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Schuselka 232 Schuselka
tragen). — 1866. Mit thei lungen des
Vereins für Geschichte der Deutschen in Böh»
men (Prag. gr. 8°) V. Jahrgang (1866).
S, 528. im Aufsahe: „Die Czechen und die
Adelsfrage" s.Schu selka will die Abschaf.
fung des Adels). — 1807. Neue freie
Presse 4867. Nr. 858. in der Rubrik: „In<
land. Wien. 18. Jänner. Franz Schuselka
und die Zwanzig". — Neu'Oesterreich
(Wiener polit. Blatt) 1867. Nr. 1: „Ist
Schuselka noch der Alte?" ^Dieses schreibt:
»Schuselka ist, was er gewesen, und das
Volk ist undankbar, wenn es
sich
ohne Ursache
von seinem gewesenen Lieblinge abwendet".
Anders illustrirt Friedrich Uhl diese Frage
in einem: „Wiener Chronik" überschriebenen
Feuilleton der „Neuen freien Presse" 1865,
Nr. 434. indem er anläßlich des Schillerfestes
einen Vergleich führt zwischen dem Schiller»
festjcchre 1839 und dem Jahre 1863. „Welch
ein Unterschied", schreibt Uhl. „zwischen da.
male und heute! Damals war die Bahn frei
wie heute, damals aber keimte daS erste Grün
und heute ist der letzte jener Hoffnungsschöß»
linge verdorr:. Damals träumte man vom
einigen Deutschland, vom freien Oesterreich,
heute träumt man nicht mehr, der Fürstentag
gehört der Geschichte an. wie die Verfassung
Oesterreichs; damals hielt Schuselka die
Antrittsrede der neuen, heute begrüßt er die
neueste Aera; damals feierte man Schu,
selka den Deutschen und entschädigte ihn
für ein Hohnwort der Czechen: „8ob.u.LsIK»
väui xlio"; heute schreibt Schuselka, der
sich an seine böhmische Abkunft erinnert zu
haben scheint, liebenswürdige Absagebriefe
dem deutschen Wien, das bald für ihn eine
— Straßen-Symphonie gespielt hätte und
die Böhmen des „Vaterland" jauchzen ihm
zu; damals flammten nicht nur die Fackeln
des Zuges, der die Stadt mit einem Licht-
kreise umzog, sondern auch die Geister; heute
flackert nur der Gaslichtkreis der Ringstraße,
kalte frostige Gesichter beleuchtend; damals
waren viele Sterne im Aufgehen, heute ist es
nur noch jener des Grafen Agenor Gotu.
chowski, des Professoren« und Gelehrten»
Hassers, des merkwürdigen Mannes, der die
Bibliothek des Staatsministeriums in Keller«
räume verwies und in der Halle, in welcher
die Handbibliothek gestanden, das Büffet auf»
schlug und die Flaschenkeller einquartierte".)
— 1868. Neue freie Presse, 8. Jänner
4868, Nr. 1205, im ersten Leitartikel: „Ein
Unzufriedener'. —1869.Neue freiePresfe, 30. September 4869, Nr. 1829, in der „Klei-
nen Chronik": „Zokussika 22m xiso". —
1870. Morgen «Po st (Wiener polit. Blatt),
XX. Jahrg. (1870), Nr. 159. im Leitartikel:
„Schuselka und Smolka". — 1871. Neue
freie Presse, 21. Sept. 187l, Nr. 2521.-
„Schuselka's Candidatur".
III. Ichuseika - Derger - Skandal. Fremden-
Blatt . Von Gustav Heine (Wien, 4<>.>
1861. Nr. 102 u. 103: „ In Angelegenheiten
Schuselka's. Schuselka-Comits". — Mor-
gen-Post (Wien, Fol.) 1861, Nr. 103:
„Die Angelegenheit des Herrn Dr. Schu,
selka". — Vaterland (Wiener Parteiblatt)
1861. Nr. 85. in der Wiener Vocal-Zeitung:
„In Geldsachen hört die Gemüthlichkeit auf"
seine Erklärung des Dr. I. N. Berger in
Schuselka's Angelegenheit); Nr. 87, in der
Wiener Local-Zeitung: „Der Schuselka-Ber«
ger-Scandal", „ In Sachen Schuselka-Ber»
ger's" und die folgenden acht Nummern der
Wiener Loc.-Ztg., ferner unter den Leitarti»
leln: „Der Scandal des Tages"; dasselbe,
1861, Nr. 88, in der Wiener Local-Zeitung:
„Neue Erklärung Schuselka's und Antwort
darauf von Johannes Nord mann" l^ schmu»
tzige Wäsche); Nr. 91, in der Wr. Loc.-Ztg.:
„Die Wiederwahl Schuselka's", „Das Schu.
selka-Comits", „Sie wollen theilen". —
Wanderer (Wiener polit. Blatt) 1861,
Nr. vom 15. April, im Feuilleton: „ In An.
gelegenheiten Schuselka's".
IV. Vorträte und Witzbilder. 1) Unterschrift:
Facsimile des NamenSzuges: Franz Schu«
selka. Däuthage (lith.) 186l. gedruckt bei
Ios. Stoufs in Wien. — 2) Hickmann
lith. (kl. Fol.). — 3) Unterschrift: Facsimile
des Namenszuges: Franz Schuselka. Krie.
huber (lith) 1861, gedr. bei Ios. Stoufs
in Wien. — 4) Unterschrift: Schuselta (Wien).
Nach Vogel's Lichtbild. Metzeroth soulys.
(3".) sauch Nr. XXII der neuen Folge der
„Galler« der Zeitgenossen"). — 5) Unter»
schrift: Franz Schuselka. Mitglied der const.
Nationalversammlung" (Steindruck von F.
Walther, Weimar, 3«.) s^chlechte Lithogra-
phie). - 6) Lithographie (Leipzig. Keil, 4«.).
— 7) Unterschrift.- ^rautiZOk SokuAsIK».
L562U1 K. 2l2.ixQsr ^Holzschnitt in den
„Xvst?" 1870, Nr. 34). — 8) Unterschrift:
PiAntissk Iuseika. Nach einer Photographie
gezeichnet von Joseph Mukarovsky s^ im
n8vst02or«, Holzschnitt). — 9) Sehr ähn-
licher Holzschnitt in der „Constitutionellen
Volks-Zeitung" (Wien, kl. Fol.) 1863, Nr. 8.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon