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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 319 -
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Seite - 319 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

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Schwarz Jacob 319 dann „Parade» und Schreckenstitel des Husza» ren", wahre Perlen soloatisch.poetischen Humors sind. In letzterem heißt eS von dem Husza» ren.- Teufelreiter, Schreckverbreiter I Nieder, sauser, fester Zauser l Mordfurchtbarer, Da< reinfahrer ! Mmkdurchweicher, Stirnenbleicher I Ohrenfasser. Aderlasser l Schlachtvortänzer. Blutkreoenzer I Kampferboster. Herzsaftkoster > Niederwett'rer, Hirnzerschmett'rer I. Schöpfe« Packer. Kopfabhacker I Schwerteinrenner, Leib. auftrenner I Hiebeleister, Tranchirmeister > Kraftentfalter. Schädelspalter I Todverspotter, FeindauSrotter > Blihgeschwinder SeelentbiN' der I Sich'rer Todter, Schlachtfeldröther s u. s. w. Saph i r hat in .Henricus Niger seinen Mann gefunden, nur ist hier das Thema angemessen, während die süßlichen Phrasen des einstigen Wiener Kritikerpascha anwidern. Es soll nicht damit gesagt sein, daß im Obigen Poesie stecke; doch, es ist Huözareri'Poeste, das ist eine eigene, aber nichts weniger denn verwerfliche Art, wovon Henricus Niger in seinen „Huszaren>Bil. dern" ganz originelle und köstliche Proben gibt. — 10. Jacob Schwarz (geb. in Ungarn im Jahre 1734. gest. zu Pesth 41. Jänner 1862), ein Israelit, dessen Name unter den Urhebern der neueren jüdischen Cultusgestaltung in Pesth als einer der ersten und vorzüglichsten Gründer derselben genannt wird. An seinen Namen mit knüpfen sich die Kämpfe um den Bestand der neuen Einrich- tung und der Berufung und Anstellung aller jener Männer, in deren Hände die Aufrecht. Haltung derselben gelegt war. BiS zum Jahre i8S1 war S. Ausschußmitglied der verschie« denen Gemeindeverwaltungen und wußte durch Klugheit, Gewandtheit und Geschäfts« kenntniß die Interessen der Gemeinde zu wahren; seine eifervollste Thätigkeit aber fallt in die Vierziger-Jahre, als es galt, der sogenannten „Chorschule" die Ebenbürtigkeit mit der alten — damals noch „großen" — Synagoge zu erringen, und als durch die Aufnahme des ersten predigenden Rabbiners, des 1837 verstorbenen Löw Schwab ls. d. S.263. Qu. Nr. 2^. die Gleichberechtigung der beiden Gotteshäuser zur vollendeten Thatsache geworden. Auch später, als man nach 1831 bei der nunmehrigen Selbstverwaltung der Gemeinde öfter den Nath und die Thätigkeit noch anderer Gemeindeglieder zu benutzen gezwungen war, wurde S. ob seiner Tüch« tigkeit und Erfahrung öfter zu Rathe gezogen. S. starb im hohen Alter von 78 Jahren. Schwarz Joseph lAl lge meine i l lustr i r te Iuden-Ze i . tung (Pesth, 4°.) 1862. Nr> 3.^ j — l t . Zo- hann Schwarz, mittlerweile bereits ge» storben, ein Kleinkünstler aus Gumpendorf in Wien, nicht gewöhnlicher Art, dessen Ar» deiten in Perlmutter auf der Pariser Aus» stelluna im Jahre l835 verdiente Aufmerksam« keit fanden. Er verfertigte vornehmlich Uhren» kästen aus Perlmutter mit gelungenen Nach« ahmungen monumentaler Bauten, wie z. B. San Marco in Venedig. Notre Dame in Paris, des Domes von Cöln, des Stephans« domes in Wien u. s. w. Er wurde mit der Medaille 2. Classe — W26 damals, wo die Medaillen noch nicht, wie später in London und dann wieder in Paris, in anderer Weise zu eilangen waren, noch etwas zu bedeuten hatte — ausgezeichnet. s^O esterreichische Zeitung (Wien, Fol.) 1853. Nr. 227: „Pariser Ausstellung. Oesterreichs Drechsler- waaren".) — t2. Joseph Schwarz (geb. zu Nikolausdorf, gewöhnlich Nixdorf, in Böhmen im Jahre 1730. gest. zu St. Peters, bürg um daS Jahr 1808). Von seinem neun» ten Jahre an befand sich S. in Dresden, wo er die Bildhauerkunst leinte und mehrere Jahre verweilte. Er arbeitete in Stein. Metall und Holz Figuren und Anderes, vornehmlich aber im Decoratiönsfache, worin er großen Ruf besaß. Von seinen in Holz ausgeführten Ornamenten, besonders von Laub« und Blu- menuerzierungen, heißt es, daß sie täuschend der Natur nachgeahmt seien. Uni das Jahr 1770 begab sich der Künstler nach St. Peters, bürg, wo er an der dortigen Akademie ange. stellt wurde. Auch daselbst, wie früher in Dresden, führte er Arbeiten in Stein. Metall und Holz aus. Als ein ganz außerordent- liches Kunstwerk seiner Hand wird ein Blu> menstrauß mit einem Spinnengewebe, aus Holz geschnitzt, gerühmt. Im Jahre 1794 wurde er zum akademischen Rathe ernannt. Leider liegen nur diese spärlichen Nachrichten über den tüchtigen Künstler vor. Ber» nou i l l i in seinen „Reisen" gedenkt seiner (Bd. IV , S. 130). nennt ihn aber irr» thümlich Johann Gott l ieb Schwarz. ^Meusel ( I . G.), Künstler-Lexikon von 1808 und 1809 (8°.) Bd. I I , S. 337. — Keller (Heimich), Nachncht von allen gegenwärtig in Dresden lebenden Künstlern (Leipzig 1788. Dyck. 8o.)S. 1U5.)— 13. Joseph Schwarz, ein Maler, aus Olmütz gebürtig, der in der zweiten Hälfte des^ 18. Jahrhunderts in sei» neliz Vaterlande seine Kunst ausübte. Von
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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