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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 317 -
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Seite - 317 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

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Schwarz Cornel 317 Schwarz Cornel er sich den Anmaßungen amerikanischer Schisse, welch« den ungarischen Aufstand unterstützten und sich der ungarischen Deserteure annah« men, mit mannhaftem Muthe und energisch entgegen, in Folge dessen er zum Fregatten' Capitän befördert wurde. Im nämlichen Jahre zeichnete er sich noch bei der Belage, runa Ancona's in hervorragender Weise aus. Nun trat er schwerer Kränklichkeit wegen in den Ruhestand übcr; alS aber der Krieg im Jahre 1839 wieder ausbrach, meldete sich auch S. von Neuem zum Dienste, überwachte die Blockade an der venetianischen Küste zwischen der I>1av6 vsookia und dem Isonzo und bestand mit Erfolg mehrere Gefechte mit französischen Kanonenboten. Der Kaiser, der Papst und der König von Griechenland schmückten S. mit Ehrenzeichen. Nach been» detem Kriege trat der schwer leidende S. in bleibenden Ruhestand uno starb im Alter von 49 Jahren. ^3Io vnjk nauo u?. Kaäaktor Dr. I'rant. I^aä. RisFsi ' , d. i. Conversa- tions-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Ladisl. Rieger (Prag 1859. I . L. Kober, 3^.8".) Bd. V I I I , S. 382, Nr. 7.) — 4. Cornel Schwarz, der Vater (geb. zu Wangen im Nllgäu 24. Mai 1774. gest. zu Sanlfelden 22. November 1822). Der Sohn eines unde« mittelten Leinwebers; als der Vater früh starb, nahm sich der Stadtvfarrer Weiß des Knaben an, durch dessen Verwendung er in das Stift Otlobemrn kam. Von dort ging er auf den Rath einiger Conventualen, welche in Salzburg als Professoren angestellt waren, nach Salzburg, wo er durch seinen Fleiß bald vorwärts kam. Zuerst wurde er Hauslehrer im Capellhause Nachdem er sechs Jahre auf diesem Posten thätig gewesen, erhielt er, indem er in der Zwischenzeit die Rechte studirt, die Anstellung einrs Mitterschreiberö (Actuars) zu Golling, 1801 zu Teisendorf, 1803 in Neumarkt, von wo er 180? wieder nach Tei. sendorf zurückkam; wurde aber noch im näm- lichen Jahre Oberschreiber (Adjunct) zu Fügen im Zillerthale. Daselbst hatte S." durch Um. triebe eines Nebenbuhlers im Amte schwere Tage zu bestehrn, insbesondere als die Tiro« ler sich von der Herrschaft Bayerns frei machen wollten uno den bayerischen Behörden den Gehorsam kündeten, bei welcher Gelegenheit sein-Feind ihn den Tirolern als mit den Bayern im besten Einverständnisse stehend schilderte. Dadurch wurden die Tiroler so gegen ihn erbittert, daß S. sich flüchten mußte und in Teisendorf Zuflucht suchte. Aus dieser Zeit zeichnete er seine Erlebnisse in einem „Tagebuch'e aus dem Tiroler Kriege 1809" auf, sie beginnen mit 11. April g. I . und reichen bis zum ?. September g. I . und sind als unbefangene, wahrheitsgetreue Aufzeich» nung jener denkwürdigen Periode nicht un« interessant. Sie sind in der in den Quellen genannten Lebensbeschreibung, welche sein Sohn, der Pater Heinrich Ios. Schwarz veröffentlicht hat, S. 10—16 abgedruckt. Nach beendeten Wirren besserte sich seine Lage, er kam anfangs 1810 als Oberschrei» ber nach Thalgau und wurde im April 1811 Landrichter in Saalfelden, als welcher er 11 Jahre bis an seinen Tod thätig war. In seine Zeit (29. Juli 1811) fällt der Brand Saalfeldens, bei welchem von 121 Häu- sern des Marktes 108 abbrannten. Durch seine energischen Bemühungen richtete sich der Ort in kurzer Zeit wieder, auf, erhielt ein schönes Gotteshaus und eine Schule. Ein früher Tod entriß ihn seiner Familie. Auf einer Fahrt halte er sich durch einen Sturz aus dem Wagen in den inneren. Organen verletzt, und erst 43 Jahre alt, erlag er seinen mehrjährigen Leiden, eine Witwe mit zwölf unmündigen Kindern hinterlassend. Von dir» sen sind Cornel und Heinrich Joseph zu nennen. Ueber Ersteren siehe die folgende Notiz, über Letzteren die besondere Lebens« skizze S. 295. ^Schwarz (Heinrich), Die Geschichte meines frühentschlafenen VaterS Herrn Cornel Schwarz u. s. w. (Salzburg 1862. Endl u. Henker. 8°... 63 S.).) — 3. Cornel Schwarz, Sohn (geb. zu Saal« felden im Pinzgau 13. Juni 18l3, gest. zu Salzburg 24. Juni 1360). Ein Sohn des Vorigen, wendete sich nach beendeten Vor» bereitungsstudien der Medicin zu, deren Vor- lesungen er in Wien hörte, wo er die Doctor< würde erlangte und aus diesem Anlasse die Abhandlung: „Ueber die Grippe des Jahres 1838 in Salzburg" veröffentlichte. Alsdann wurde er Hilfsarzt an der chirurgischen Ab, theilung deö St. Iohannesspitals. in vier Jahren daraus zweiter Stadtarzt und zehn Jahre später erster Stadtarzt. Als Stadt, physicus zugleich Armenarzt, baute er sich durch sein mildes und hochsinniges Wesen in den Herzen der Armen Altäre der Dankbar» keit. Seit seinen Studien ein eifriger Vota» niker und noch im Wiener Krankenhause als „Orakel in der Pflanzenkunde" geltend, wid. mete er auch sonst seine Mußestunden botani« schea Forschungen und seine letzten Lebensjahre
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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