Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 336 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 336 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

Bild der Seite - 336 -

Bild der Seite - 336 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32

Text der Seite - 336 -

Schwarzer 336 Schummer Peschel" zu werden; aber das Mini- stergewefenfein lag wie ein Alp auf ihm. Allem Neuen und Großen brachte er ein stets offenes, empfängliches Gemüth ent« gegen. Jeden Fortschritt, jedes Talent begrüßte er mit einer beinahe jugendlichen Begeisterung. Er war eine geistig sehr bewegliche und auf allen Gebieten an« regende Persönlichkeit, voll Empfindung für die Form und mit einem seltenen Scharfsinne für die Aufsindung der ver» borgenen Quellen des Talents begabt. Die „Pesi.Ofener Zeitung" in einem ihrer Feuilletons erzahlt in anziehender Weise (1860, Nr. 71). wie prächtig er es verstand, in seiner Redaction Jeden an seinen rechten Platz zu stellen und seine Aufgabe vom richtigen Gesichtspuncte aufzufassen und dann darzustellen. Ein emancipirter. hell denkender Geist, in der Schule harter Erfahrung großgezogen, frei von den Fesseln des Vorurtheils, hätte Schwarzer ungemein nützlich werden können, wenn es ihm nicht, wie schon so manchem tüchtigen Geiste, an Luft und Sonnenschein gefehlt hatte. Niedrige Sorge, geistaufreibende A> beit, verbunden mit dem Gefühle, ein besseres Loos verdient zu haben, schnitten vorzeitig den Faden seines bewegten Lebens ab. Bald nach Schwarzer's Tode meldeten die Blätter („Presse", 4. März 4860), daß Schwarzer schon vor einigen Jahren dem Dichter Ludwig August Fr an kl die Daten zu einer Schilderung seines bewegten Lebens über« geben habe. Eine Darstellung desselben wäre, wie bereits bemerkt, nicht blos für angehende Journalisten, sondern über« Haupt als Geschichte eines vom Schick« sale viel umhergeworfenen, geistbegabten Mannes ungemein lehrreich. Presse (Wiener polit. Blatt) 1860, Nr. 80: „Ernst von Schwarzer". — Meyer (I.), Das große Conversations'Lerikon für die gebil. deten Stände (Hildburghausen. Bibliogr. In« stitut, gr. 8".) V. Suppl.-Band. S. 637. — Bohemia (Prager polit. u. belletr. Blatt. 4°.) 1860. Nr. 69. S. 6l7. in der Rubrik: „Sterbefälle" snach dieser gest. am 18. März). — Tagesbote aus Böhmen (Prager polit. Blatt) 4860. Nr. 81, im Feuilleton l>ach diesem geb. am 13. August 1805). — I l lu< strirte Zeitung (Leipzig, I . I . Weber. Fol.) XXXIV. Bd. (1860). Nr. 878, S. 299. — Laube (Heinrich), DaS erste deutsche Par» lament (Leipzig 1849. Weidmann, t>o.) Bd. I, S. 154. — Reichstags'Gallerie. Ge« schriebe-ne Porträts der hervorragendsten De> putirten des ersten österreichischen Reichstages (von Adolph Neustadt) (Wien 1848, Jas. per. Hügel u. Manz. 8°.) I. Heft. S. 23. Nr. 9: „Schwarzer". — Ebeling (Fnedr. W.), Zahme Geschichten aus wilder Zeit (Leipzig 1831, Kollmann. 8°.) S. 86 u. f. — Porträt. Sehr ähnlicher Holzschnitt nach einer Originalzeichnung, in der IllustrirtenZeitung. Nr. 878, 28. April 1860. S. 300. — Schwär- zcr's Grabdenkmal. Als Schwarzer, der uermögenlos, ja noch mehr. in mißlichen öko» nomischen Verhältnissen gestorben, wurde er auf dem St. Marrer Friedhofe bestattet, und ein einfacher Denkstein an der westlichen Ein» fafsungsmauer des St. Marrer Friedhofes bezeichnete die Grabstätte deö Mannes. des> sen rastloses Leben erst im Grabe die Ruhe gefunden. Nach einigen Jahren erhob sich über der Ruhestätte des ehemaligen Mi' nisters eine Votivcapelle, im einfachen, edlen Style, überdieß in kostspieliger Art erbaut. Wer der Erbauer derselben und auf wessen Kosten dieselbe erbaut, ist nicht bekannt. Je» denfalls ist die.se Cauelle das schönste Grab. denkmal des St. Marxer Friedhofes. Wie man erzählte, soll eine Dame dieselbe haben aufführen lassen und dafür über 20.000 ft. bezahlt haben. Schwarzer, Franz, flehe: Schwarz, Franz >^S. 318. in den Quellen Nr. 6^>. Schwarzer, auch Schwartzer, Johann Ludwig Freiherr von (Domherr zu Gran in Ungarn, geb. auf der Insel Rügen im Jahre 1734, gest. zu Cadix 18. December 1301). Entstammt einer schwedischen Adelsfamilie. Sein Vater, Capitän in einem Reiter-Regimente, ließ
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich