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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 309 -
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Schwarz Wilhelm 309 Schwarz Wilhelm Schwarz von Senborn, Wilhelm Freiherr (Staatsmann, geb. zu Wien 42. Juni 4816). Sein Vater, ein gebor ner Sachse, stammt aus Leipzig; seine Mutter, eine Französin, war aus Lyon gebürtig. Von feiner Kindheit in Wien, erhielt S. daselbst die erste Bildung am Ioscphstädter Gymnasium. bezog dann die Wiener Hochschule. besuchte, der Chemie sich zuwendend, das Wiener polytechnische Institut und entschied sich als Doctor der Chemie für die Phar macie als Lebensberuf. Auf die Dauer sagte ihm dieß nicht zu und so trat er im Jahre 1840 als Kanzlist in das Bureau des niederösterreichischen Gewerbevereins, zu dessen Secretär er schon im folgenden Jahre ernannt wurde. Als. diese Stelle, die er bereits durch vier Jahre bekleidete, seinen Talenten keinen hinreichenden Spielraum darbot, übernahm er zugleich die Redaction des damals in'Wien er< scheinenden „Polytechnischen Journals" und der „Handelszeitung". Die darauf» folgenden Jahre bis kurz vor Beginn der 1848ger Bewegung benutzte S. zu Studienreisen durch Deutschland und Italien. 'Schon damals war man auf den jungen strebsamen Mann amtlicher Seits aufmerksam geworden, denn Frei- Herr von Doblhoff , im Jahre 1848 Minister-Prasident. berief S. mit ah. Entschließung vom 29. Mai als Ministe- ri^l'Concipisten in das neubegründete Handelsministerium. Aber im Staats» dienste behagte eS S. nicht lange, schon im folgenden Jahre trat er aus dernsel» ben. dem Rufe der Wiener Handels« und Gewerbekammer folgend, welche ihn zu ihrem Secretär ernannt hatte. Aber auch diese Stelle war nur ein Uebergangs' posten, denn schon im Jahre 1860 ließ er sich durch Minister Brück bewegen, als Ministerial-Secretar deS Handels« Ministeriums mit ah. Entschließung vom 3l. Juli wieder in den Staatsdienst zu treten, in welchem er seither in den ver» schiedensten Missionen und Aufgaben thä» tig geblieben ist. Zur Zeit der Dresdener Conferenzen wurde S., dessen Tüchtigkeit bereits erkannt worden war, mit einer handelspolitischen Mission nach Nord- deutschland betraut, welche er in so ent« sprechender Weife ausgeführt hatte, daß bald darauf seine Ernennung zum Di> rector des österreichischen General-Con« sulates in London erfolgte. Schwarz stand damals im Anfange der Dreißiger» Jahre. I n London fand S. bereits Ge< legenheit, die Interessen des österreichi« schen Handels und der Industrie beson« ders wahrzunehmen und Manches zu ihrer Förderung zu thun. Durch seine Stellung in die höchsten diplomatischen Kreise gezogen, benutzte er seinen kaum bemerk» baren, aber stets wachsenden Einfluß in entsprechendster Weise. Die Zocikt^ ok S) manuLaoturOZ anä. oominsree in London ernannte S. damals zu ihrem Ehrenmitgliede. Im Jahre 1834 wurde ihm der gleiche, noch wichtigere Posten in Paris übertragen und ihm mit ah. Entschließung vom 12. Februar t387 in Anerkennung seiner Verdienste um die Industrie und seiner ersprießlichen Dienst, leistungen in der Consularbranche der Titel eines k. k. Sectionsrathes verliehen. Auf diesem Posten entwickelte S. eine von der öffentlichen Meinung und von den Parteien aller Farben anerkannte, ebenso vielseitige, als bewunderungswür« dige und ersprießliche Thätigkeit, aus welcher hier nur einige der wichtigsten Momente herausgenommen werden mo« gen. Im Jahre 1830 durch Beschluß des Ministerrathes als Ministerial^om- mifsär zur allgemeinen deutschen Indu» strie»Ausstellung in Leipzig delegirt,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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