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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 138 -
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Seite - 138 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34

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Serbelloni, Gabriel 138 i) Johann Papst Pius V. bestätigte. Aber nur wenige Jahre bekleidete Fabricius letztere Würde, 02 er schon lo6N zu Rom starb. Seine Gemalin Franziska geb. Nalaspina überlebte ihn l^Reilly (Franz Ioh. Iof. u.), Skizzirte Biographien der berühmtesten Feld Herrn Oesterreichs von Marimilian I. bis auf Franz I I . (Wien 13 l3. Kunst' u. Industrie Comptoir, kl. ^ . ) , 2. 3?7.) — 3. Ferdi- nand Serbel loni äuoa äi 8t. <3a,orio (siehe die besondere Lebensskizze S. 133)— 4. Gabriel Serbel loni (geb. um das Jahr 1310. gest. im Jänner l380). Bruder des Anton und Fabricius ^Erster dieses Namens). Einer der tapfersten Kriegshelden deS ia. Jahrhunderts, ein Freund und Waffen« genösse D o n Iua n's d'A u str i a , der für ihn solche Verehrung hegte, daß er ihn stets Pater nannte. Gabr ie l kämpfie mit großer Tapferkeit bei der Belagerung Raad's gegen die Türken. Er wurde General-Lieutenant in der A:mee des Kaisers und that sich als sol- cher wieder in der Schlacht bei Mühlberg hervor, in welcher der Churfürst Johann Friedrich von Sachsen von den Kaiser» lichen gefangen ward. In Italien, wo ihn sein Vetter Papst Pius IV. zum General der Kirche zu Wasser und zu Land ernannt hatte, schritt er von einein Siege zum an- deren.. Aber auch als Kriegsinaenieur bat er einen großen Ruf; er hatte u. A. die En- gelsburg befestigt. Oivita vecokia erbaut uno im Kirchenstaate, in Neapel und Sicilien viele feste Plätze neu erbaut und ältere wie< dir hergestellt. Nach seinem Plane wurde der Grund der Stadt Malta gelegt. Dieser sciner Tüchtigkeit wegen berief ihn Herzog Alda zu sich in die Niederlande und S. stand dem Herzog als Feldzeugmeister zur Seite. In dieser Stellung leitete er den Bau oer nach Pa l i 0 tti's Plan entwors> nen Citadelle von Antwerpen, Im Jahre lo73 befand er sich als Commandant ein^r Escadre spanischer Galeeren bei der Schlacht von Lepanto und war einer der Hauptrath- geber des Prinzen Don Juan o'Au stria. welch? zur Schlacht gerathen hatten. Nach» m.ils vertheidigte er Tunis, welches die Türken belagerten. Viel zehn Stürme schlug cr hcloenmürhig zurück. Al5 endlich die Stadt in die Hände der Türken fiel, wurde S. gefangen, nach Constantinopel gebracht und dort von Papst Gregor XII I . gegen 3? in der Schlacht bei Lepanto gefangene türkische Officiere, darunter Ackmet Bcy von Negroponte, ausgewechselt. Noch wirkte er bei der Einnahme von Mastricht mit, dann kehrte er gegen das Ende des Iabres i5?4 nach Italien zurück, wo er schon im folgen» den Jahre, etwa 70 Jahre alt, starb. Ga, briel oder, wie er in den italienischen Quellen genannt wird, Gabrio war Mal. teserritter und Grobprior von Ungarn. Einer seiner Söhne war bei der Belagerung uon Tunis geblieben. ^Vlevstt/ilitte?', H.nu^e» l'sr- cUnanäsi, toinus I. — Oesterreichische Nat iona l , Encyklopädie von Gr äffer und Czikann (Wien 183?, 8<>.) Bd. V, S. 18. - Porträte. 1) C. W. K i l ian so. (8°.). — 2) D. Custos 5a. Ganze Fiaur. gr. Fol.. Amdraser Sammlung.) — 5. Jo- hann Serbel loni (lebte in Rom im 16. Jahrhundert), ein Bruder des Anton, Fabr ic ius und Gabriel . Er widmete sich, gleich seinem Bruder Anton, dem geist. lichen Stande, wurde Bischof uon Cassano in Calabrien, weilte aber weniger an seinem Bischofssitze als am päpstlichen Hofe, wo er in den politischen Händeln seiner Zeit über» all die Hand hatte und als oberster Richter der Engelsburg, wozu ihn sein Vetter Papst Pius IV. ernannt hatte, eine wichtige Rolle spielte. — 6. Ein anderer Johann Serbel loni (gest. 2l. Februar 1638) war ein berühmter Kriegsheld im Dienste der spanischen Habsburger im 17. Jahrhundert. Er war ein Sohn Johann Baptista Serbelloni 's Grafen von Castillon und Herrn zu Romagnano, trat !6l0 unter sei» nem Bruder I 0 hannPetcr, damals Reiter- Oberst und Gouverneur von Gattinara, in's Heer und als Letzterer bci einer Nrcog« nosci.rung Vercelli's erschossen wurde, erhielt er dessen Regiment. Später that er Dienste im Velllin, als dort die Unruhen ausgedro« chen waren. Im Jahre l626 wurde er Mit« glied des Hohen Rathes in Spanien, 1627 General-Comluissär im Mailändischen, lt»28 General der Artillerie und Gouverneur in Montferrat. Unter Spinola wohnte er der Belagerung von Casale bei, kam dann nach Deutschland, wo er als General'Capitän der Artillerie unter den Befehlen des Herzogs von Feria stand. Als dieser gestorben, über» n^hm er das Commcmdo der Truppen im Elsaß und führte es bis zur Ankunft des Cardinals > Infanten. An dem Siege bei Nördlingen 1634 hatte er auch Antheil. Nun begleitete er den Cardinal'Infanten nach den Niederlanden, wurde l637 nach Catalomen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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