sie. irr jedem Sommer fanden deren zwölf Statt. Nicht mehr so glänzend waren sie. als zu Anfang der Neunziger-Iahre der Violin- spieler Rudolph die Direction über«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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