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Schn>ay, Franz W, 291 Schwarz Gottfried
sein. Schwarz erscheint auch oechifch
Zvaro -geschrieben.
Schwarz, Franz W. (Maler, geb.
zu Spi t te lgrund in Böhmen, Ge-
bursjahr unbekannt). Zeitgenoß. Ein
Künstler der Gegenwart, über den alle
Quellen schweigen, und der nach den
Preisen, den seine Bilder haben, Beach«
tung verdienen dürste. Ueber sein Leben
und seinen Bildungsgang fehlen alle
Nachrichten, nur der officielle Kunstkata«
log der Wiener Weltausstellung gibt
S. 63 seinen Geburtsort: Spittelgrund
in Böhmen an, und berichtet, daß
sich der
Künstler derzeit (1873) in Wien auf«
halte. Seinen Arbeiten begegnete man
zuerst in den Monats«AuSstellungen des
österreichischen KunstvereinS, und zwar
1870,' im April: „VenltianizchkZ Gelage"
(die Wirkungen des Weines und der
Liebe auf die verschiedenen Tempera»
mente), der Preis deS figurenreichen, auf
Leinwand gemalten Bildes (Höhe41 Zoll,
Breite 52 Zoll), welches Herren und
Damen im Costume des 17. Iahrhun«
derts bei einem Gastmahle versammelt
darstellt, und in welchem der Maler die
Wirkungen dcS Weines und der Liebe
auf die verschiedenen Temperamente aus-
zudrücken versuchte, war anf 809 fl. an«
gesetzt; das Bild kam in der XXI. Kunst,
auction von Miethke und Wawra in
Wien, welche im März 1870 im neuen
Künstlerhause stattgehabt, zum Verkaufe;
— 1871, im Jänner: „ Frohe Nutschüit"
(600 st.); — im December: „FranceZra
de Nimini" (1300 fl.), dieseS Bild befand
sich in der Kunstabtheilung der Wiener
Weltausstellung 1873 und war dort als
Eigenthum eines Her^rn Crone bezeich-
net. Früher noch war von diesem Kunst«
ler in der zweiten großen internationalen
Kunstausstellung in Wien im April 1870 ein Genrebild: „Der .erste Unterricht"
(380 fl.) zu sehen. Befremdlich ist, daß
auch die Kritik, der kaum etwas zu ent»
gehen Pflegt, über den Künstler schweigt.
Nicht Ranzoni, nicht Lehmann,'
nicht Bayeru. s. w. kennen ihn.
Monats.Verz eich nisse des österreichischen
Kunstverems, 1870, April Nr. 27; 1871, Iän.
ner Nr. 7; December Nr. i23.
Schwarz, Franz, siehe S. 318, in
den Quellen Nr. 6.
Schwarz, Franz Ferdinand, siehe
ebenda Nr. 7.
Schwarz, Georg, siehe ebenda Nr. 8.
Schwarz, Gottfried (evangelischer
Theolog und historischer und theolo«
gischer Schriftsteller, geb. zu Ig lo
im Zipserlande Ungarns 19. November
1707. gest. zu Rinteln 13. November
1786). Sein Vater Samuel Schwarz
war Handelsmann und wurde in Folge
des hohen Ansehens. daS er genoß, 1708
zum Rathsherrn und 1709 zum Stadt»
richter von Iglo erwählt. Die erste Er«
ziehung erhielt der Sohn im Elternhause;
im Alter von sechs Jahren kam er in die
Schule nach Leutschau, wo er durch sieben
Jahre verblieb. Da er dem Wunsche des
Vaters gemäß dem Handelsstande sich
widmen sollte, schickte ihn der Vater zur
praktischen Erlernung der herrschenden
Landessprachen nach den Orten Csetnek
und später nach Osgyan, deren ersterer
von Slovaken, der letztere von Magya»
ren bewohnt ist. Nachdem er an ge«
nannten Orten seine Studien fortgesetzt,
bezog er die Schule in GperieS und
wurde dort Haus« und Tischgenofse des
berühmten Rectors der dortigen Schule,
Peter Paul Topverczer, dessen Um-
gang für den empfänglichen Jüngling
von großem Einflüsse war. Zwei Jahre
blieb S. in Eperies, und nun für die
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon