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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 305 -
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Schwarz Karl 303 Schwarz Karl wurde die Thätigkeit S.'s in seiner Eigen« schaft als Bauherr und Bauunternehmer gewürdigt; er erscheint uns aber noch in einer zweiten und dritten Eigenschaft, als Humanist, der den Bedürfnissen der Iu> gend nach zweckmäßigem Unterrichte und jenen der leidenden Menschheit mit Taufen- den bcispringt, dann als Freund und För- derer der Kunst, die er mit fast fürstlicher Munisicenz unterstützt. Leider ist Heraus« geber dieses Lexikons bezüglich der huma« nistischen Thätigkeit S.'s nicht im Detail unterrichtet, weil S. eben oft spendet, wo, wie das Sprichwort sagt, die Linke oft nicht weiß, was die Rechte gab. So bedachte er mit ansehnlichen Summen die Schulen von Sohle. Neutitschein, St. Polten, Pochlarn und fast sämmtliche Unterrichtsanstalten Salzburgs; spendete bedeutende Beträge für die Kirchen von Sohle, Blauendorf, Wildbad Gastein, für das Spital in Schärding. Wernstein zwischen Schärding und Pajsau, und für viele andere gemeinnützige Anstalten und Unternehmungen. I n Salzburg gründete er die Salzburger Curhaus-Actiengesell- schaft, baute das stattliche, mit allem Comfort ausgestattete Curhaus mit der Badeanstalt, und nachdem dasselbe im Jahre 1872 in den Besitz der Stadt- gemeinde Salzburg übergegangen war, schenkte er der Stadt seinen Actienantheil im Betrage von 8tt.000 fl. I n der Nähe von Salzburg, hart an der Bahn, in der Richtung gegen Seekirchen, legte S. einen Park an, welcher dem Besuche des Publi« cums freigegeben ist und in dessen Mitte sich die der Besichtigung würdige Villa nebst den zugehörenden Bauten befindet, welche S. mit seiner Familie bewohnt. I n der Mitte des Parkes erhebt fich das lebensgroße eherne Standbild Schil« ler's. Schwarz hatte dem großen Dichter das erste Denkmal in.Oesterreich u. Wurzbacb, biogr. Lexikon. XXXII . lGe errichten lassen; außer diesem Denkmale sieht man im Parke noch mehrere an« dere Bildhauerwerke, unter anderen eine reizende Nymphe von P önninger, in der Villa selbst aber und in den nächst- anstoßenden Räumlichkeiten befinden sich außer einem herrlichen Prunksaale und einer reichen, mit den Meisterwerken der verschiedenen Literaturen und mit kost» baren Prachtwerken ausgestattetenBiblio- thek eine werthvolle Bildergallerie, ein Cabinet mit optischen Instrumenten und ein chemisches Laboratorium. In Wien hatte S. im Jahre 1870 dem Kriegs- Ministerium ein Haus in der Gumpen- dorferstraße mit der ausdrücklichen Wid« mung zum Geschenke gemacht, daß selbes zur Unterbringung der damals beab- fichtigten Armee.Musikschule verwendet werde. Als aber die Errichtung eines Armee-Musik.Conservatoriums die kaiser» liche Genehmigung nicht erhielt, stellte S., der,'als man ihm sein Geschenk wie» der zurückgab, dasselbe nicht annahm, dasselbe zur freien Verfügung deS Kai- sers. worauf eS für die Bedürfnisse deS Reichskriegs' und Landesvertheidigungs- Ministeriums zu gleichen Theilen vertuen- det werden soll. Zum Schlüsse sei be» merkt, daß die Bronzestatue der Kaiserin Mar ia Theresia, welche den „Neuen Platz" in Klagenfurt schmückt, S. ganz auf seine Kosten hatte aufstellen lassen, da die alte Statue, ein Werk Balthasac Mol l ' s , eines Schülers von Raphael Do nner, vom Zahn der Zeit bereits so übel hergerichtet worden war, daß ihr» Entfernung von ihrem Standplatze ge« boten war. Auch hat S. für die in Wien zu errichtende Schillerstatue — er ist auch Mitglied des zu diesem Zwecke bestehen- den Comite's — einen der ansehnlichsten Beiträge gespendet. Es sind mit Angabe des bisherigen, die Gaben, Schenkungen 20
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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