Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 218 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 218 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

Bild der Seite - 218 -

Bild der Seite - 218 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

Text der Seite - 218 -

Schuppen 218 Schuppen führte Caricatur Schuvpanzigh's (Wien l8lO. 80), die sehr selten ist. bekannt. Schuppen, Jacob van (Maler und Director der k. k. Akademie der bilden» den Künste in Wien, geb. zu Antwer. ven im Jahre 4669. n. A. zu Par is im Jahre l 670, gest. zu W i en 29. Iän- ner 1731). Ein Sohn des berühmten Kupferstechers Peter van Schuppen, der ein Schüler Nanteui l 's war und daher auch der kleine Nanten i l (1<2 pv^t Nantsni l ) genannt wird. Die Kunst erlernte er im Hause seines Vaters und bei seinem Oheim Nikolaus de 3ar- gi l l iöre. einem berühmten Bildniß« maler seiner Zeit, der in Paris seine Kunst ausübte und zu den bedeutendsten Künstlern seines Faches gezahlt wird. Im Jahre 1704 wurde er mit dem Auf» nahmsstücke: „Die Jagd des Meleager" Mitglied der Pariser Akademie. Dann arbeitete er einige Zeit am lothringischen Hofe, kam 1746 nach Wien und wurde 1720 Hof« und Kammermaler. Auch Jacob van Sch. widmete sick der Bild» nißmalerei, die er fast ausschließlich aus« übte, so daß, wenn er den Auftrag erhielt, ein Altarbild zu malen, er nur einzelne Figuren desselben ausführte, wie dieß der Fall ist auf dem Altargemälde der Frauencapelle zu Hernals nächst Wien, auf welchem die Figuren des h. Bartho» lomäus und Judas Thaddäus von sei» nem Pinsel herrühren. Nur der in der Karlskirche befindliche „H.Anrus" ist ganz von ihm gemalt. In Wien war es S. vorbehalten, einen ebenso nachhaltigen, als wohlthuenden Einfluß auf die Ent> Wickelung der Künste zu nehmen. Im Jahre 1701 war der Grund zu einer Maler« und Bildhauer-Akademie gelegt worden. Es wird darüber im ZebenS» abrisse des Malers Peter vonStrud l . welcher von Kaiser Leopold I. der Erste mit der Ausführung dieses Gedan» kens betraut worden. Näheres berichtet werden. Nach Strudl 'S im Jahre 1714 erfolgten Ableben machte diese Kunstschule, die sich. wie es den Anschein hat, damals in dem in der Wahringer» gaffe gelegenen, nach seinem Eigener Strudlhof genannten Hause befand, eine mehrjährige Pause und trat erst am 1. September 1723 wieder in's Leben. Gundaker Graf Al th ann kommt der wesentlichste Antheil um die Wiederbele« bung der Akademie zu. Mit 1. Septem» der 1723 wurde der seit bereits zehn Jahren und zuletzt als Hofmaler ansäs- sige Ja cob van Schuppen als „Prä« fect der Akademie in der Malerei und anderen freien Künsten" mit jährlichen 1000 ft. angestellt, auch zur Beischaffung der ersten Einrichtungssachen eine kleine Dotation (200 fl.). dann zur Unterhat- tung der erforderlichen Leute und sonsti- ger Erfordernisse und endlich an Zins« geld im Ganzen ein Betrag von 1613 fl. angewiesen. Im Jahre 1733 erfolgte die Uebertragung 'der Akademie aus dem W i sen d'schen Hause, wo sie sich bisher befand, in das Haus Gundaker's Grafen Alth ann. der dafür einen Iahreszins von 2000 fi. bezog. Im Jahre 1732 wurde van Schuppen'S Gehalt auf 2000 fl. jahrlich erhöht und ihm ein Hauszins von 800 fl. angewiesen. All« mälig wurden ein Kupferstecher, ein Secretar mit entsprechenden Gehalten angestellt und mehrere Scholaren mit Pensionen betheilt. Im Jahre 1742 be- stand bereits auch eine Bildhauerschule, ferner eine Bibliothek für Maler und Bildhauer und im Jahre 1744 wies die Kaiserin Mar ia Theresia dem Aka« demie»Director v. Schuppen ein Jahr« gehalt von 4000 fl. an. Im Jahre 1747 erfolgte die Ueberfiedelung der Akademie
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich