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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 289 -
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Schwarz Eduard 289 Schwarz Franz 0/ H 0/ 4862, kl. 30.) begleitete. Dem Büchlein ist eine Quart« tafel mit vier von dem Maler Canon gezeichneten, in lithogr. Farbendrucke ausgeführten Figuren beigegeben; auch in dem Texte der Schrift find einige Holz. schnitte eingefügt. Die antropome» irischen Instrumente, nach Schwarz's Angabe von Kraf t und Sohn in Wien ausgeführt, bestehen aus einem Prosopo- meter (Gefichtsmefser) und Gnotometer (Kiefermeffer). Die letzte Lebenszeit ver- brachte I>i>. Schwarz in stiller Abge» schiedenheit. schwer leidend, in Wien, bis ihn der Tod im Alter von erst 31 Iah» ren (er starb an Tuberkulose) dahinraffte. Sein literarifcher Nachlaß bestand aus einem Packet von Zeichnungen und Maß» tabellen. Er wurde in Wien auf dem israelitischen Friedhofe beigesetzt und ihm im Juli 1863 auf Anregung des Dr. Scherzer von seinen Kameraden auf der „Novara" ein Denkmal errichtet, daS nach den Zeichnungen deS Architek« ten Professor I . Hieser der Bildhauer Robert Streschnak ausgeführt hat. Erzherzog Ferdinand Max spendete selbst einen nicht unbedeutenden Beitrag. I n einem ihm gewidmeten Nekrologe heißt es wörtlich: „Die Gewalt der Stürme aller Meere hatte ihn verschont, der giftige Strahl der Tropensonne sein Gehirn nicht getroffen, selbst das ver» brennende Klima emphitischer Eilande des Oceans hatte nur vorübergehend dem kräftig gebauten Jünglinge mit der Todesfackel gedroht — daheim auf dem corttinentalen Zeintuche eines Bettes in der Leopoldstadt zu Wien starb aus Mangel an Sauerstoff ein Wellumsegler in jenem Augenblicke, wo er die eigent« liche wissenschaftliche Aufgabe seines Lebens zu lösen beginnen sollte." Mit diesen Schlußworten, daß er die wissenschaftliche Aufgabe seines Lebens eben zu lösen beginnen sollte, ist der Nagel auf den Kopf getroffen; solche emphatische Uebertreibungen, wie sie der Reich'sche Nekrolog enthalt, der, wäh- rend er Seitenhiebe auf einen verdienst« vollen Collegen des Verblichenen ab» druckt, thut, als hätte Oesterreich einen Humboldt verloren, machen den Mann der Wissenschaft nicht wissenschaftlicher und sein Wirken nicht wirksamer, sondern werfen nur auf die israelitische Eigen» thümlichkeit, oft aus ihren Küchenschaben brasilianische Leuchtkäfer zu machen, ein komisches Streiflicht. Reich (Ignaz), Beth-El. Ehrentempel verdien- ter ungarischer Israeliten (Pesth 4862, Alois Bucsänszky. 4<>.) V. Heft. S. 20—45 sonach diesem geb. am 43. September 4831. gest. 24. September 4862. Bemerkenswerth eischei« nen die Worte, welche Dr. Sch. nach dem Ableben seiner geliebten Mutter im Frühling 4854 auf ihren Grabstein schrieb: „Hier ruhet Rosalie Schwarz, und ihr bald in's bessere Leben zu folgen, ist ihres Sohnes und einzigen Kindes schönste Hoffnung". Der Sohn hielt Wort, acht Jahre später folgte er ihr in's Jenseits nach). — Allgemeine i l lust r i r te Iudenzei tung. Redigirt von Dr. David Schwab (Pesth. 4°) I I I . Jahrg. (1862), Nr. 42: „Dr. Eduard Schwarz" sonach dieser geb, am 44. September 1834, gest. am 22. September 4862^. Nach ande» ren Angaben, so in der „Süddeutschen Zei, tung" 4862, Nr. 465. ist er bereits am 21. Sey. tember 1862 gestorben. — Porträte. 4) Un» terschrifc: Facsimile des Namenszuges: Dr. Eduard Schwarz. Holzschnitt ohne Ang. des Zeichn, u. Xylogr. (4".); — 2) Unterschrift: Dr. Näuarä sci^vHlZ j k. k. Oorvettsuarst > zsLt. 22. 8spt6!nl)si' 4862. Lithographie ohne Ang. des Zeichn, u. Lith. (4o.). Schwarz, Franz (Schriftsteller und Journalist, geb. zu Pardubitz in Böhmen am 8. Mai 1840). Widmete u. Würz dach. bwgr. Lexikon. XXXII. Mdr. 20. Juni 4876.) 19
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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