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Sevhine l33 ) Franz
Maria Theresien'Orden und seine Mitglieder
Wien i857, Staatsdruckerei. kl. ^o ) S. 983
u. l746.
Wappen. Silberner Schild mit blauem
Schildeshaupt. Im Schilde drei übereinan«
Verlaufende schwarze Windhunde. Den Schild
bedeckt die Freiherrnkrone. Schildhalter sind
zwei silberne/ gegenüberstehende Windbunde.
Sefhine. Unter diesem Pseudonym
brachten die Wiener Unterhaltungsblätter
derZwanziger-Iahre und noch später Ge«
dichte und andere Beitrage, so z. B. die
Schik h'sche. nachmals Wi t thaue r'sche
„Wiener Zeitschrift" 1824. Nr. 58: „Der
Kampf u. s. w.". C. V. August von
Schindel in seinem Werke: „Die deut«
schen Schriftstellerinnen des neunzehnten
Jahrhunderts" (Leipzig 1828.Brockhaus,
120.) Theil I I I , S. 238, vermuthet unter
diesem Namen Ioseph inePer in von
Gradenstein. über welche dieses Lexi«
kon im XX. Bande. S. 18. ausführliche
Mittheilung enthält. Der Verfasser dieses
Lexikons hielt selbst einige Zeit an dieser
Vermuthung, bis ihm die Aufklarung
wurde, unter dem Pseudonym Sephine
habe sich I oseph ine Freun von Münk
geb. von Holzmeister verborgen, welche
zu Wien am 16. Juli 1798 geboren, in
der Brühl nächst Wien als Witwe eines
Kreis «ForstcommiffärS im Alter von
43 Jahren am 3. September 1843 ge-
storben ist. Ihre Gedichte zeichnen sich
durch Zartheit und Innigkeit auS.
Sepolina (Götzel-Sepolina), Jose.
phine. Eine Ma le r in , zu unterscheiden
von einer zweiten Künstlerin des Namens
Iosephine Cr ippa-Sepol ina. welcher
bereits im I I I . Bande dieses Lexikons
S. 26, gedacht wurde. Von der ersteren
warm in der Iahres'Ausstellung in der
k. k. Akademie der bildenden Künste zu
St. Anna in Wien im Jahre 1835. außer einem Miniaturportrat noch zu sehen:
, Mutter Gllttez mit dem Ninlll" und daS Oel»
mälde „Helene und Glrardll",nach Pinde»
monte'S Tragödie: der eben nach Ve»
nedig zurückgekehrte Gerardo eilt. nach»
dem er den Tod, der ihm heimlich ver-
malt gewesenen Helena erfuhr. zur
Grabstätte derselben auf der Cyprejsen»
Insel, um den theueren Gegenstand feiner
Liebe zum letzten Male zu sehen, und
den Sarg öffnend, fühlt er noch Hele»
nens Herz schlagen. Später hat die
Künstlerin nicht wieder ausgestellt, wie
es auch an Nachrichten über dieselbe fehlt.
Kataloge der Jahres.Ausstellungen in der
k k. Akademie der bildenden Künste bei St.
Anna (Wien. 8°) 1835, S. 7, Nr 70 u. 7l ;
S. 's, Nr. l60.
Sequens, Franz (Maler. geb. zu
Pragin Böhmen. Geburtsort und Jahr
unbekannt, Zeitgenoß). Ein noch junger
Künstler, der seine Ausbildung an der
Präger Kunstakademie erlangt und so
vielversprechende Anlagen gezeigt hat,
daß er zur weiteren Vervollkommnung
nach Italien geschickt wurde. Von seinen
Arbeiten ist bisher nur ein größeres Oel-
gemalde in die Öffentlichkeit gelangt,
nämlich „Heimsuchung Maria", welches in
der Kunsthalle der Wiener Weltausstel.
lung des Iahreg 1873 zu sehen und mit
dem Verkaufspreise von 800 Gulden
bezeichnet war. Man rühmte dem Bilde
nach. daß es ganz «im Geiste Fiesole's.
mit tiefer Empfindung bei correcier
Zeichnung und sorgfältiger Ausführung
gemalt war. — Ein Josefh SequenS.
wohl ein naher Verwandter, wenn nicht
Vetter des Vorigen (geb.- zu Preftiä im
Pilsener Kreise), hat sich als bedeutender
Linguist und durch seine wechselvollen
Schicksale bemerkbar gemacht. Nachdem
er die Gymnasial', philosophischen und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon