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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 326 -
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Seite - 326 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

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Schwanenbrunner 32s Schw ar^enbrunner fttzung vollendet, schickte sie der Prälat an die Wiener Studien-Hofcommission mit dem Anerbieten, wenn sie tauglich befunden würde, darüber zu verfügen. I n einiger Zeit wurde sie mit einem Be» lobungsdecretezurückgeschickt und bemerkt, man finde eine Uebersetzung gar nicht nöthig; aber im October 1816 erschien dennoch eine solche, fast wörtliche, welche allgemein vorgeschrieben wurde! — An« fangsIännec1813erhieltS.diePriester. weihe. Im Jahre 1816 übernahm er als supplirender Professor das Lehramt der Physik, für das er sich vorher ganz ausschließlich vorbereitet, nebenbei aber noch Unterricht im Pianospiele genom« inen hatte. Am 22. März 1817 wurde er zum wirklichen Professor der Physik ernannt und versah dieses Lehramt bis 1826. Nebstbei trieb er Studien in den orientalischen Sprachen und gab daraus und aus mathematischen Fächern Zog» lingen Privatunterricht. I n den Ferien unternahm er Erholungsreisen, 1818 nach Italien biS Neapel. 1819 nach Wien und Böhmen, 1823 nach Steier- mark und Oberösterreich und 1827 über Wien nach Ungarn. Auch wurde S. in dieser Zeit seines Lehramtes, als das Stift seiner zerrütteten Vermögensver- Hältnisse wegen einen kaiserlichen Admi- nistrator erhielt, zum Actuar desselben ernannt, in welcher Stellung er einen tiefen Einblick in wirthschaftliche Verhalt- niffe überhaupt und in jene des Stiftes insbesondere erhielt. Auch übernahm S. im November 1821 wegen steter Krank« lichkeit^des Astronomen Derf f l inger provisorisch die Sternwarte, ohne je- doch dabei thätig zu sein. Erst nach Derff l inger's am 18. April 1824 erfolgten Ableben übernahm S. bleibend das Amt. Nach etwa sechsjähriger Tha- tigkeit in demselben gab er eines Tages Zeichen von Geisteszerrüttung und war nach wenigen Tagen, erst 40 Jahre, alt, eine Leiche. S. hatte sich offenbar über» arbeitet, seinem ohnehin nicht zu kräftigen Körper mehr, als er zutragen vermochte, aufgebürdet, wozu noch ein besonderes Ereigniß, dessen am Schlüsse gedacht wird, hinzutrat, das aber genügte, um bei dem schon bestehenden gewaltigen Ueberreize der Nerven die Katastrophe herbeizuführen, welche mit seinem Tode endete. Fellöcker in der in den Quel« len angeführten Geschichte der Krems» münsterer Sternwarte gibt ein recht an» schauliches Bild der umfassenden, nie rastenden, Alles leisten wollenden und in beständiger Gährung eines fortdauern» den Bildungsproceffes begriffenen Thä- tigkeit dieses ebenso edlen, als tiefgebil. deten Mönches. Von seinen zahlreichen Arbeiten ist nur der geringste Theil im Drucke erschienen, nämlich astronomische Beobachtungen inSchumacher's „Astro» nomischen Nachrichten". 1823—1829, und über sein bei Kometenbeobachtungen gebrauchtes Winkelmikrometer, ebenda 1827. Aber wie groß, wie mannigfaltig ist die Zahl seiner im Stifte Krems- münster aufbewahrten Handschriften, von denen hier nur eine Auswahl der wichti« geren folgen möge. Die von S. im Stifte aufbewahrten Manuscripte um« fassen nicht weniger denn 43 Nummern, die Ergebnisse seiner Studien und Arbei» ten von 1809 bis 1830, darunter vor Allem: „Vorarbeiten zu einer Geschichte Kremsmünsters", in 8 Bänden (zusam« men etwa 3200 S.), wovon Fellöcker eine ausführliche Inhalts - Uebersicht (S. 161—181) mittheilt; — dann „Oekonomische Notaren". 3 Bände, aus der Zeit, als er in der Stellung des Actuars des StiftsadministratorS thätig war; diese Vorarbeiten zur Geschichte
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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