Seite - 374 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Bild der Seite - 374 -
Text der Seite - 374 -
Schroeninger 374 Schweninger
In Würdigung der Verdienste S.'s um
das Bauwesen überhaupt und jenes von
Wien insbesondere wurde er schon im
Jahre l866 zum wirklichen Mitgliede der
f. k. Akademie der bildenden Künste in
Wien ernannt, später in den erbländi«
schen Adelstand mit dem Prädicate von
Lanauberg erhoben und ihm 1874
noch der Titel eines Oberbaurathes tar«
frei verliehen.
I l lust r i r te Beilage deS Floh (Wien. Fol.)
VI . Jahrg. (1874). Nr. 3: „Das Cavaliers.
Casino am Kolowrat.Ninge" Daselbst wird
1313 als Schw endenw ein'3 Geburtsjahr
angegeben .^
Echweninger, öfter auch Echwennin«
ger, Karl (Landschaftsmaler, geb.
zu Wien. Geburtsjahr unbekannt).
Ein zeitgenössischer Künstler, über dessen
Lebens» und Bildungsgang keine Nach»
richten vorliegen; nur der Ergänzungs»
band zu M ü l l e r» K l u n z i n g e r's
neuestem Künstler-Lexikon: „Die Künstler
aller Zeiten und Völker" (auch als
4. Band von A. Seubert bearbeitet)
gibt die karge Notiz, daß er ein Land»
fchaftsmaler der Gegenwart in Wien sei
und seine „tüchtig gemalten Landschaften
hauptsächlich Nachahmungen der großen
Meister" seien. Wie diese Behauptung
aus der folgenden Uebersicht der Bilder
S chweni n ger's, welche meist bestimmte
Gegenden behandeln, sich rechtfertigen
läßt, ist schwer zu sagen. KarlSchwe«
ninger hat zum ersten Male im Jahre
1842. und zwar in der k. k. Akademie
der bildenden Künste ausgestellt, dann
folgten seine Arbeiten mit jedem Jahre,
und seit 1832 hat er auch steißig die
Monats - Ausstellungen des österreichi«
schen KunstvereinS beschickt. Bezüglich
der Bilder in diesen sei bemerkt, daß eine
große Anzahl derselben mit den allge-
meimnBezeichnungen „Abendlandschaft", „Gewitterlandschaft", „Waldlandschaft".
„Gebirgslandschaft", „Ideale Land»'
schaft" u. s. w. bezeichnet sind. Wir hal>
ten es für hinreichend, zu erwähnen, daß
S. eine große Menge Bilder unter obigen
Bezeichnungen in der Reihe von Jahren
ausgestellt hat und führen von den ge«
nannten nur die vom Kunstverein ange»
kauften, von den übrigen aber nur jene
Gemälde an, welche eine ganz specielle
Bezeichnung haben. I n den Iahres-Aus»
stellungen in der k. k. Akademie der bil-
denden Künste bei St. Anna in Wien
waren zu sehen (Aquarelle sind ausdrück-
lich als solche angeführt, alle anderen
sind Oelbilder) im Jahre 1842: „Amge-
bung Ullm Schneebrrge"', — 1843: „Ansicht
van schllttmien" ; — „Ansicht unn
mit dem Zchnecderge"; — 1844: „
schlug"; — „Brück un der Nnr"; — 1846:
„Zllt-Aussre"; — „Netzen im Gnnstliale",
die bisher genannten Bilder sämmtlich
Eigenthum Ferdinand's Fürsten von
Lobkowitz; — „Ansicht mn Gratz"; —
„St. (Olltthard bei Gratz", dieseS und das
vorige Eigenthum des Grafen von
Traun ; — 1847: „Nnine 5e5 Schlusses
Giistilig an t>er Mm bei Grutz"; — „Ansicht
des Kanptpllltzes n^ Orütz"; — 1846:
„Parthie aus dem bayerischen Dachgebirge bei
ZlbrMelenchtnng" (180 fl.); — 1852:
„Nüldlllndschlltt" (300 fi.); — 1856:
,Gewitter" (300 st.); — 1859: „Ideale
Andschlltt" (300 fi.); — 1864: „Nie
Tekertuhrt unk dem see" (300 st.); —
„Weidrnde Kühe" (300 st.); -> in den
Monats-Ausftellungen des österreichischen«
KunstvereinS. 1852: „Valdlundschatt bei
herannuhendem Gemittkr" (vom K. V. ang.ek.
um 300 fl.); — 1853: „Oeuntterlandschlltt"
(vomK.V.angek. um 300 fl.); — 1854:
„AnlllndschuN« . Eigenthum deS Chev.
Rousseau d 'Happancour t ; —
1856: „Zer Frühling", nach Kleist's
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schrötter-Schwicker, Band 32
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schrötter-Schwicker
- Band
- 32
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon