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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 354 -
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Schweige! 364 Schmegel einer Fläche von nahezu 1000 Quadratklaf. tern erhebt, seine Entstehung. Die bedeuten» den materiellen Mittel, welche der Bau erfur» derte, streckte Varon Schwarz II. d. S. 302) unter Bedingungen vor, wie sie kaum vor» theilhafter gewünscht werden können. Den Entwurf aber führte Architekt Eugen Schweigt aus, der mit diesem Werke zum ersten Male in Wien debutirt. Schweig! hatte bis dahin in der Provinz (wohl in Salzburg) gearbeitet, Baron Schwarz war es vorbehalten, den talentvollen Mann an eine ihm und seinem Talente mehr entspre chende Stelle zu setzen. sDie Bombe (Wie ner Witzblatt) !57S. Nr. 2l. mit Abbildung des nach Schweigl's Entwürfe ausgeführ ten Baues.) — 2. Joseph Schweig! (geb. zu Rattenberg in Tirol um das Jahr l?60, Todesjahr unbekannt). Ein Sohn des Stadt lchreibers Schweig l zu Rattenberg, besuchte die Iesuitenschule zu Hall, dann die von Benedictinern geleitete Hochschule in Salz bürg, und als es galt, sich für einen Lebens, beruf zu entscheiden, trat er in das Bene, diclinerstift Fiecht in Tirol, aus welchem er nach erlangten Weihen als Caplan in daS Benedictiner.Nonnenstift Säben versetzt wurde, in welchem er sich zur Zeit befand, als im Jahre 1797 der Einfall der Franzosen in Tirol stattfand. Der Einfall, erfolgte am 24. März g. I . , am 3. April kam es bei Pardell un< weit Säben zum Kampfe. Die Bauern, die in den Häusern versteckt waren, empfingen die Franzosen, als diese, einen Widerstand kaum mehr ahnend, vorgedrungen waren, mit einem von gleichzeitigen Schüssen begleiteten Steinregen und hatten eine gräßliche Nieder« läge unter den Franzmännern angerichtet, so daß diese die Flucht ergriffen, wählend ihnen die Bauern in Wuth und Kampflust nach« jagten. Die Zage war eine solche geworden, daß Caplan Schweig! es im Interesse bei« der Parteien für zweckmäßig hielt, den Frie» den zu unterhandeln, wozu ihm das in Salz» bürg erlernte Französisch sehr zu Statten kam. Der Friede kam zu Stande und die Franzo« sen machten sich anheischig, sich unter keiner« lei Vorwande auf Pardell oder den Anhöhen von Lazfons sehen zu lassen. I n Anecken, nung dieser Wassenthat erhielt jede Compa< gnie der Gemeinde Lazfons von Seite der tirolischen Landschaft eine eigene Fahne mit dem fürstbischöflich Vrixnerischen und dem tirolisch landschaftlichen Wappen, mit der großen Ehrenmedaille geziert, und Caplan Schweig! wurde für sein umsichtiges, tact« volles Verhalten, wodurch er das Städtchen Klausen, das Nonnenstift Säben und die ganze Umgegend vor der Wuth des Feindes rettete und somit große Verheerung und vie, les Unglück verhütete, mit der großen Ehren» Medaille ausgezeichnet. Mit Interesse lesen sich seine, in den „Tiroler-Stimmen" (1859 oder 1860. Beilagen zu Nr. 47 u. f.) mitge- theilten „Züge aus dem Leben eines Patrio» ten", in welchen er Erlebnisse in jenen Tagen darstellt, wie er z. B. sein kleines Ersparniß. das in mehreren Goldstücken bestand, in das Weihbrunnkrüglein versteckte, weil er meinte, „die Franzosen nehmen gewiß keinen Weih« drunn", und thatsächlich, nach der Rückkehr aus dem Kampfe fand er die goldenen Tropfen vollzählig und unversehrt im Krug« lein; ein andermal, wie er einem sterbenden Franzosen die letzten Stunden erleichterte, als er denselben zu dessen großem Erstaunen in französischer Sprache tröstete und betend dem Schutze des Allmächtigen empfahl. sTiroler Almanach auf das Jahr 1802, 'S. 5l u. f. — Staf f ie r (Johann Jacob), Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topogra« phisch mit geschichtlichen Bemerkungen (Inns« brück 1847, Felician Rauch. 8") Bd. I I , S. 967 u. f.) — 3. I n den Kirchen Mährens sinden sich auch noch Bildhaueralbeiten von einem Thomas Schweig! , der vielleicht ein naher Verwandter des Andreas und wohl gar ein Onkel, nämlich ein Bruder des Anton Sch., ist. Von seinen Arbeiten sind anzuführen.- in der Kirche der Local-Curatie Krepitz: Die aus Holz geschnitzten Statuen des Heilands am Kreuze, der Mutter Gottes und des h. Johann an dem einen Altar; — in der Kirche der Local-Curatie Kröowy: Bildhauerarbeiten an den Seitenaltären zum h. Joachim und h. Anna, sammt Tabernakel und Kanzel; — in der Pfarrkirche zu Po. so ritz: Bildhauerarbeiten am Hochaltar; — in der Pfarkirche zu Z ia rösch itz: Bild« hauerarbeiten am Hochaltar; — in der Pfarr» kirche zu Stignitz.- Alle Bildhauerarbeiten, und in der Pfarrkiche zu Wol f ram itz: Bildhauerarbeiten am Hochaltar. SchMgel, Joseph Freiherr von, Zeb. zu O berg örjach bei Veldes in Kram 29. Februar 1336). Seine in Ober« görjach ansässigen Eltern betrieben Land« wirthschaft und Handel. Den ersten Unter«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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