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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 299 -
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Schwarz Ioh. Mich. 299 Schwarz Ioh. Mich. zu fitzen, zwischen dem liberalen und dem ultramontanen. WaS nach S.'s Tode mit seinen reichen Sammlungen geschehen, ist mir nicht bekannt. Oesterreich is.che National,Encyklopä« die von Gräffer >und Czikann (Wien l837 , 8«) Bd. IV, S. 612. Schwarz, Johann Michael (evange- lischer Theolog und Fachschriftste l< ler, geb. zu Guns 16. Juni 1774. gest. 21. Februar 1838). Der Sohn eines Tuchmachers in Güns, die unteren Schu» len besuchte er in feiner Vaterstadt, die lateinischen in Oedenburg, wo er zugleich als Erzieher im Haufe eines Kaufmanns thätig war. Durch diese Familie, Namens Linderger, ward es ihm auch ermög« licht, deutsche Universitäten zu besuchen, und zuerst in Wittenberg. später, 4799, in Jena stch in den theologischen Disci« plinen auszubilden. In Jena machte S. eine denkwürdige Periode durch; im ,Ienaischen Fichtebüchlein" steht sein Name unter den Hunderten damaliger Ienenser Studenten, welche bei dem Großherzog Kar l August von Wei« mar um Wiedereinsetzung Fichte's, dessen Auftreten in der damaligen beweg» tcn Zeit in Jena und allenthalben in Deutschland großes Aufsehen gemacht, petitionirlsn. Im Jahre 4300 kehrte er in die Heimat zurück, wo ihn bald die evangelisch-deutsche Gemeinde in EperieS an Stelle deS abgehenden Pfarrers Elias Hel lner als Prediger berief. Am 8. December g. I . hielt er seine Antritts- predigt. Auf diesem Posten wirkte S. über ein halbes Jahrhundert, bis 1831, und beging am 8. December 1830 seine fünfzigjährige Jubelfeier. Von dieser Zeit trat der Jubilar nur bei besonders fest» lichen Gelegenheiten öffentlich auf, blieb aber in der Seelsorge, namentlich durch ^ fieißige Hausbesuche, wie dieß bei Evan« gelischen üblich, .fortwährend thätig und ^nahm an den Anliegen der Gemeinde, des Districtual'CollegiumS, wie der ge« sammten evangelischen Kirche fortwährend den regsten Antheil. Zuletzt trat er, mit dem goldenen Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet, mit einer Iahres- zulage von 200 st. zu seiner normal« mäßigen Pension, in den Ruhestand über. Seine Thätigkeit als evangelischer Prie« ster, die sich vor Allem auf die Seelsorge concentrirte, bezeichnen die bei seinem Ableben erschienenen Nekrologe als über alles Lob erhaben. Für die Gemeinde war er in ersprießlichster Weise thätig, und insbesondere seinen Bemühungen verdankt.sie den städtischen Communal« zuschuß zur Bestreitung ihrer Bedürfnisse, wie auch er besonders um die Wieder- erlangung des Oeffentlichkeitsrechtes für das Distrjctual'Collegium bemüht war. Im Jahre 1326 wurde er Senior des V. kön. stadtischen Seniorates und blieb es unausgesetzt bis 1848, als sol- cher gründete er einen Senioralfond, welcher durch die Jahresbeiträge der Gemeinden bereits eine nicht unansehn» liche Höhe erreicht hat. Obgleich ein aus» gezeichneter Kirchenredner und bei vielen festlichen Gelegenheiten veranlaßt, /eine Predigerstimme zu erheben, konnte er doch nie bewogen werden, seine Predig« ten in Druck legen zu lassen. „Tine Pre- digt", meinte er dann, „wolle gespro« ch en und gehört, nicht gelesen wer- den, da das gedruckte Wort nur ein kümmerliches Surrogat des lebendigen Vortrages sei". Jedoch in späteren Iah« ren, als er nicht mehr predigen konnte, veröffentlichte er mehrere Schriften ge« meinnützigen Inhalts, deren Titel ich' — ohne für deren bibliographische Richtig- keit zu bürgen, da sie in Katalogen nicht aufzufinden; — in Folgendem mittheile:
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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