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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 135 -
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Serbelloni. Ferdinand 138 ^ Ferdinand Bemerkenswerthe bei den Kraftleistungen dieses weiblichen Herkules war. daß bei ihren Bewegungen keine jener Erschei« nungen sich zeigten, welche bei. mannli- chen Athleten unangenehm wirken, wie z. B. das widerliche Anschwellen der Adern u. dgl. m. Sie führte alles mit weiblicher Grazie und Decenz aus, man sah in ihr nicht schon die mann'weibliche muscnlöse Frau, sondern nur ein junges, kräftig gebautes, wohlgeformtes Mädchen von den angenehmsten, graziösesten Ma« Nieren. Von Wien bereiste S. Ungarn und die Nachbarländer, dann wandte sie sich nach Oberitalien, gab in Venedig, Padua. Verona. Mantua, Lodi, Mailand stark besuchte Vorstellungen. Antrage nach Unteritalien, wo sie in Turin und Neapel Vorstellungen geben sollte, lehnte sie ab, da die zu große Hitze auf ihren Körper zerstörend wirkte. Hingegen wandte sie sich nach Innsbruck und unter- nahm darauf eine Reise nach dem nörd- lichen Deutschland, nach England und Frankreich. Diese Athletin, in dieser Art die erste Erscheinung, erregte, wo sie hinkam, Erstaunen. Schon die Kraft« proben eines Mannes erregen unser Staunen, geschweige denn, wenn erst ein Weib. dessen Körperbau nichts Unge< wohnliches darbietet, Aeußerungen solcher Riesenkraft entwickelt. Er innerungen (Untechaltungsblatt, 4«.) «842, S. tl-j. — Porträt. Unterschrift.- Vlise BerafiN'Luftmann. ! Deutschlands erste Athletin (4",). Serbellsni Duca von Et. Gabrio, Ferdinand (k. k. General derCaval- ler ie in Pension, geb. zu Ma i land l 788. gest. zu Bel laggio am Comersee am 7. Mai 1838). S. entstammte einem der ersten Geschlechter Italiens, aus wei- chem viele Glieder für das österreichische Kaiserhaus gestritten hatten und welches mit ihm erloschen ist (vergleiche S. l37 die Quellen). Am 13. Mai 1300 trat Duca, di Serbe! loni in das bestau- dene 10. Dragoner-Regiment als Cadet ein, avancirte in wenigen Wochen zum Lieutenant bei Karaczay-Dragoner (jetzi» gem 7. Uhlanen-Rägimentei. und im April l864 zum Oberlieutenant beim 3. HuSzareN'Regimente. Im Feldzuge 4803 focht Serbel lon i in Italien und wurde noch im Laufe dieses Krieges Rittmeister im 8. Huszaren«Negimente, quittirte aber am 1. August 1807 ohne Beibehalt des Charakters. Von dieser Zeit bis zum Pariser Frieden diente S er- bel loni in der italienischen Armee mit großer Auszeichnung und hatte das Kreuz der französischen Ehrenlegion und den ehemaligen italienischen eisernen Krön- Orden erhalten. Bei Uebernahme der italienischen Provinzen und Armee bekam Serbel lon i 1813 seine Eintheilung als zweiter Oberst zu Frimont'Huszaren Nr. 9. wurde 18l7 zu Savoyen«Drago» ner. 18!3 zu Palatinal-Huszaren über- setzt. 1319 Oberst und Commandant des 2. Hllszaren.RegimenteS Erzherzog Io» seph. 1828.General-Major und Truppen« Brigadier, im Mai 1833 Feldmarschall- Lieutenant und Divisionär. und 1840 zweiter Inhaber des 6. HuSzarewRegi- mentes König von Württemberg. I n den Vierziger-Iahren befand sich S. als Divisionar in Galizien zu Lemberg. Im October 1848 erhielt Duca di Serbel- loni das Commcmdo des Reservecorps in der Armee des Feldmarschalls Fürsten Wi ndisch «Gratz, trat aber schon am <. April 1849 mit dem Charakter eines Generals der Kavallerie in den Ruhe- stand, den er abwechselnd zu Wien und in Italien verlebte. Als im Jahre 1837 Ihre Majestäten Oberitalien besuchten, zeichnete d?r Kaiser den greisen General
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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