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Schufte^ Ioh. Const. 247 Schuster) Ioh. Const.
ler (Wien is46, Ler. 8°.) Bd. I I , S.
snach diesem auch geb. im Jahre 1770^. —
Seyfr ied (Ferdinand Ritter v.). Rückschau
in das Theaterleben Wiens seit den letzten
fünfzig Jahren (Wien 1864, 8v.) S. 270:
„Ein Jeder sei sich „Manns" genug". —
Weschel. Die Leopoldstadt bei Wien (Wien
1824). S. 562. — Porträte, t) Unterschrift:
Ignaz Schuster > k. k. Hofkapellensänger I
und Schauspieler der Leopoldstädter Bühne.
Mahnte xix., I . Blasch ke 20. (oval, 8».);
— 2) Ignaz Schuster als falsche Primadonna
in Krähwinkel. Gemalt von B. v. Schrot»
ter i'uQ.. C. Pfeiffer sa. (Hüftbild, Fol.).
davon auch leicht colorirte.Probeabdrücke vor
aller Schrift; — 3) Unterschrift: Wenn ich
ansang, bin ich wie ein Vieh! Ignaz S ch u«
ster als Staberl in „Die Bürger in Wien".
Lithogr. vonL. K. und colorirt (4".. selten);
— 4) Unterschrift: Herr Ignaz Schuster I als
Zmeckerl in dem Lustspiele „Der Freund in
der Noth". Kern äsi., Neumayr soulp.
(4«., col.). bildet Nr. 33 der Costumebilder
der Theater-Zeitung- — 3) Lithographie von
Kriehuber (Wien, Spina, Fol.).
Schuster, Johann Constantin (Arzt
und Naturforscher, geb. zu Fünf»
kirchen im Baranyer Comitate Ungarns
7. Mai 4777, gest. 49. Mai 4839).
Das Gymnasium, die philosophischen und
juridischen Studien beendete er im Jahre
1796 in seiner Vaterstadt Fünfkirchen.
Im letztgenannten Jahre begab er sich
nach Pesth, begann dort das Studium
der Medicin, beendete eS im Jahre 1800,
erlangte daraus 1802 die Doctorwürde
und wurde im nämlichen Jahre Assistent
bei der Lehrkanzel der Chemie. Einen
ihm zu wissenschaftlichen Reisen im Jahre
1804 ertheilten Urlaub benutzte er, um
im genannten und im folgenden Jahre
die vornehmsten Hochschulen Deutschlands
zu besuchen. I n Berlin verweilte er am
längsten. Nach seiner Rückkehr wurde er
1806 Korrepetitor der Pharmaceuten
und blkb es bis zu seiner im Jahre 1808
erfolgten Berufung an daS Lyceum in
Klausenburg als Professor der Chemie, Mineralogie und Metallurgie. Aber noch
im nämlichen Jahre wurde er Professor
der speciellen Naturgeschichte an der
Pesther Universität, lehrte nach Win«
terl 's Tode (1809) Botanik und Ehe-
mie, wurde 1811 ordentlicher Professor
beider Gegenstände und blieb eS biS
1817, in welchem für die Botanik eine
besondere Lehrkanzel errichtet wurde,
welche Haberle erhielt. Im Schuljahre
1817 besorgte er die Supplirung der
Lehrkanzel der gerichtlichen Medicin, trug
seit 1821 Pharmakologie vor und versah
noch außerdem durch zwei Jahre (bis
1824) das erledigte Lehramt der Patho-
logie. Während dieser Zeit bekleidete S.
verschiedene akademische Würden, so in
den Jahren 1811 und 18l3 jene des
Decans der medicinischen Facultät, 1821
jene des lisotor ma^iMous, wurde 1821
Prosenior der medicinischen Facultät und
im Jahre 1831 wählte ihn die ungarische
Akademie zu ihrem ordentlichen Mit-
gliede. Nicht gering ist die Zahl der von
S. herausgegebenen Werke, sowohl Ori-
ginal, wie Uebersetzung, doch war es mir
unmöglich, ihre bibliographischen Titel
zu erlangen, da die meisten derselben in
den Bücherkatalogen gar nicht vorkom»
men. Von ihm sind erschienen: „Zar. Jas.
Ninterl'Z Darstellung der vier Bestandtheile
der anarganischen Mim. Äns dem Lateinischen
überseht" (Jena 1804, 4<>.); — desselben
System der anlqtiiichen <5hrmie", 2 Bände
(Berlin 1807); — „2^mino?0Fz'a öom-
n" (Luäas 1808; säitio altsra
otior 1813); — „Geschichte der Stadt
Pesth« (Pesth 1816), dieses Buch war
bereits im Jahre 1806 gedruckt, wurde
aber erst ein Iahrzehend spater auSgege.
ben; — „?. chrtilas' Aettungsnerkahren
lm Vergiftung vni> dem scheintoke. Ans dem
Französischen übersetzt nnd vermehrt" (Pesth
1319, 8o.). Nach Paul Kitaibel 'K
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon