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Schlveiger-Lerchenfeld 338 Schweiger-Lerchenfcld
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(Mä. 1733, 8«.); — „Fs ^?-6 st
(idiä. 1734, 8".); — „
1736, 80.) ; — „ . . .
is« sidiä. 1733, 8<>.);
ois" (idiä. 1740, 8".). Wie auS voo
stehender Uebersicht erhellet, sind eS
durchaus Lebensfragen der römischen
Hierarchie, welche S. mit allem Auf
wände jener nutzlosen Gelehrsamkeit, die
gerade um die Mitle des vorigen Jahr
Hunderts in ihren letzten Zuckungen sich
windet, erörtert und bei der Fülle seines
Wissens und dem großen Scharfsinne
einer theologisch geschulten Logik, den er
besaß, wäre er unwissentlich von jener
unsichtbaren, systematische Geistesvernich.
tung anstrebenden Partei geleitet, welche
heute noch im Finstern wirkt oder doch
zu wirken sucht, wohl ein mächtiges
Werkzeug derselben geworden, wenn nicht
der Allerwelts-Mittter Tod dazwischen
getreten wäre.
Pelze! (Martin). Abbildungen böhmischer und
mährischer Gelehrten und Künstler nebst kur.
zen Nachrichten u. s. w. (Prag 1786, 8".)
Bd. IV, S. 92 lim Terte erscheint er mit e
(Schweiger), auf deni Bilde mit a (Schwai.
ger) geschrieben .^ — Porträt. Unterschrift:
?baäasu5 sckv^izsr. A. Niderhofer 2c
?l232y (8».).
Schweiger-Lerchenfeld, Sophie Ba-
ron'm (Hu man istin, geb. 2 l . April
4795. gest. zu Linz im August 1863).
Eine geborne Freiin von Fr ies. ver>
malte sie sich im Jahre 1814 mit Io -
sep h Freiherrn von Schweiger»Ler»
chenfeld, k. k. Major in der Armee
und seiner Zeit Dienstkämmerer des Car«
dinal-Erzbischofs Rudolph von Ol- mutz. Erzherzogs von Oesterreich. Nach-
dem ihr Gemal am 31. Juli 1830 ge«
storben, kehrte die Witwe, welche schon
lange katholisch dachte, fühlte und betete,
vom Calvinismus zur katholischen Kirche
zurück und legte in der Pfarrkirche zu
Ischl das katholische Glaubensbekennt-
niß ab. Ihr Grundsatz war, als Katho»
likin an guten Werken hereinzubringen,
was sie früher versäumt zu haben meinte.
Als der Gesellenverein in Linz kaum ein
Jahr alt war, überraschte sie den Vor«
stand desselben mit dem unverzüglich
auszuführenden Anbote: Sie wolle dem
Vereine ein Haus kaufen, daß er sichere
Statte habe, und so wurde am 2. Fe«
bruar 1833 das jetzige Gesellenhaus um
18.600 fl. gekauft, wozu sie alsogleich
43.000 fi. spendete. Sie hatte seitdem
nicht aufgehört, die Lasten des HauseS,
Adaptirungen, Reparaturen, Steuern,
Einrichtung des Gesellenhospizes u.-s. w.
zu tragen, und nur durch ihre vielen Bei»
träge war es möglich, einen Fond für
den Verein zu sammeln und die Pflege
kosten des Hospizes zu bestreiten. Ihr
Grundsatz: ein gutes Werk, hier den
Gesellenverein, mit allen möglichen Kräf-
ten zu sichern und bestandfähig zu machen,
hinderte sie nicht, noch viele andere gute
Werke zu üben, als Mitglied deS wohl«
thätigen Frauenvereins die Armen zu
besuchen, für Kirchen und Anstalten zu
geben, und sie hat viele Hunderte von
Gulden in größeren und kleineren Gaben
verschenkt, ohne daß Jemand ahnte, daß
die Gaben von ihr kamen. Um in dieser
Beziehung mehr wirken zu können, ver«
kaufte sie die Equipage, versagte sie sich
manche Reise und Bequemlichkeit. I n
der letzten Zeit mehrere Monate schwer
leidend, erlag sie, 68 Jahre alt, ihrer
Krankheit. Ihre Leiche wurde nach Ischl
überführt, um in der auf dem dortigen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon