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Schwan, Joseph 300 Schwarz Julius
am Knlünge der zumien Haltte
dl5 XIX. IlllirhnndeltZ«; — „(l5in Tvurt üdrr
die Schulen, insbesondere über die VulkSchulen
uns dem Stllndpunrte der Religion"; — „Nrr
Verküll der wahren Kirche Ohri2ti und die nach-
lässige Grzichnng der Rinder, als zwei (Quellen
der Verderbniss und des Unglücks der Mensch-
Heit"; — „Ein A5nrt der Neue und des
Ernstes über die Geistlichkeit, ArligioNs Nlora-
lität und Christenthum" ; — „Gin Wmt ans
dem dritten Jahrhunderte der Reformation" ^ —
^Vlebrr die Wunder der evangelischen Ge>
schichten"', — „Gin Wort, betreffend unser
irdisches Dasein". Allem Anscheine nach
dürften diese Schriften in Species, wo
S. lebte, gedruckt mordendem. Aus ihren
Titeln aber ist zu ersehen, wie der Ver»
ewigte die Ursachen der moralischen Ver»
sunkenheit unserer Zeit. wie er ihre sitt«
lichen Bedürfnisse erkannte. Als er im
hohen Alter, 86jährig, starb, betrauerte
Alles seinen Tod als den eines würdigen
Priesters des Herrn, der er sein lebelang
war, und a4s sein Ableben bekannt wurde,
hieß eS: „Der Simeon von Eperies, der
beredte, gottbegeisterte Streiter des Herrn,
der Vater der Armen unserer Stadt —
ist nicht mehr". Anläßlich seiner Jubel«
feier schickte die Universität Jena ihrem
einstigen Zöglinge das Doctor-Diplom
der Theologie.
nioiia HimFaroriiln a, ti-idus proxun.iL 22,6-
eu.U2 222(1611112,6 ^enensi lläscriptorum
((3^ila6 1838, I.6ox. Nstk?, 8«.) x. 12l. —
Evangelisches Wochenblatt (Pesth.
4°.) Jahrg. 1838. Nr. 9: „Dr. Ioh. Michael
Schwarz". — Porträt. Sein wohlgetrossenes
Bildniß im Holzschnitt brachte auf S. 47 der
«pi-otL8t2N3 Ksp62 llaxtär", d. i. Der pro»
testantische Bilder-Kalender für das I . 1837.
no auch eine kurze Biographie desselben mit.
getheilt ist.
Schwarz, Joseph, siehe S. 3l9, in
den Quellen Nr. 12 u. 13. Schwarz, Julius, oder, wie ihn die
Magyaren und er selbst als Magyar sich
schreibt: Schvarcz, Gyula (ungarischer
Schriftsteller, geb. zu Stuhlweis»
senburg in Ungarn am 7. December
1838). Sein Vater war Offkier in der
kaiserlichen Armee, wenn ich nicht irre,
bei Dom Miguel-Infanterie Nr. 39.
Seine Mutter Kathar ina ist eine
Tochter Michael Horhy'S. der sich als
Begründer eines rationellen Wirthschafts.
betriebes in Ungarn ein bleibendes An>
denken begründet hat. Seine -erste Aus»
bildung erhielt S. im Vaterlande, dann
in München und Berlin; darauf machte
er Reisen, welche er über Deutsch«
! land nach Frankreich und England aüs-
! dehnte, und auf welchen er mit mehreren
! literarischen Gästen in Verkehr irat. In
! der Folge betrat er die schriftstellerische
! Laufbahn, auf welcher er theils unter
^eigenem Namen, theils als Pseudonym
Szent 'Kato lna auf verschiedenen
! Gebieten, auf dem der schönen Literatur,
des Unterrichtswesens, vornehmlich der
Unterrichtsstatistik, der Alterthumswiffen-
! schaft u. a. thätig war, durch sein eigen»
! thümliches Auftreten aber die Kritik her»
! ausforderte, die nun auch dem Polyhistor,
der hie und da Blößen gab, schonungslos
zu Leibe ging. Im Jahre 1866 wurde
er in den ungarischen Landtag gewählt,
kommt aber auch als Volksvertreter in
Kakay's „Licht- und Schattenbildern"
übel genug weg. Die Titel seiner, sowohl
unter eigenem Namen wie unter obigem
Pseudonym erschienenen Schriften sind
in chronologischer Folge: „2
üss", d. i. Strato von Lampsakus. Da«
ten zur Geschichte der Wissenschaft. I.
(Pesth 1861, Hauffer u. Stolp, 80.); —
") d. i. Gebrochene
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon