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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
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Schuster, Ignaz 24ft Schufte^ Ignaz zur' deutschen Mythologie"; — für 1837/38: „Aufgaben der germanistischen Studien in Siebenbürgen"; — für 186 i/62: „Ueber das walachifche VolkS- lied mit einer Auswahl erläuternder Bei« spiele"; — für 1862/63: „Ueber den in einigen Ortschaften Siebenbürgens bei Hochzeiten üblichen Rösseltanz"; — für 1366/67: „Ueber alte Begrabnißstätten bei Mühlbach" — und für 1368/69: „Zur Kritik des Märchens vom KönigS« söhn und der Teufelstochter". Auch er« schien von S. ein Bändchen „Gedichte" (Schaßburg 1838 sDruck von E. C. El- bert in Leipzig), 12".). S.'s Arbeiten bilden höchst schätzbare Beitrage zur Cut» turgeschichte Siebenbürgens; er geht dabei mit Scharfsinn und kritischem Blicke vor und seine Schriften können in Form und Ausführung anderen, welche in die» sem Gebiete arbeiten, als Muster dienen. Trausch (Joseph). Schriftsteller-Lexikon oder biographisch-literarische Denk-Blätter der Sie, benbürger Deutschen (Kronstadt l87l, Ioh. Gött. gr. 3".) Bd. I I I , S. 269 u. f. Schufter, Ignaz (Schauspieler und Sanger, geb. zu Wien 20. Juli 4770. n. A. erst 1779, gest. ebenda 6. November 1833). Schuster's Vater war Kirchenschneider im Schottenstifte in Wien und besaß zugleich ein Wirthshaus, „zum Staberl" genannt, aus welcher Schenke die berühmt gewordene Rolle des „Staberl" und die „Staberliaden" ihren Ursprung ableiten. Den Unterricht erhielt der geistig sehr begabte Knabe bei den Schotten. Im Alter von sieben Jahren lernte er singen, und da er großes Musiktalent zeigte, wurde er schon im folgenden Jahre, 1786, Sangerknabe im > Stifte und blieb daselbst als Sopranist bis zu seinem neunten Jahre. Sein Fjeiß und sein Talent geluannen ihm das Wohlwollen des HofcapellmeisterS Eyb ler j^Bd. IV, S. 420), der auch dem anstelligen und fleißigen Knaben erhöhte Aufmerksamkeit zuwendete und seine sorg- fältige Ausbildung in der Musik sich an« gelegen sein ließ. Ueber seine Veranlas- sung erhielt er von Franz Volkert unentgeltlichen Unterricht im Pianoforte, begann auch frühzeitig daS Studium des Generalbasses und unter seiner unmit« telbaren Anleitung versuchte sich S. in kleineren Kompositionen. Das Gym- nafium und die philosophischen Studien hatte er bereits vollendet und es galt nun, ein Brotstudium zu ergreifen. S. schwankte in der Wahl zwischen Theolo» gie und Jurisprudenz. Er sang damals als Bassist im Schottenstifte und bezog dafür ein geistliches (Jesuiten-) Stipen« dium jährlicher 100 Gulden. Da wurde er um diese Zeit mit dem damaligen Eigenthümer und Director des Leopold« ftädter Theaters, Karl von Mar ine l l i sBd. XVI, S. 445^>, bekannt, der bald in dem jungen Manne, defsen Heiterkeit und glückliche Auffassungsgabe ein nicht gewöhnliches darstellendes Talent er- rathen ließen, großes Geschick zum Schau- spieler erkannte, und eS bedürfte gar nicht starker Ueberredung, ihn für die Bühne zu gewinnen. So wurde er 1301, damals 22 Jahre alt, für komische Parthien in der Oper engagirt, indem er einen An- trag als Basfist für das fürstlich Eßter- häzy'sche Theater in Eisenstadt abge- lehnt hatte. Am l t . December 1801 betrat S. als Johann Schneckin den „Schwestern von Prag" zum ersten Male die Bühne, der er bis wenige Wochen vor seinem Ableben treu geblieben war. Im Anbeginne mit kleinen Rollen be- schäftigt, wußte er doch dieselben so eigen- thümlich zu gestalten und in jede der- selben so viel Pikantes zu legen, daß sich ihm bald die allgemeine Aufmerksamkeit
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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