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Schufter) Adolph 237 Schuster, Ferdinand
seit Jahren gesammelten Ausgaben reich
vertreten waren. Die Bibliothek war
1838 bereits unter den Hammer gekom«
men, als sie der Fürst Ferdinand Lob-
kowitz M . X V , S. 321. Nr. 17) durch
Kauf erwarb. Neberdieß war S. Mit»
glied mehrerer humanistischer Vereine, zu
mehreren Malen Decan der juridischen
Facultat und im Jahre 4820 Kyotor
iuHFniüouL der Prager Hochschule.
Oesterreichische Nation al-Encyklovä«
die von Gräffer und Czikann (Wien
1837, 80.) Bd. IV, S. 609. — Erneuerte
vaterländische Blät ter für den öster»
reichischen Kaiserstaat (Wien. 4".) 18l?.
Intelligenzblatt Nr. 69.
Noch sind anzuführen: 1. Adolph Schuster,
der Name eines Künstlers, von dem in der
Iahres'Ausstellung der k. k. Akademie der
bildenden Künste zu St. Anna in Wien im
Jahre 1830 eine Zeichnung, ein „Äorinthi«
sches antikes Pilaster-Capitnl bei Nachtbe.
leuchtung" darstellend, zu sehen war. Später
erscheinen weder Name des Künstlers, noch
seine Arbeiten mehr in den Ausstellungen.
^Katalog der Iahres-Ausstellung in der k. k.
Akademie der bildenden Künste bei St. Anna
in Wien. 4830, S. 3, Nr. 5.) — 2. Ama-
deus Schuster a 8. ^ossxbo (geb. zu Lun«
oenburg in Mähren im Jahre 1690, gest. zu
Leitomischl 21. Juli 1727). Im Alter von
16 Jahren trat er in den Orden der frommen
Schulen, in welchem er mehrere Jahre im
Lehramte thätig war. Später übernahm er
oie Erziehung der Söhne in verschiedenen
höheren Adelsfamilien. Da er in der Musik
sehr unterrichtet war, wurde ihm die Leitung
des Seminars seiner Ordensgesellschaft in
Nikolsburg übertragen. Im Drucke erschien
von ihm: »InLtituiio 6)'uta<:tic8< NmanusUL
sSchaller (IaroZl.), Kurze Lebensbeschrei.
vungen jener verstorbenen gelehrten Männer
auö dem Orden der frommen Schulen u.s. w.
(Prag 1739, Frz. Geröabrk, 8".) S. 48.) —
3. Vornard Schuster (3utor) (geb. zu
Iglau 1619, gest. im Kloster Strahow 1638).
Trat in jungen Jahren i,l das Prämonstra-
tenserstifc Strahow, in welchem er einige
Jahre das Lehramt.versah, 1649 Pfarrer in
v. Wurzbach, biogr. Lerikon. XXXII . l°Gei Iglau und im Jahr? 1636 von seinen Mit.
brüocrn zum Abte gewählt wurde. Er wird
als ausgezeichneter Kirchenredner 'gerühmt;
auch ist er es, der mit großen Kosten eine
Buchdruckern im Norbertinischen Collegium
errichten ließ. Von ihm erschienen iin Drucke
ein „Leben des h. Norbert, Patrons vou Böh.
men" (Prag 1637, 4°,); — „des h. Joseph"
(1638, 40.). und in der Strahowcr Biblio.
thek befindet sich in Handschrift seine „<Dor>.
tinuatio enrouloas Lonsmias slo äietiie
^nro5lai pra.6m.on8tratON8is". Während des
Meßopfers vom Schlage getroffen, starb er
nach kurzem Siechthum. nachdem er nur zwei
Jahre Abi gewesen, im Alter von noch nicht
40 Jahren. »' Elv ert (Christ.), Geschichte des
Bücher, und Sieindruckes. des Buchhandels,
der Büchercensur und der periodischen Literatur
u. s. w (Brunn 1834, Nohrer's Erben. gr.8<>.)
S. 263. — Weihrauch (Erwin Anton).
Geschichte des kön. Präluonstratenser<Chor-
Herrenstiftes Strahow (Vrag 1863). S. 73.
Der Laie d'Elvert weiß mehr von ihm zu
berichten, als der eigene Ordensbruder von
seinem Abte/j — 4. Ferdinand Schuster,
ein Rechtsgelehrter der Gegenwart in Wien,
der die juridische Doctorwürde erlangt, sich
dem Iehramte zugewendet, anfänglich an Dr.
Franz Haimerl 's „Magazin für Rechts«
und Staatswissenschaften" mitgearbeitet. spä<
ter aber auch selbstständige Werke verössent»
licht hat. In Haimerl's „Magazin" theilte
er mit außer einigen Anzeigen über rechts»
wissenschaftliche Werke, wie Schuler'6 oon
Zkxonuin in 1°rari8Uvg.uia,", und Lorenz
Toth's: „Tie Auicität und sonstigen Besitzver.
Hältnisse in Ungarn"! mehrere Abhandlungen
über einzelne Paragraphe des bürgerlichen Ge-
setzbuches, als: „über §§ l35, 136 und 137"
(Bd. IX, S. 203). § 9U4 (Bd. XI I , S. 328) ;
ferner „über das Verbrechen der schweren kör«
perlichen Beschädigung nach § 132 des Straf«
gesetzbuchcs uom 24. Mai 1832" (Bd. VI I ,
S. 120); „über das summarische Verfahren
in Ciuilstreitigkeiten uom Jahre 1843, über
die Wirkung des H 3 desselben und § 13 der
neuesten Instructionsnorm über das gedachte
Anerbieten des Klägers" (Bd. XI I I , S. 187)
und „über die Befriedigung eines durch
Simultanhypothek versicherten Gläubigers"
(Bd. XVI , S. 99). Selbststandig ist von
ihm erschienen: „Erganzunasheft der Ent»
scheidungen-Sammlung zum Wrchselrecht und
Wechselproceß. Enthaltend die Jahrgänge
!. 9. Juni 1876.) 4?
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon