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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 307 -
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Schwarz Karl 3ft? ^ Wilhelm Löwe des Feldes 4; die Krone des linken ttug einen geschlossenen, vorn blauen, hinten gol« denen Flug. Die Helmdecken des rechten Helms waren schwarz-, des linken blau. bei» derseits mit Gold unterlegt. Die Devise ist dieselbe, nur die Schildhalter fehlen. Schwarz, Karl, siehe S. 320, in den Quellen Nr. 44 u. 13. Schwarz, Louis, siehe ebenda Nr. 16. Schwarz, Simon, siehe S. 321, in den Quellen Nr. 17. Schwarz, Theresia, siehe S. 322, in den Quellen Nr. 18 u. 19. Schwarz, Thomas, siehe ebd. Nr. 20. Schwarz, Wenzel, siehe S. 323, in den Quellen Nr. 21. Schwarz,Wilhelm(LechifcherSchrift. steller, geb. zu Prag 29. December 1813, gest. 28. August 1863). Er ist ein Bruder des tapferen Fregatten-Capitäns August Schwarz ^s.d.S. 316, Nr. 3^ und beendete die Studien an den Gym« nasien und der Hochschule zu Prag,- an welch letzterer er im Jahre 1838 die Philosophie gehört hatte. Dä seine Er« ziehung eine deutsche gewesen, so erlernte er die öechischo, französische, englische und italienische Sprache aus eigenem Eifer und versuchte sich frühzeitig in kleineren poetischen Arbeiten. Als nach beendeten philosophischen Studien S. für einen Beruf sich entscheiden sollte und er es vorzog, frei und ungebunden zu bleiben, wurde er Schriftsteller. So begann er denn von 1343 an zu schreiben, und zwar in deutscher Sprache; seine verschiedenen Arbeiten auS jener Zeit sind in den Unter« Haltungsblättern jener Tage abgedruckt; ein größeres Werk, das er damals vollen« det, wurde von der Censur nicht zum Drucke gestattet. Später kümmerte sich S. kaum mehr um seine deutschen Arbei« ten, und so geschah eS dann, daß man nach seinem Tode eine nicht kleine Anzahl deutscher Manuscripte vorfand. Einen deutschen Roman: „Die Kärnthner in Prag", hatte S. an Herloßsoh n nach Leipzig geschickt. Aber der Roman wurde weder gedruckt, noch von Herloßsohn zurückgeschickt, und was mit dem Manu« scripte geschehen, ist nicht bekannt. Der Schriftstellerberuf schien bei S. die von ihm gehegten Erwartungen nicht zu er« füllen, denn er versuchte nun. bei der Prager Universitäts«Bibliothek oder bei einem der böhmischen Magnaten als Bibliothekar eine Stelle zu erhalten. Seine Bemühungen nach dieser Richtung blieben erfolglos. So kaufte er denn im Jahre 1845 zu Pisnic auf der fürsterz« bischöflichen Herrschaft Dolna»Bkezan ein landwirthschaftlicheS Anwesen, zog mit seiner Frau — er hatte indessen geheira- thet — dahin und wurde Landwirth. Nun war er ganz in seinem Elemente, packte die Sache mit Umsicht und Ver« ständniß an, erregte die Aufmerksamkeit seiner Nachbarn, die an seinen Erfolgen sich ein Beispiel nahmen, ihn nachahm« ten, um Rat.h fragten, so daß in wichti« gen und zweifelhaften Dingen man nicht selten, fast gewöhnlich, sich beim „Herrn" — denn so nannte man Schwarz in der Umgebung allgemein — Raths er» holte, der immer bereitwilligst ertheilt wurde und dessen gute Folgen nie aus» blieben. So gewann S. an Achtung und Einfluß, und auch die benachbarten lüch« tigen Landwirthe, wie z. B. der Guts» director von Dolno-Brezan, selbst ein erfahrener Landwirth und Fachschrift' steller, traten ihm naher, und im Ver« kehre mit ihnen gewann S. aus der er« probten Erfahrung derselben neue Vor« theile und Kenntnisse. Dem so in seinen neuen Beruf sich Hineinlebenden blieben 20*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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