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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 355 -
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Schwegel 363 richt genoß er in der Dorfschule seiner Heimat und später in Villach. Das Gym« nasium besuchte er in Laibach, wo er durch fünfIahre im Collegium Aloysiarmm seine Erziehung genoß. Nach beendetem Gym« nafium und nachdem er dann durch kurze Zeit am Iosephinum in Wien medicinische Studien betrieben, trat er im Jahre 1884 in die orientalische Akademie, die er nach fünf Jahren verlieh, um in auswärtige Dienste in Verwendung zu treten. Ende 4839 kam er als Consulareleve zum k. und k. Generalkonsulate nach Alexandrien (Egypten). Bei diesem Amte verblieb er eilf Jahre und bekleidete bei demselben, theils in Alexandrien und theils in Cairo. nach einander die verschiedenen Stellungen als Vicekanzler, erster Dolmetsch, Kanzler und zuletzt von 1869 bis 1870 als Con- sul. Wahrend dieser Zeit unternahm er auch größere Neisen in Europa, in Egyp« ten und jenseits der Grenzen dieses Lan- des nach Süden und Osten. Nach der Eröffnung des Suezcanales und nachdem er dem Ausbaue dieses Werkes vom Be> ginne an bis zu seiner Vollendung in un> mittelbarer Nähe gefolgt war, wurde er als Consul und Commerzkanzleidirector der k. und k. Botschaft nach Constan- tinopel berufen, welchen Posten er von 1870 bis 1872 bekleidete. Gegen Ende 1871 erging an ihn der Ruf zur Ueber« nähme der Leitung der orientalischen Ab« theilung der Wiener Weltausstellung von 1873 und zugleich erfolgte feine Grnen« nung zum k. und k. Generalconsul. In« dem er diesem Rufe unter Belafsung in seiner Stellung in Constantinopel folgte, fiel ihm die Aufgabe zu. im Jahre 1872 verschiedene Lander des OcientS, von Egypten an. Syrien und Kleinasien, so- wie die europäische Türkei zu bereisen, um die nöthigen Vorbereitungen für die seiner Leitung übertragene Abtheilung der Aus» stellung, die unter der Türkei und ihren Vasallenländern auch Marocco, Persien und die Länder Ostasiens umfaßte, durch» zuführen und später seinen bleibenden Aufenthalt in Wien zu nehmen. Inmitten dieser Thätigkeit wurde er im März 1873 zur Dienstleistung in das k. und k. Mini- sterium des Aeußern berufen, zum Hof- und Ministerialrathe ernannt und mit dem Referate der landespolitischen Ange» legenheiten als Nachfolger des Baron Max Gagern betraut. I n dieser Stellung mir erweitertem Wirkungskreise als'Chef der handelspolitischen Section dieses Ministeriums, ist der Genannte noch heute thätig. Sch. war schon in frühester Jugend auf literarischem Gebiete thätig. Verschiedene slovenischo Publicationen in Prosa und Versen sind von ihm, zum Theile unter dem Pseudonym Rado» nieviä, in der Zeit von 1830—34 er« schienen. Später widmete er sich mitVor- liebe volkSwirthschastlicken und vorzugs- weise handelspolitischen und den einschlä- gigen geographischen Studien. Es gelang» ten von ihm in die Oeffentlichkeit mehrere Monographien und Abhandlungen über volkswirtschaftliche Materien, die Han» delsbeziehungen und den Schifffahrtsver« kehr zwischen Oesterreich und Egypten be- treffend, über die Cultur und den Han> delsverkehr der Baumwolle, über den Suezcanal und das Rothe Meer, u. a. m. Während der Weltausstellung 1873 pu- blicirte er eine Folge von volkswirth» schaftlichen Studien über einzelne der wichtigsten Handelsemvorien des Orients; unter seiner unmittelbaren Leitung wurde jene über Constantinopel und Tunis zu- sammengestellt. Ebenso gelangten unter seiner Zeitung zwei große Karten, eine Generalkarte und eine Culturkarte der Lander des ottomanischen Reiches, sowie eine in sehr großem Maßstabe plastisch
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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