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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 352 -
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Schweige!. 332 Schweig el Weisung gefallen und nahm sie dem wackeren Schweigel um so weniger übel, als er nach Besichtigung der nun in die Altare ordentlich eingestellten Bil> der 5»ie Schönheit derselben selbst aner. kannte und bewunderte. Zu anderen be« deutenden Arbeiten des Künstlers zählt man auch jene in der Kirche zu Tischno» witz. Insbesondere sollen ihm Engel und Kindergesialten gelungen sein. und alle seine Werke neben großer Naturwahrheit in Gestalt und Stellung überhaupt eine ungemein gefallige Form auszeichnen. In^der ersten Zeit seiner Kunstübung soll S. auch in Oel gemalt haben, was bei seiner Art. in der Sammlung von Oel« biloern seines Vaters zu studiren, gar nicht unwahrscheinlich ist. Das Hoch- altarbild in der Pfarrkirche zu Wolframitz im Znaimer Kreise Mährens wird als sein Werk bezeichnet und bekundet, wenn dieß der Fall, eine nicht geringe Kunst» fertigkeit S.'s auch im Gebiete der Oelmalerei. Schweigel war aber nicht blos Bildhauer und Künstler, sondern, was noch heute zu Tagc hier zu Lande gar selten, ein Mann von Bildung, der auch über Meißel und Pinsel hinaus etwas gelernt hatte und dafür zeitlebens Interesse behielt. So interessirtc sich S. um den Zustand der Kunst in seinem Vaterlande und sammelte Notizen über die einzelnen Werke der Baukunst, Plastik und Malerei in Mähren, welche später in den «Besitz des vorerwähnten, Ernst Hawlik gelangten und von diesem bei seinen kunstgeschichtlichen Arbeiten über Mähren auch benützt wurden. Schwel« g el starb im hohen Alter von 77Jahren, einen geachteten Namen als Mensch und Künstler hinterlassend. Uebersicht der Mdhanerarbeiten Andreas'Schnei- gel'5. In Brunn, und zwar in der Dom« ' kirche zu St, Peter und Paul: In Stucco gearbeitet der Gruß der Mutter Gottes durch den Erzengel, an der Rückwand des Altars einer an die Epistelseite des Presbytenums angebauten Capelle; — Stuccoarbeiten an den Seitenaltären des h. Kreuzes und der HH. Cyritl und Methud im Kirchenschiffe, mit zwei ^eitenfiguren von Gyps, und Ver» zierungen an der Kanzel, an den Altarnischen und am Baldachin über dem Hochaltar; — endlich Basreliefs über den zwei Seitenein, gangen; — in der Fi l ialkirche zum Erz. engel Michael ebenda: Die HH. Rosalia, Maria Magdalena und Johann von Revo« muk bei Altären im Schisse der Kirche; — in der Stadtpfarre zum h. Jacob.- Bild. säulen und Bildhauerarbeiten zu den 1730 an Stelle der.hölzernen erbauten steinernen Altären; — in der Kirche Mar ia Opfe. rung im Brünner adeligen Damenstifte „Maria Schul": Bildhauerarbeiten zu den Altären; — in der St. Iosephskirche beim Nonnenkloster der Nrsulinerinen: Altar« Bildhauerarbeiten; — in der Kirche der h. Magdalena: Alle Bildhauerarbeiten seit 1759 und 1760, mit Ausnahme jener am St. Antons-Altare; — in der Pfarrkirche zur H immel fahr tMar iä : Bildhauerarbeiten: das h. Kreuz und die schmerzhafte Mutter Gottes, 1784; dann sämmtliche Bildsäulen am Hochaltar; — in der ehemaligen C o li- ve nt kirche des Dominikaner, Nonnenklll» sters.- Die Bildhauerarbeiten, Marmorirung und Vergoldung zu den acht Seitenaltären; — in der Kirche der Vorstadtpfarce Obrowitz bei Brunn: Stucco- und Bild- hauerarbeiten an der Kanzel und dem alten Altare; ferner das Grabdenkmal des Stifters der Abtei, Leo Grafen v. Kl ob auk, 1782; — in der Kirche der Pfarre zu Wranau: Ein Altar mit Gypsfiguren auf dem Gebet- chor hinter dem Hochaltar; Architectur und Statuen zu allen Altären, mit Ausnahme des Hochaltars und jenes des h. Franz de Paula; — in der St. Georgskirche der Local-Curatie Ezebin: Bildhauer» und Staffirarbeiten am Hochaltar; — in der Pfa rrkirche zu Rai- gern (nur wahrscheinlich): Gypösiguren zu den drei Altären; — in der Sti f tskirche ebenda: Die Arbeiten am Hochaltar, nämlich der eigentliche Opferaltar mit rothmarmor- ner Tumba und dem theilweise vergoldeten Tabernakel, an dessen jeder Seite ein ganz vergoldeter Cherubin in anbetender Stellung und darüber eine auf Säulen ruhende, mit dem Benedictinerkreuz gekrönte Kuppel; fer
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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