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'^einr. Ios. 296 Schwarz Ioh. Georg
praktischer Pädagog, wie denn auch als
Jugendschriftsteller im Geiste des berühni'
ten Christoph Schmid thatig ist. Im
Jahre 1830 begann S. bei Duy le ir
Salzburg die Herausgabe einer „Christ»
lichen Iugendzeitung". wenn HeranS
geber nicht irrt. der ersten in Oesterreich
welche alsbald ziemliche Verbreitung
erlangte, aber in Folge des Todes des
betriebsamen Verlegers (Ad. Lindig),
wie anderer störender Vorkommnisse, mi
dem ersten Jahrgange geschlossen wurde,
Nach längerer Pause ließ er nun di
Iugendschrift: „Kleine MenMlker tnr di
liebe Jugend" (Salzburg 1833, Duyle
erscheinen, welche meist Arbeiten enthält,
über die sich eben Christoph v. Schmid
beifällig geäußert und sie als des Drucke
werth bezeichne: hatte. Nach des Kateche
ten Johann Ev. Schmid Ableben übev
nahm Schwarz von der vierten Liefe»
rung an die Fortsetzung der Herausgabe
des von Jenem begonnenen „Natechetiöch-
homiletischen Aepertariums, nürr: Iüllstiinbiges
Nntkndebnch ulln Erklärungen, Notizen, Gleich
Nissen und Nriöpillrn zur (Zrlünternng nnd
VerunZchauIichung eineZ jeden Katechismus"
(Schaffhausen 1833 u. f., Hurter), es ist
dieses vortreffliche Hilfsbuch des kate
tischen Unterrichts als „nothwendiger
Nachtrag zum historischen Katechismus"
bezeichnet. Seine übrigen Schriften sind:
.„Vehrennd Nei5pirl" (Zchaffhausen 1837),
der Ertrag war zum Baue der Maria-
Hilfkirche zu Leopoldskron - Moos bei
Salzburg bestimmt; — „ Gnte Achren tiir
Jung nntl Zlt, in Erzählungen eingekleid-et"
(ebd. 1837); — „Gespräche für Kinder"
(ebd. 1838); — „GrhlllnngZZtnnden. Gine
Ueihe kurzer Orzählungen tnr bie liebe Ingentl",
2 Bde. (Schaffhausen 1839); — „Stelan
Gurr. Hi5tllrisch>rllMllnti3che5 Seitgeniällle uns
Oesterreichs jüngZier Vergangenheit", 2 Bände
(Wien 1868). Außerdem schrieb S. und schreibt wohl noch zahlreiche Aufsatze
pädagogischen Inhalts für verschiedene
Fachblatter, als z. B. für den „Münche-
ner Jugendfreund", für Neizenbeck's
„Blatter für Erziehung und Unterricht"
u. s. w., und hat die Lebensbeschreibun-
gen seiner Eltern: „Nie Geschichte meines
trüh entschlafenen Vaters, Herrn Ournel
Ich würz, weiland Pflegers nun FllM'lben n.
s. m." (Salzburg 1862, Endl u. Penker.
8^.), interessant durch den- Abdruck des
Tagebuches desselben aus dem Tiroler
Kriege (S. 10—33), und „Geschichte mei-
nrr seligen Mutter, der Wchlgellarnen, gnädigen
Frau (!) Theresia Zchmarz, Vandrichters-
Witwe nun Fillllfeltien" (Salzburg 1864,
ebd.) herausgegeben. Was die oben-
genannte Schrift: „Stefan Türr" anbe-
langt, so will es mich bedünken, als
wenn ein Namensvetter unseres Bene-
dicliners und nicht er selbst Verfasser die-
ses Buches wäre.
Kehrein (Joseph). BiDgraphisch - literarisches
Lexikon der katholischen deutschen Dichter,
Volks- und Jugendschriftsteller im l9. Jahr«
Hunderte (Zürch. Stuttgart. Würzburg t87i.
L. Wörl. ar. 8".) Vo.I l , S. 139. — Blät ter
für literarische Unterhaltung (Lripzig. Brock»
hauv. 4«,) Iahrg. l868. Nr, 29, S. 619 l^ über
seinen „Stefan Türr"^,
Schwarz. Jacob, siehe S. 319. in
dsn Quellen Nr. 10.
Schwarz, Johann? siehe ebd. Nr. 11.
Schwarz, Johann Georg (nord«
amerikanischer Confu l , geb. zu Wien
11. Mai 1300, gest. ebenda 25. Decem-
ber 1867). Sein Vater war Rauch-
waarenhändler, und im Geschäfte des«
selben arbeitend, erhielt er nebenbei die
nothdürftigste Ausbildung. Sein früh.
eitig erwachter Reisetrieb entwickelte sich
nur um so mächtiger, nachdem er an
Seite seines Vaters mehrere Reisen durch
Deutschland gemacht. Nachdem die 3ehr<
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon