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Schwarz Karl 306 Schwarz Karl
und Widmungen, welche S.' zum allge-
meinen Besten seit einer Reihe von Iah-
ren gemacht und welche nach vielen Tau»
senden zählen, noch lange nicht erschöpft.
Daß solche Verdienste auch höchsten Orts,
wie von Seite seiner Mitbürger die man«
nigfachste Würdigung fanden, begreift
sich leicht. Schon im Jahre 1836, anläß-
lich deS BaueS der Westbahn, erhielt S.
daS goldene Verdienstkreuz; bei Enthül-
lung deS Prinz Eugen»Monuments das
goldene Verdienstkreuz mit der Krone;
im Jahre 4866 bei der Errichtung der
Florisdorser Schanzen das Mterkeuz
des Franz Ioseph-OrdenS; im Jahre
4867 in Würdigung seines humanistischen
Wirkens den Titel eines k. k. Baurathes,
im folgenden den Orden der eisernen
Krone 3. Classe und 1869 den Statuten
des Ordens gemäß den erbländischen
Ritterstand für sich und seine Familie,
worauf noch im Jahre 1873 die Erhe«
bung in den Freiherrnstand erfolgte.
Schon im Jahre 1863 verlieh die Stadt
Salzburg dem um sie so hochverdienten
Manne das Ehrenbürgerrecht, der Land»
tag votirte ihm den Dank des Landes,
viele Gemeinden und Städte ernannten
ihn zu ihrem Ehrenbürger, und anläßlich
seiner Schenkung des auf dem Curhause
liegenden Actiencapitals ließ die Salz-
burger Stadtvertretung dem Schenker zu
Ehren im Curhausparke ein Denkmal
errichten, das die Büste des Gebers dar»
stellt und dessen feierliche Enthüllung am
3. November 1872 stattfand. Freiherr
von Schwarz, mit Bescheidenheit alle
diese Ehren tragend, findet sein höchstes
Glück im Schooße seiner Familie, welche
neben seiner Frau aus vier Kindern:
B e r t ha, J u l i u s , August und
Richard, besteht.
Ritterstand S.Diplom ää.o. Wien 16. Juli
1869.— Freiherrn stands. Diplom ä<1o. 19. Mai 18?3. — Humoristische Blät ,
ter von Kl is . 1873. Nr. 37. — Welt.
ausstellungs-Zeitungdes „Floh" 1873,
Beilage zu Nr. 61. — Deutsche Zeitung
(Wiener polit. Parteiblatt) 1872, Nr. 239:
„Schicksale eines geschenkten Hauses". —
Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt)
1872, Nr. 2943 vom 4. November: „Schwarz'
Denkmal". — Wiener Zeitung vom
6. September 1873. Nr. 208, und vom 21. Fe.
bruar 1874, Nr. 42. — Porträte. 1) Von
Klio 1873, in Nr. 37 der „Humoristischen
Blätter" 1873 (Fol.); — 2) von Ebendem»
selben, 1375, zur Eröffnungsfeier der Gisela»
Bahn lKl ic begleitet das Titelbild u. a. mit
folgender Schlußbemerkung: „Wir freuen
uns, daß durch Schwarz ein wirklich fort»
schrittliches Werk (die Gisela-Bahn) vollen,
det wurde, da das Dampfroß in Tirol viel»
leicht doch andere Nösser, wie z. B. das
Schlachtroß von Hippach u. dgl. (Qomo äs
3N6i-rs äs I?a.tsi- Orentsr), unmöglich machen
wird"); — 3) von C. v. S tu r in Nr. 6t
der Weltausstellungs-Zeitung des „Floh"
^die Bildnisse sämmtlich sehr ähnlich). —
Freiherrliches Wappen. Gevierteter Schild
mit Mittelschild. Den blauen Mittelschild
durchzieht eine Bogenbrücke mit einem Mit'
telpfeiler aus Steinquadern über einem den
Fußrand erfüllenden natürlichen Wasser. 1.- in
von Schwarz und Gold längs getheiltem
Felde ein roth bezungter Doppeladler mit
gewechselten Tincturen; 2 u. 3: in Blau fünf
goldene, in Schrägekreuzform aufstiegende
Bienen; 4.- m Gold ein schwarzer rothbe<
zungter Löwe. Auf dein Schilde ruht die
Freiherrntrone mit einem in's Visir gestellten
gekrönten Turnierhelm. Die Helmkrone trägt
einen offenen, rechts schwarzen, links blauen
und jederseits mit einem halboffenen goldenen
Zickel mit Bügel pfahlweise belegten Adler»
flug. Die Helm decken sind rechts schwarz,
links blau, insgesammt mit Gold unterlegt.
Schild Halter: zwei gegengekehrte, roth be>
zungte Löwen, und zwar rechts ein goldener,
links ein schwarzer, auf einer unterhalb sich
verbreitenden Bronze.Arabeske, welche ein
goldenes Band trägt, worauf in schwarzer
gothischer Schrift die Devise stcht: „Arbeit
ehrt". — DaS Nitterftands-Wappen war im
Ganzen dem freiherrlichen sehr ähnlich, es
fehlte nur der Mittelschild, welcher in Feld 3
des Wappens angebracht war. Der Schild
trug zwei gekrönte Helme AuS der Krone
des rechten wuchs der nach innen gekehrte
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon