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Schweiger 367 Schweiger
storbene Bruder Dr. A. Schwegel auf
medicinischem Gebiete als Schriftsteller
thätig und anerkannt war, leben nur noch
ein Bruder und eine Schwester als Guts
bescher in Kram, wo auch Baron Schwe>
gel als Großgrundbesitzer auf Grimschitz
Hof bei VeldeS begütert ist.
Freiherrenstands « Dip lom vom Jahre
1875.— DerOsten (Wien. 4".) t871, Nr. 2l :
„Consul Schwegel und die österreichische Co-
lonie in Constantinopel". — Wappen. Von
Blau und Silber gevirrteter Schild mit einem
blauen Mittelschilde. I n diesem eine ruhende
' silderneSvhynr, überstiegen von einem goldenen
Sterne. Das 1. und 4. blaue Feld durchzieht
schrägrechts ein goldener, mitfünfverschränkten.
silbernbespitzten. roth befiederten und umwun»
denen Pfeilen belegter Balken. 2. und 3. zeigt
in Gold eine schwebende rothe Wiege, deren
unterem, dem Rande des Schildes zugekehrtem
Ende ein natürlicher Eoelfalke, einwärts gekehrt
auffitzt. Devise: I^dor, ooneoi'äiH. Auf dem
Schilde ruht die Freiherrnkrone, mit blauen,
silbernen und goldenen Decken umgeben. Die
Helmkrone trägt Adlerflügel-, denen ein
goldener Stern eingestellt ist. Schildhalter:
Goldene Greifen.
Schweiger, auch Schwaiger, Thad«
daus Johann Franz (gelehrter Prä«
monstratenser. geb. zu Presnitz
in Böhmen im Jahre 4692. gest. zu
Prag 11. November 1743). Nach be-
endeten Vorbereitungsstudien trat er im
October 1711 in das Prämonstratenser-
stift Strahow soder Sion) in Prag, in
welchem er den bisherigen Tausnamcn
JohannFranz mit dem Klosternamen
Thaddäus vertauschte. Im Stifte sehte
er seine Studien fort und erlangte im
Jahre 1717 die Priesterweihe. In Anbe-
tracht seiner Rednergabe übertrug ihm
sein Abt das Predigtamt deutscher
Sprache im Stifte, welches er mehrere
Jahre hindurch versah. Da er in der
Folge im Lehramte verwendet werden
sollte, ließ ihn sein Prälat die Vorträge
der Karolinischen Universität besuchen, worauf ihm das Lehramt der Philoso,
phie im erzbischöflichen Kollegium zu
St. Norbert in dcr Präger Altstadt über«
tragen wurde. Dieß war nur ein Ueber«
gangsposten, da S. bestimmt war, theo»
logische Fächer vorzutragen, und in der
That wurde er im Jahre 1727 Profeffor
der geistlichen Rechte, später der dogma-
tischen Theologie und zuletzt der Contro«
verse. Zur Erlangung oer Würde eines
Doctors der Theologie disputirte er am
23. Juni 1743 öffentlich in der Caroline.
worauf ihm auch der Doctorgrad ertheilt
wurde, dessen sich zu erfreuen ihm jedoch
nicht lange' gegönnt war. denn nur we>
nige Monate spater, im schönsten Mannes'
alter von 51 Jahren, raffte ihn der Tod
dahin. I n seinem Fache schriftstellerisch
thatig, hat S. folgende Schriften durch
den Druck veröffentlicht:
1728,
1729,
1729,
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8«.); 7-. HS^'NT-S ^67-2
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon